Nachschau - Veranstaltung am 28.11.2017

 
 
 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Medien zwischen 4. Gewalt und Fakenews -
Falschmeldungen, Fakenews und Hoaxes

 
Referent:

Roland Hindl

Chef vom Dienst im Social-Media-Team von BR24
Foto: Roland Hindl - Eigenes Bild
 

am Dienstag, 28. November 2017, 19:00 Uhr
im Gymnasium Dionysianum
Anton-Führer-Strasse 2, 48431 Rheine

 

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vom 30.11.2017

Ist etwas gepostet, bleibt es im Kopf

Vortrag über „Fakenews“ mit Roland Hindl im Dio

Roland Hindl sprach im „Dio“ über das Thema Fakenews.

-cip- RHEINE. „Hier sind ja mehr Leute als bei Barack Obamas Amtseinführung.“ Mit diesem Satz schaffte Roland Hindl den direkten Einstieg ins Thema: Falschmeldungen, Fakenews und Hoaxes – darum drehte sich der Vortrag, den der Chef vom Dienst der Social Media Redaktion des BR24 am vergangenen Dienstagabend im Gymnasium Dionysianum hielt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Rheiner Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, die regelmäßig Vorträge zu sicherheitspolitischen Themen initiiert. Der Saal war gut gefüllt, das Interesse an dem Thema schien groß. Auch, weil zahlreiche Schüler der EF des Dionysianums, die sich im Unterricht gerade mit dem Umgang mit Medien beschäftigen, dazu kamen.

Zu Beginn stellte Hindl sich und seinem Publikum die Frage, ob die Medien heutzutage noch die Position der vierten Gewalt innehaben. Es sei heute nicht mehr der Fall, dass die Medien noch ihre Rolle als „Gatekeeper“ besitzen: „Wenn etwas früher nicht in der Zeitung stand, dann ist es auch nicht passiert. Mit dem Internet gibt es jetzt so viele verschiedene Kanäle.“ Da sei es für Nachrichten viel einfacher, an die Öffentlichkeit zu geraten. Durch diese zahlreichen Kanäle, die nun neben seriösen Medien existieren, käme aber die Problematik der Fakenews immer mehr auf.

„Fakenews, in Form von Zeitungsenten, gibt es eigentlich schon lange“, erläuterte der Journalist, „Sie verbreiten sich im Internet nur viel schneller.“ Ziel dieser ist es Hetze, Verschwörungstheorien und gezielte Falschinformationen zu verbreiten, um dann ferner eine Vertrauenskrise in die Medien, Behörden und schlussendlich in die Demokratie zu bewirken. „Dabei sind die sozialen Medien die Brandbeschleuniger“, sagte Hindl, „Denn die meisten Leute vertrauen ihren Bekannten und somit auch den Nachrichten, die sie dort verbreiten.“ Dazu zeigte er einige Beispiele aus den sozialen Netzwerken, mit denen Fakenews gezielt verbreitet wurden. „Sobald etwas gepostet ist, bekommt man es nicht mehr aus den Köpfen“, sagte Hindl. Da helfe auch keine Richtigstellung. Dabei gehen die Fakenews oft nach einem bestimmten Muster vor: Sie bestätigen Vorurteile, sind emotional, überdramatisierend und bildstark. „Außerdem suchen viele Leute nach einfachen Lösungen. Das bietet die AfD, indem sie Themen verwässert“, erläuterte Hindl.

Zuletzt gab der Social Media Redakteur seinen Zuhörern Tipps, mit denen sie Fakenews erkennen können. „Checkt immer die Quellen, das Impressum der Seite, die Plausibilität der Nachricht und ob andere Medien diese auch erwähnen“, lautete seine Bitte an das Publikum. „Lest die Nachricht hinter dem Link. Und teilt nicht alle Nachrichten, ohne vorher darüber nachzudenken.“

 
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