Nachschau – Veranstaltung am 20.11.2018

 
 

 
 

Moderiertes Gespräch

zum Thema

Israel –

die wehrhafte Demokratie in Nah- und Mittelost

 
Podium:
 

Dipl. Pol. Lidia Averbukh

Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin
 

Christoph Smith

Universität Potsdam
 
Moderation:

Dr. Heinz Neubauer

GSP-Vizepräsident
 

Dienstag, 20. November 2018, 18:30 – 20:00 Uhr

(Einlass ab 18:00 Uhr)

Politisches Bildungsforum der KAS

Tiergartenstr. 35, 10787 Berlin

 

Anfahrt ÖPNV: bis Bushaltestelle Nordische Botschaften

 

Zur Veranstaltung:

Die vielen, meist dramatischen oder gar traurigen Nachrichten, die uns täglich erreichen, dürfen nicht den Blick verstellen, dass der Staat Israel die einzige Demokratie in Nah- und Mittelost bleibt. In der Veranstaltung wollen wir mit jungen Experten die (geo)politischen Rahmenbedingungen beginnend im UNSicherheitsrat, den Einfluss der regionalen Mächte wie der Türkei, Iran und Saudi-Arabien sowie die innerisraelischen Strömungen beleuchten. Schließlich sollen die Chance für eine friedliche Entwicklung skizziert werden.

Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Empfang mit der Gelegenheit zum Austausch.

 
 

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Bericht der Sektion Berlin

Israel – die wehrhafte Demokratie in Nah- und Mittelost

Von Vanessa Gindullis
Foto: GSP-Sektion Berlin

In Anbetracht der aktuellen innenpolitischen Entwicklungen in Israel und dessen Nachbarstaaten rückten die GSP und die Konrad-Adenauer Stiftung bei ihrer Kooperationsveranstaltung in Berlin die Lage im Nahen Osten in den Fokus.

Als Referenten der Veranstaltung waren Frau Dipl. Pol. Lidia Averbukh, Wissenschaftlerin der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) und Herr Christoph Smith, US-amerikanischer Master-Student des Studiengangs Military Studies an der Universität Potsdam, geladen. Frau Averbukh hat sich nicht nur wissenschaftlich mit der Thematik des Abends beschäftigt, sondern hat auch praktische Erfahrungen bei längeren Aufenthalten in Israel gesammelt. Herr Christoph Smith beleuchtete das Thema aus US-amerikanischer Perspektive und damit aus der Sicht eines ständigen Mitgliedes des UN-Sicherheitsrates. Die Moderation übernahm GSP-Vizepräsident Dr. Heinz Neubauer.

Von „vergifteten Verhältnissen“ und dem besseren Übel

Um die politische Situation in Israel zu verstehen, ist es von großer Bedeutung, sich Nachbarstaaten wie den Iran, Saudi-Arabien und die Türkei anzuschauen. Dipl. Pol. Lidia Averbukh erläuterte in diesem Zusammenhang die innenpolitischen Faktoren und die bilaterale Beziehungen. Obgleich nicht von rosigen Beziehungen zwischen Israel und Saudi-Arabien gesprochen werden könne, seien beide über den wachsenden Einfluss Irans in der Region zutiefst besorgt. Demnach sehe Saudi-Arabien den Staat Israel als die „weniger gefährliche Option“, so Frau Averbukh. Mit Bezug auf die Türkei erklärte sie, dass es sich um starke wirtschaftliche Beziehungen zu Israel handle, jedoch beide ein „sehr vergiftetes Verhältnis“ zueinander hätten. Herr Christoph Smith fügte hinzu, dass der Austausch von Technologie Israel die Möglichkeit biete, seine Beziehungen zu anderen Staaten zu stärken. Demnach wird deutlich, dass viele äußere Faktoren Israel und dessen innenpolitische Situation beeinflussen. Nichtsdestotrotz gibt es gewichtige innere Faktoren, welche die politische Agenda beeinflussen.

Risiken der demographischen Entwicklungen innerhalb der israelischen Gesellschaft

Nach Aussagen von Frau Averbukh beeinflussten drei unterschiedliche Auseinandersetzungen die israelische Gesellschaft und Entwicklung. Zum einen gebe es die Konfrontation zwischen religiösen und säkularen Gruppen. Obwohl es sich hierbei um medial stark präsente Gegenüberstellungen handelt, sieht sie diese Auseinandersetzung als weniger akut. Zum anderen bestimmten zwei unterschiedliche Weltbilder die Entwicklung der israelischen Gesellschaft. Konflikte zwischen den Nationalkonservativen und Linksliberalen übten demnach einen starken Einfluss auf das Land aus. Zuletzt wird von Auseinandersetzungen zwischen jüdischen und palästinensischen Bürgern innerhalb des Staates berichtet, dessen Dialog stellvertretend auf politischer Ebene stattfindet.

Israel und eine friedliche Zukunft?

Aussagen bezüglich der zukünftigen Entwicklung des Staates zu treffen, gestaltet sich aufgrund des volatilen Umfeldes als schwierig. Es wurde deutlich, dass Israel sich globalen Akteuren anpasst und dementsprechend agiert. Aus diesem Grund bleibt es weiterhin wichtig die globale Politik zu verfolgen und Israels bilaterale Beziehungen zu beobachten.

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