Aktuelles aus dem Landesbereich

vom 10.11.2018

Friedenspolitik in Krisenzeiten

„Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern“:

Früherer Bundestagsabgeordneter Winfried Nachtwei referiert an BBS

Von Theo Bick
Winfried Nachtwei, Mitglied des Bundestages a.D., referierte am Donnerstag auf Einladung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik Elbe-Weser vor über 120 Schülerinnen und Schülern an den Berufsbildenden Schulen Bremervörde. – Foto: Bick

BREMERVÖRDE. Humanitäre Katastrophen, Kriegsschauplätze, Zerstörungswut: Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und Sicherheitsexperte Winfried Nachtwei hat all das gesehen. Gleichwohl
boten Begegnungen inmitten von Krisenregionen auch Anlass für Hoffnung. Über seine Erlebnisse – unter anderem im ehemaligen Jugoslawien und in Afghanistan – , die weltpolitische Lage und die Bedeutung von Frieden referierte Nachtwei am Donnerstag in Bremervörde.

Insgesamt sechs Klassen aus dem elften und zwölften Jahrgang des beruflichen Gymnasiums und dem zwölften Jahrgang der Fachoberschule lauschten in der Aula der Berufsbildenden Schulen Bremervörde
(BBS) dem Vortrag unter dem Titel „Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern“. Am Vorabend hatte der ehemalige Bundestagsabgeordnete auf Einladung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) bereits vor rund 50 Zuhörern im Kundencenter der EWE in Bremervörde referiert.

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Lesen Sie auch den Bericht des Bremervörder Anzeigers
Bericht der Sicherheitspolitischen Partnerschaft Goslar

Warum braucht Niedersachsen ein neues Polizeigesetz?

Harzer Reservisten informierten sich über die innere Sicherheit

Von Helmut Gleuel
Dr. Alexander Saipa (MdL) referiert über die vorgesehenen Änderungen im Niedersächsischen Polizeigesetz – Foto: Helmut Gleuel

Goslar. Die „Sicherheitspolitische Partnerschaft Goslar“, zu der die Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. Sektion Goslar (GSP), das Kreisverbindungskommando (KVK) der Bundeswehr im Landkreis Goslar, der Landkreis Goslar und die Polizeiinspektion Goslar gehören, hatte zu einem öffentlichen Vortrag mit anschließender Diskussion über das Thema „Anpassung des Niedersächsischen Polizeigesetzes nach dem Prinzip des Rechtsstaates“ in den Sitzungssaal des Kreishauses Goslar eingeladen.

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Bericht der Sektion Delmenhorst

„Alles ist und alle sind gescheitert“

Geopolitik vor 100 Jahren und die Folgen für heute

Von Rolf Dieter Wienand

„Alles ist und alle sind gescheitert“, so nahm Wolfgang J. Stützer, historisch gebildeter und in politischer Beratung erfahrener Referent zum Thema „Geopolitik vor 100 Jahren und die Folgen für heute“, das Ergebnis seines am 24.10.18 im gewohnten Plauderton gehaltenen Vortrags vorweg.

85 Zuhörer waren der Einladung der Sektion und des Standortältesten Delmenhorst gefolgt und nahmen zur Kenntnis, dass eben nicht alles klar ist, was im Verlauf des Ersten Weltkriegs geschah. Archive werden geöffnet, vor allem angelsächsische Ansichten ändern sich deutlich zur „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“, wie George F. Kennan die Ereignisse einstufte.

Seit 1905 gab es einen geheimen Gesprächskreis britischer und französischer Regierungsvertreter zur Frage, wie denn das Deutsche Reich einzuhegen und kleinzuhalten sei, das große technische Fortschritte erzielte und technische Wissenschaften führend ausbaute. Was sei denn an der Flottenpolitik des Deutschen Reiches so verwerflich, die versuchte, ein Gegengewicht zur imperialen Macht Großbritanniens zu bilden? Deutschland hatte und hat die meisten direkten Nachbarn weltweit – das allein schafft Probleme komplexer Art. Und die Ansicht, es gäbe eine deutsche Kultur und als Gegensatz eine angelsächsische Zivilisation, trug nicht zum gegenseitigen Verständnis bei.

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vom 19.10.2018

Botschafter Darius Jonas Semaška zu Gast in Bremen

VON PATRICK REICHELT

Der litauische Botschafter Darius Jonas Semaška spricht in Bremen über das angespannte Verhältnis zu Russland und übt Kritik am Umgang mit den USA in Deutschland.

Bremen. Gegen Ende seiner Rede wurde der litauische Botschafter emotional: „Wir haben das Recht, frei zu wählen, zu welchem Bündnis wir gehören. Wir haben uns für Nato und EU entschieden“, sagte Darius Jonas Semaska und erntete Applaus der Gäste im Haus Schütting.

Zuvor wurde von einem Zuhörer die These aufgestellt, dass die Nato der Aggressor im Baltikum sei und nicht Russland. Semaska verwies in seiner Antwort auf seine eigene Geschichte: Sein Großvater sei von sowjetischen Soldaten getötet worden, seine Großmutter starb in Sibirien. Außerdem führte er die Vergiftung des russischen Ex-Agenten Sergei Skripal in England sowie die Cyber-Attacken der Russen an. „Freiheit bekommt man nicht geschenkt, sie muss erstritten und erkämpft werden“, sagte Semaska.

Die Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) und die Hochschulgruppe für Sicherheits- und Außenpolitik hatten den litauischen Botschafter nach Bremen eingeladen, um über das angespannte Verhältnis zu Russland und die unsichere internationale Lage zu sprechen.

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Bericht der Sektion Elbe-Weser

Fliegende Hightech in der Lüneburger Heide

Informationsfahrt der GSP nach Faßberg

Axel Loos
Die Reisegruppe vor einem „Rosinenbomber“ – Foto: GSP

Die 44 Plätze für die Informationsfahrt am 11. September zum Fliegerhorst in Faßberg waren in Windeseile ausgebucht. Hierzu eingeladen hatte die hiesige Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP), die allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern mit dem Besuch in der Lüneburger Heide einen nicht alltäglichen Einblick in die vielfältigen Aufgaben der Bundeswehr anbietet. Diesmal durften sich die Teilnehmer auf außergewöhnliche Dienststellen der Luftwaffe und des Heeres freuen sowie auf einen authentischen Rückblick auf ein dramatisches Ereignis der deutschen Nachkriegsgeschichte. Allerdings mussten die Damen und Herren früh aufstehen, denn der extra angemietete Reisebus verließ bereits um sieben Uhr morgens die Ostestadt.

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Lesen Sie auch den Bericht der Bremervörder Zeitung vom 25.09.2018
Bericht der Sektion Delmenhorst

Russland – Türkei – Iran

Vortrag über das neue Machtzentrum im Nahen Osten

Von Rolf Dieter Wienand

“USA und EU sind raus und ohne Einfluss!“. Das ist das Fazit des Vortrages von Dr. Heinrich Heiter am 12.09.18 vor der Delmenhorster Sektion der GSP und ihren Gästen unter der Überschrift „Das neue Machtzentrum im Nahen Osten: Russland Türkei, Iran“. Eingeladen hatten wie immer der Standortälteste der Bundeswehr und die Sektion, unterstützt vom örtlichen VdRBw. Vortragssaal war, ebenfalls traditionell, das „Haus Adelheide“ in Delmenhorst.

Im Jahr 2015 ist das Regime von Baschar Hafiz al-Assad in Syrien praktisch am Ende: weite Teile des Landes und beim Nachbarn Irak sind unter Kontrolle des IS, „Revolutionäre“, die Assad loswerden wollen, kämpfen gegen seine Armee. Al Nusra, von Al Qaida abstammend, und weitere religiös bestimmte „Milizen“ spielen ihr eigenes Spiel um Machtgewinn und Einfluss. Im wesentlichen die Kurden, die mit geschätzt 30 Mio Menschen verteilt in den vier Staaten Syrien, Türkei, Irak und Iran leben und denen ein eigener Staat verweigert wird, führen den verlustreichen Bodenkampf gegen den IS sowohl im Irak als auch Syrien, aus der Luft unterstützt von einer US-geführten Koalition, darunter auch Deutschland.

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vom 07.09.2018

Tradition für die Bundeswehr

Vortrag über den neuen Erlass für die Truppe

WILHELMSHAVEN/ HL – Was ist neu am neuen Traditionsverständnis der Bundeswehr? Dieser Frage ging Oberstleutnant Kai Samulowitz, Referent für politische Bildung aus Berlin, bei einer Veranstaltung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik nach.

Heinz Lutz, kommissarischer Leiter der Sektion Wilhelmshaven- Friesland, konnte 45 Teilnehmer begrüßen. Die Präsentation schlug einen Bogen vom Traditionswildwuchs der Gründerjahre der Bundeswehr über die ersten beiden Traditionserlasse aus den Jahren 1965 und 1982 bis zum Erlass, den Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Frühjahr der Öffentlichkeit vorgestellt hatte.

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vom 03.09.2018

Hunger: Verbreitung, Ursachen und Folgen

GSP: Jan Fahlbusch referiert über Einsatzmöglichkeiten der Welthungerhilfe

Von Tatjana Behrens

BREMERVÖRDE. Kriege und Konflikte sind eine der Hauptursachen für Hunger und Flucht – weltweit und über alle Kontinente hinweg. Zu diesem Thema hatte die Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP), Sektion Elbe-Weser, zu einem Informationsvortrag der Deutschen Welthungerhilfe eingeladen, die sich bereits seit über 56 Jahren dafür einsetzt, Hunger und Not auf der Welt zu bekämpfen und den Ärmsten der Armen dabei hilft, sich selbst zu helfen.

Eingeladen hatte GSP-Sektionsleiter Werner Hinrichs ursprünglich die Präsidentin der Welthungerhilfe, Barbara Dieckmann, die aus persönlichen Gründen jedoch nicht nach Bremervörde kommen konnte. Stattdessen referierte der Leiter der Stabsstelle Politik- und Außenbeziehungen und Leiter des Berliner Büros der Welthungerhilfe, Jan Fahlbusch (siehe Infokasten), im voll besetzten Saal des EWE Kundenzentrums in Bremervörde. Nach einer kurzen Vorstellung der Welthungerhilfe, ihren Arbeitseinsätzen und ihrer Fokussierung auf das Machbare, zeigte Fahlbursch dem Publikum Wege und Möglichkeiten auf, dem Hunger auf der Welt entgegenzutreten.

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vom 02.09.2018

„Weit mehr als nur Brunnenbau“

WHH-Mitarbeiter Jan Fahlbusch referierte zum Thema Hunger und Armut

VON ULRICH EVERS

Bremervörde. Für ihren ersten Vortragstermin nach den Sommerferien hatte die Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) die Präsidentin der Welthungerhilfe Bärbel Diekmann eingeladen. Krankheitsbedingt musste sie kurzfristig absagen und schickte an ihrer statt den Leiter der Stabsstelle für Außen- und Sicherheitsbeziehungen Jan Fahlbusch. Er referierte zum Thema „Hunger – Verbreitung, Ursachen und Folgen?“

Vor dem bis auf den letzten Platz besetzten Auditorium gab er im EWE-Kundencenter Bremervörde zunächst einen kurzen Überblick über die Welthungerhilfe (WHH). 1962 als gemeinnütziger Verein gegründet, arbeiten weltweit 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die WHH. Inzwischen konnte man rund 11,8 Millionen Menschen in über 410 Auslandsprojekten unterstützen. Derzeit laufen in 38 Staaten Projekte der Welthungerhilfe, immer unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“.

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Bericht der Sektion Delmenhorst

Afrika – Ein Kontinent im Aufbruch

Afrikaexperte rückt weitverbreitetes Zerrbild des schwarzen Kontinents zurecht

Von Rolf Dieter Wienand
Afrika im Aufbruch-Johannesburg – Foto: Lars Haefner, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Eingeladen hatten die Sektion und der Standortälteste Delmenhorst, unterstützt vom örtlichen VdRBw, und diesmal auch von der RegioVHS Ganderkesee-Hude. Vortragssaal war traditionsgemäß die OASE im Haus Adelheide. Gleich zu Beginn seines Vortrags nutzte der Referent, Dustin Dehéz von der Manatee Global Advisors GmbH, vor 60 Zuhöreren die im Thema genannten Schlagworte Demographie, Klimawandel und Migration, um mit vor allem in Deutschland bestehenden Vorurteilen gründlich aufzuräumen. So sei das kolportierte Bevölkerungswachstum unrealistisch hochgerechnet, weil keine verlässlichen Grunddaten vorliegen; so sei die Migration auf dem afrikanischen Kontinent selbst zu finden und nur ein geringer Prozentsatz strebe nach Europa – die Angstschürer in Politik und bei den Verschwörungstheoretikern spielten mit unhaltbaren Zahlen zu „Migrationsströmen“. So sei die Annahme, wenn es den Leuten gut ginge, blieben sie am Ort, durch weltweite Empirie widerlegt: vielmehr wachse im Wohlstand die Mobilität. So sei der Kontinent mitnichten „verloren“, allerdings seien starke Entwicklungsunterschiede sehr wohl vorhanden – übrigens genauso in Europa.

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GSP-Landesbereichstagung Niedersachsen-Bremen

Erkenntnisreicher Gedanken- und Informationsaustausch

Von Axel Loos
Die Funktionsträger des Landesbereichs II im Nienburger Polizeimuseum. – Foto: Hinrichs

Vom 15. Bis 16. Juni 2018 trafen sich die Sektionsleiter des GSP-Landesbereichs II – Niedersachsen-Bremen zu ihrer ersten Landesbereichstagung in diesem Jahr, die vom Hannoveraner Sektionsleiter Harald Engelhardt, wie schon von anderen Veranstaltungen gewohnt, minutiös vorbereitet worden war. Die Teilnehmer konnten sich dieses Mal über das ein oder andere seltene Gesicht in ihrer Runde freuen und darüber hinaus den neuen Sektionsleiter aus Ostfriesland, Herrn OTL d.R. Andreas Epple begrüßen. Angesichts des Tagungsortes, der Clausewitz Kaserne, Sitz des Zentrums für Zivil Militärische Zusammenarbeit (ZentrZMZBw) der Bundeswehr, ließen es sich die GSP-Vertreter nicht nehmen, sich über Auftrag und Einsatzerfahrungen aus erster Hand zu informieren.

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Bericht der Sektion Bremen

Die Deutsche Marine

Aufgaben, Lösungen, Grenzen

Von Rüdiger Krause
Referent Kapitän zur See Dipl.-Päd. Klaus Heermeier (li.) mit Sektionsleiter Rüdiger Krause – Foto: GSP

Deutschland liegt in der Mitte Europas. Es ist eingebunden in die politischen, wirtschaftlichen und militärischen Strukturen des Kontinents und unterliegt, wie alle anderen europäischen Nachbarn und Partner, herausfordernden Rahmenbedingungen, um Wachstum und Wohlstand zu sichern. Es ist rohstoffarm und die Arbeit ist vergleichsweise teuer. Daher ist Deutschland besonders auf den Import von Rohstoffen und den Export von technologischem Know-How, hochwertigen Waren und Fertigprodukten angewiesen, um dauerhaft nationalen Wohlstand und Wachstum zu sichern. Seine hohen Exportüberschüsse sind ohne den freien Außenhandel, die ungehinderte Nutzung der Hohen See und den freien Zugang zu den Märkten der Welt undenkbar.

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vom 29.06.2018

Frühstück in Lent-Kaserne

Mitglieder der Bremervörder Gesellschaft für Sicherheitspolitik informieren sich beim Jägerbataillon

Mit über 40 Teilnehmern reiste die Bremervörder Gesellschaft für Sicherheitspolitik nach Rotenburg, um sich dort über Aufgaben und Material des Jägerbataillons zu informieren. – Foto: bz

BREMERVÖRDE/ROTENBURG. Die Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) hat vor kurzem wieder ihr „sicherheitspolitisches Frühstück“ veranstaltet. Diesmal trafen sich die Mitglieder aus Bremervörde und Umgebung in den Räumen der Gemeinsamen Heimgesellschaft (GHG) in der Lent-Kaserne Rotenburg.

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Bericht der Sektion Elbe-Weser

Unity and Resolve – NATO unter Stress

Hat die NATO eine Antwort auf die grundlegend gewandelte Sicherheitslage in Europa?

Von Axel Loos
Sektionsleiter Werner Hinrichs (li.) mit Referent Brigadegeneral a.D. Rainer Meyer zum Felde – Foto: Hinrichs

Seit einigen Jahren sieht sich Europa mit immer mehr Herausforderungen konfrontiert, die seine wirtschaftliche und politische Selbstbehauptung in Frage stellen. Die territorialen Begehrlichkeiten Russlands, Putins Schulterschluss mit China, das seinerseits nach Hegemonie strebt oder die Ausdehnung des IS verlangen dabei eine Antwort nicht nur unseres Kontinents, sondern der gesamten westlichen Welt. Als einzige noch funktionierende Organisation, die für diese Aufgabe die notwendigen Voraussetzungen mitbringt, kommt hier die NATO in Betracht. Die Sektion Elbe-Weser der Gesellschaft für Sicherheitspolitik setzte sich am Dienstag, den 12. Juni 2018 im Bremervörder Kundenzentrum der EWE dabei mit der Frage auseinander, inwiefern sie in der Lage ist, diesem Anspruch gerecht zu werden. Die erschienenen Zuhörer hatten das Glück, mit Brigadegeneral a.D. Rainer Meyer zum Felde einen ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet der Sicherheitspolitik zu erleben. Neben zahlreichen entsprechenden Verwendungen war Meyer zum Felde von 2013 bis 2017 an verantwortlicher Stelle in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der NATO tätig.

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Bericht der Sektion Celle

Hochtechnologie und die Spuren Heinrichs des Löwen

Frühjahrsexkursion zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Von Hans-Peter Grathwol und Heiko Wolff
 
Mitglieder und Freunde Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V., Sektion Celle, zusammen mit der Gemeinschaft der Heeresflieger Celle-Faßberg e.V. im Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig – Foto: Gert Schulz

Die diesjährige gemeinsame Frühjahrsexkursion der Celler Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. unter der Leitung von Kapitänleutnant d. R. Heiko Wolff und der Gemeinschaft der Heeresflieger Celle-Faßberg e.V. unter der Leitung von Oberst a. D. Hans-Heinrich Heidmann führte nach Braunschweig. Der Schwerpunkt lag hierbei beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

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vom 03.06.2018
Die GSP (v. l.): Sektionsleiter Friedrich Deichmann, Referent Maximilian L. Rathke, Manfred Vollmer, Andrea Müller und Hartmut Rusche, beide GSP-Team, Roland Schwartz, stellvertretender Sektionsleiter, Wolfgang Hess und Horst Schröder – Foto: privat

Vortrag bei der GSP:

„Trump als neuer Nixon?“

Peine/Wolfenbüttel. „Trump als neuer Nixon?“ lautete das Thema des Vortrags der GSP-Sektion Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel in der „Bürgerschenke“ in Peine. Der Referent Maximilian L. Rathke, TU Braunschweig, stellte den Präsidenten Richard Nixon in einem Vergleich mit dem derzeitigen Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, dar.

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vom 29.05.2018

Aufgewachsen in der Diktatur

Publizistin Freya Klier spricht auf Einladung der GSP mit Bremervörder Schülern über die DDR

Von Theo Bick
DDR-Dissidentin Freya Klier (von links) mit Fabian Müller, Felix Stabel und Jana Willig-Peters von der Findorff-Realschule Bremervörde. Foto: Bick

BREMERVÖRDE. „Du sollst Dich erinnern“: Für Bürgerrechtlerin Freya Klier ist dies das elfte Gebot. In ihrem Fall bezieht sich dieser Leitsatz speziell auf die DDR, aus der die 1950 in Dresden geborene Schauspielerin und Aktivistin in der DDR-Friedensbewegung im Jahr 1988 ausgebürgert wurde. Auf Einladung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) schilderte Klier kürzlich Schülerinnen und Schülern der Findorff-Realschule in Bremervörde eindringlich ihre Erfahrungen mit der Stasi, ständiger Überwachung und staatlicher Indoktrination.

Letztere begann bei Freya Klier schon im Kindesalter. Nachdem ihr Vater inhaftiert worden war, landete die damals Dreijährige gemeinsam mit ihrem älteren Bruder in einer Erziehungseinrichtung. Unter strenger Aufsicht der Erzieherinnen, die den „großen Führer“ Joseph Stalin verehrten. Noch heute erinnert sich Klier an skurrile Szenen. Zum Beispiel wie sie als Dreijährige weinen musste, als ihrer Gruppe vom Tod des Diktators berichtet wurde. „Die Gehirnwäsche hatte bei mir gut funktioniert – erstmal“, sagte Klier den Bremervörder Zehntklässlern.

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Bericht der Sektion Elbe-Weser

„Sie hören nicht auf!“

Vom Umgang mit Dissidenten in der DDR

Von Axel Loos
  • Freya Klier berichtete über ihren schicksalhaften Lebensweg in der ehemaligen DDR – Foto: GSP Elbe-Weser

  • Aufmerksame Zuhörer im EWE-Kundenzentrum – Foto: GSP Elbe-Weser

  • Vortrag vor Oberstufenschülern des Gymnasiums Bremervörde – Foto: GSP Elbe-Weser

  • Freya Klier freute sich über die positive Resonanz bei den beiden Veranstaltungen der Sektion Elbe-Weser – Foto: GSP Elbe-Weser

Der Leitgedanke der Gesellschaft für Sicherheitspolitik lautet Frieden sichern, Freiheit bewahren. Was es bedeutet in einem Staat zu leben, in dem sich derjenige verdächtig macht, der nach persönlicher Freiheit strebt, berichtete am 16. Mai auf Einladung der Sektion Elbe – Weser die Regisseurin und Publizistin Freya Klier vor ca. 50 Zuhörern im EWE-Kundenzentrum in Bremervörde. Geboren und aufgewachsen in der DDR, machte ihre gesamte Familie bedrückende Erfahrungen mit einem repressiven Staat, in dem das Individuum zugunsten des sogenannten Kollektivs faktisch entrechtet ist. Um mit ihm in einen Konflikt zu geraten, der die Weichen für das rechtliche Leben stellte, reichte im Falle der Familie Klier ein unbedeutendes Handgemenge ihres Vaters mit einem anderen Passagier in der Straßenbahn aus, der dazu führte, dass ihr Vater verhaftet, ihre Mutter ihre Arbeit verlor und die beiden Kinder, Freya und ihr Bruder für ein Jahr ins Kinderheim kamen. Denn „der andere trug Uniform und war damit unantastbar!“, so Klier. Es handelte sich bei ihm nämlich um einen Volkspolizisten, der gegenüber Kliers Mutter handgreiflich wurde, so dass ihr Vater dazwischen ging. Das war aus Sicht des Staates ein Angriff auf seine Autorität, die mit aller Macht bestraft werden musste.

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Bericht der Sektion Delmenhorst

Kompliziertes wird am Beispiel klar

Vortrag über Rolle und Einfluss des Europäischen Parlaments in der Politik der EU

Von Rolf Dieter Wienand
v.l. Sektionsleiter Rolf Dieter Wienand, MdEP Tiemo Wölken, Oberstleutnant Harald Mauritz, Stellv. Standortältester. – Foto: Gero Peters

Als 1952 die Geschichte der Einigung Europas Fahrt aufnahm, ging es den beteiligten Staaten vor allem um zwei Ziele: „Nie wieder Krieg in Europa“ und „Nie wieder Hungernot in der Bevölkerung Europas“. Daran erinnert jährlich der Europatag, aus dessen Anlass der Standortälteste der Bundeswehr und die Sektion Delmenhorst in der GSP, wie immer auch in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Reservistenverband eingeladen hatten. Der SPD-Europaabgeordnete Tiemo Wölken, der die Region Weser-Ems in Brüssel und Straßburg vertritt, hielt hierzu einen Vortag zur Rolle des Europäischen Parlaments in der Politik der EU.

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Bericht der Sektion Delmenhorst

„Man hält für wahr, was man erwartet“

Analyse der russischen Politik nach der Präsidentenwahl

Von Rolf Dieter Wienand
Der Sieg Russlands im Syrienkrieg hat Putins Ansehen in der Bevölkerung weiter wachsen lassen – Foto: Pixabay CC0

Die deutliche gestiegene Wahlbeteiligung auf knapp 77 % bei vermutlich weniger Unregelmäßigkeiten als bei früheren Wahlen, aber Behinderung oder Verbot von Alternativen, führte zu zwei klaren Ergebnissen: die „Westler“, die sich von der Annäherung Russlands an den Westen, der immerhin seit 200 Jahren erfolgreich wirtschaftet und seit 2013 wieder deutlich größeres Wachstum als Russland hat, eine bessere wirtschaftliche Lage erwarten, kommen zusammen auf unter 10% der Stimmen und werden bezichtigt, national unzuverlässig zu sein. Die „Nationalisten“ um Putin, die die Würde Russlands vom Westen wiederholt und sehr verletzt sehen und sicher sind, dass der Westen Russland „an den Kragen will“, erhalten zusammen fast 90%.War das so zu erwarten?

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Bericht der Sektion Elbe-Weser

„Sardelle zwischen den Walen“

Vortrag über die Lage auf der koreanischen Halbinsel vor dem Nord-Süd-Gipfel

Von Axel Loos
Professor Dr. Staack (li.) mit Sektionsleiter Werner Hinrichs – Foto: GSP

Am 17. April 2018 referierte der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Michael Staack von der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg über die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel. Trotz Konkurrenz zum Fußball-Pokalhalbfinale und schönsten Grillwetters war die Veranstaltung mit ca. vierzig Zuhörern gut besucht. Am 27. April wollen der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-Un und der südkoreanische Präsident Moon zu einem Gipfel zusammen kommen. Der Vortrag bot hierzu Gelegenheit, sich aus Sicht eines Experten über die sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen zu orientieren.

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Bericht der Sektion Bremen

„Ein Problem für unsere Demokratie und den öffentlichen Diskurs“

GSP-Vortrag über ‚Fake News‘ im Haus Schütting

Von Gemma Pörzgen
Vortragsveranstaltung im Haus Schütting – Foto: Sebastian Ways/GSP Bremen

Bremen. Der Begriff „Fake News“ ist eigentlich seit dem letzten Wahlkampf in den USA zu einem geflügelten Wort geworden. Legendär ist inzwischen der Auftritt von Donald Trump bei seiner ersten Pressekonferenz als neu gewählter Präsident im Januar 2017, als er einen CNN- Reporter mit „Sie sind Fake News“ beschimpfte. Zuvor hatten die USA den vermutlich schmutzigsten Wahlkampf ihrer Geschichte erlebt, bei dem die Verbreitung dreist gefälschter Informationen ein bislang unbekanntes Ausmaß zu erreichen schien. Wie wir inzwischen wissen, wurde vor allem Facebook während des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 von einer Welle an Falschmeldungen überschwemmt. Millionen Menschen sahen erfundene Nachrichten und bösartige Anschuldigungen, die sich meist gegen Trumps Konkurrentin Hillary Clinton richteten. Niemand weiß, welchen Einfluss diese Falschmeldungen auf die Wahlentscheidung der Nutzer hatten, doch sie offenbarten das gewaltige Desinformationspotenzial, das eine Plattform wie Facebook bietet.

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Bericht der Sektion Celle

Mit NH90 und TIGER im Einsatz

Der gemischte Heeresfliegereinsatzverband in Mali

Von Rolf Müller
Spannender Vortrag von Oberst Rüther – Foto: Heiko Wolff

Einen beeindruckenden und spannenden Vortrag hielt Oberst Christian Rüther, Kommandeur des Transporthubschrauberregiments 10 „Lüneburger Heide“ aus Faßberg vor den Mitgliedern der Gemeinschaft der Heeresflieger Celle-Faßberg e.V. (GdH) und der Gesellschaft für Sicherheitspolitik – Sektion Celle – über den Einsatz der Heeresflieger in Mali. Nach einer kurzen Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden der GdH, Oberst a. D. Hans-Heinrich Heidmann, und den Sektionsleiter der GSP Celle, Kapitänleutnant d. R. Heiko Wolff, sprach Oberst Rüther sehr ausführlich über die Herausforderungen dieses Einsatzes, an dem alle drei Heeresfliegerregimenter noch bis zum 30. Juni 2018 beteiligt sind.

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Bericht der Sektion Hannover

„Kleine pragmatische Schritte besser als die große Vision“

Generalleutnant Wiermann zu aktuellen Entwicklungen in NATO und EU

Von Harald Engelhardt
Die Gastgeber, Kapitän zur See Berend Burwitz (links) und GSP-Präsidentin Ulrike Merten mit Generalleutnant Hans-Werner Wiermann – Foto: Landeskommando Niedersachsen/Bohlmann

Hannover. Startschuss für die sicherheitspolitische Vortragsreihe: Kapitän zur See Berend Burwitz, Standortältester Hannover und Kommandeur des Landeskommandos Niedersachsen, begrüßte in Kooperation mit der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) Sektion Hannover rund 230 geladene Gäste zum ersten „Wintervortrag“ in Hannover.

Der Referent: Generalleutnant Hans-Werner Wiermann, Deutscher Militärischer Vertreter im NATO- Militärausschuss und bei der EU. Er referierte zum Thema „Aktuelle Entwicklungen in NATO und EU“.

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Bericht der Sektion Oldenburg

Krieg im Internet

Vortrag über Cyber- und internationale Sicherheit

Von Martin-G. Ahnesorg
v.l. Sektionsleiter Martin-G. Ahnesorg, die Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg, Petra Averbeck sowie der Referent, Karsten Diethelm Geier. – Foto: Ralph Schmuhl

Oldenburg. Die Adenauer Stiftung, die in Oldenburg unter „Hermann-Ehlers-Bildungsforum Weser-Ems der Konrad Adenauer Stiftung“ (KAS) firmiert und die Sektion Oldenburg der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) hatten geladen – Herr Karsten Geier, Leiter des Koordinierungsstabes Cyber-Außenpolitik des Auswärtigen Amtes war gekommen.

„Cyber und Internationale Sicherheit“ war das Thema, dem Karsten Geier sich im Kulturzentrum der Stadt Oldenburg widmete. Schließlich ist die Nutzung von Cyberfähigkeiten durch Staaten zu einer Herausforderung für Frieden und Sicherheit in der Welt geworden. Tage zuvor erst war das Netz des Auswärtigen Amtes angegriffen worden – wobei der Sicherheitsstandard der Regierung im Vergleich zu anderen Staaten als hoch gilt. „Wir brauchen uns im internationalen Rahmen nicht zu verstecken“, so Geier in seinen Ausführungen, verwies allerdings auch deutlich auf die Abgrenzungen bei den Zuständigkeiten zwischen dem Auswärtigen Amt und den Bundesministerium des Inneren, bei dem auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) angesiedelt ist.

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Bericht der Sektion Elbe-Weser

Polizei in veränderter Sicherheitslage

Ist die Polizei in Niedersachsen gut aufgestellt?

Axel Loos
Der Referent weckte großes Interesse bei den Zuhörern – Foto: GSP

Bremervörde. Am 8. März veranstaltete die Sektion Elbe-Weser ihr traditionelles Jahresessen, diesmal an neuer Stelle im Oste-Hotel. Als diesjährigen Gastredner konnte sie den niedersächsischen Landesvorsitzenden der Deutschen Polizei-Gewerkschaft (DpolG), Herrn Alexander Zimbehl, gewinnen. Dieser übt sein Gewerkschaftsamt nebenberuflich aus, das heißt, als Vollzeit-Polizist im Rang eines Ersten Polizei-Hauptkommissars weiß Zimbehl aus unmittelbarer Erfahrung zu sprechen und „welche Teile im Polizeifahrzeug blau und beweglich sind“. Rund siebzig Personen nahmen die Gelegenheit gerne wahr, aus kompetentem Mund eine Zustandsbeschreibung eines für die innere Sicherheit verantwortlichen Beamten zu hören.

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vom 12.03.2018

Sorge über wachsende Aggressivität

Alexander Zimbehl: Niedersächsischer Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft referiert in Bremervörde

Von Birgit Pape

BREMERVÖRDE. Organisierte Einbrecherbanden, Cyberkriminalität, Terroranschläge – die Arbeit der Polizei ist in den vergangenen Jahren nicht einfacher geworden. Am Donnerstag redete der niedersächsische Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Alexander Zimbehl, Klartext in Sachen Verbrechensbekämpfung. Die Sektion Elbe- Weser der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) hatte zu ihrem Jahresessen samt Vortrag eingeladen.

„Polizei in einer veränderten Sicherheitslage – zwischen Globalisierung und Alltagskriminalität. Ist die Polizei in Niedersachsen gut aufgestellt?“, lautete das Vortragsthema der GSP im Oste-Hotel.

Der Bremervörder GSP-Sektionsleiter Werner Hinrichs konnte zu diesem Thema einen hochkarätigen Referenten begrüßen. Alexander Zimbehl zeichnete am Donnerstag durchaus ein düsteres Bild. „Gewerkschafter jammern immer gerne, aber die Realität in der Polizeiarbeit bereitet mir Sorgen“, stellte der 45-Jährige schon zu Beginn seines Vortrages fest. Der internationale Terrorismus
sei inzwischen auch in Deutschland angekommen. „Eine Situation, die ich noch vor fünf Jahren für unvorstellbar gehalten habe. Anschläge – wie auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin – sind immer und überall möglich. Das kann sogar in Kleinstädten wie Bremervörde passieren“, betonte Zimbehl.

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Bericht der Sektion Elbe-Weser

Still Partners in Leadership?

Tagesseminar und Schülerveranstaltung thematisieren transatlantische Beziehungen

Von Axel Loos
Tagesseminar im OSTEL Jugendhotel Bremervörde – Foto: GSP

Wieder einmal ist es der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) Sektion Elbe – Weser gelungen, einen renommierten Politikwissenschaftler zum Thema „Transatlantische Beziehungen“ zu gewinnen und dies sogar zu zwei Veranstaltungen. Gestartet wurde am 27. Februar 2018 mit einem Tagesseminar im Ostel, zu dem zahlreiche Seminarteilnehmer begrüßt werden konnten. Fortsetzung der Vortragsreihe erfolgte am darauffolgenden Tag in der Berufsbildenden Schule vor ca. 50 interessierten Schülern der Oberstufe.

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Lesen Sie auch den Beitrag der Bremervörder Zeitung vom 23.03.2018
Bericht der Sektion Celle

Der Internationale Währungsfonds

Feuerwehr in finanziellen Krisensituationen

Von Hans-Peter Grathwol
Rainer Köhler vom IWF spricht im Kasino der Immelmann-Kaserne – Foto: Heiko Wolff

Rainer Köhler sprach im Kasino Celle vor Mitgliedern der Gesellschaft für Sicherheitspolitik – Sektion Celle – und der Gemeinschaft der Heeresflieger Celle-Faßberg e.V. über den Internationalen Währungsfonds, seine Geschichte und seine Verantwortung heute. Dabei brachte er auch persönliche Erfahrungen mit ein, die er während seiner fast 20-jährigen Zugehörigkeit zum Internationalen Währungsfonds (IWF) gesammelt hat. Er leitet seit drei Jahren im Zentralbereich Statistik die Abteilung Öffentliche Finanzen. Damit trägt er die Verantwortung für die Entwicklung von öffentlichen Finanzstatistiken und für die Umsetzung dieser Konzepte in den IWF-Mitgliedsstaaten.

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vom 01.03.2018

Delmenhorster Soldaten im Irak

Der Tod ist für die Ausbilder immer gegenwärtig

Von Paul Wilhelm Glöckner
Mehrere Soldaten aus der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne sind im Irak eingesetzt. Im August wurden sie verabschiedet. – Archivfoto: Kai Hasse

Delmenhorst. Von Kampftaktiken und Alltag im krisenbeladenen Nordirak erzählte nun Oberstleutnant Guido Löbbering im Soldatenheim Adelheide. In Erbil sind auch mehrere Soldaten aus Delmenhorst eingesetzt.

Pro Tag durchschnittlich drei Anschläge, 14 Tage lang mindestens 50 Grad Hitze: über seine 184 Einsatztage im Irak berichtete Oberstleutnant Guido Löbbering am Mittwoch im Soldatenheim Adelheide vor der Gesellschaft für Sicherheitspolitik. Dem Offizier, der die Bundeswehr in einer multinationalen Truppe im Kampf gegen den so genannten Islamischen Staat in Bagdad repräsentierte, gelang es dabei, ein ungeschminktes Bild der gefährlichen Lage im Zweistromland zu vermitteln.

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Bericht der Sektion Oldenburg

Krieg, Flucht und Migration – ein Teufelskreis

Hochinformativer GSP-Vortrag zu einem aktuellen Thema

Von Ralph M. Schmuhl
Gut besuchte Veranstaltung mit Referent Dr. Stefan Gehrold von der Konrad-Adenauer-Stiftung – Foto: GSP

Oldenburg. „Der circulus viciosus – bewaffnete Konflikte als Ursache und Konsequenz von Migration am Beispiel Westafrikas“ war kürzlich Thema einer Vortragsveranstaltung der GSP-Sektion Oldenburg in Kooperation mit dem Hermann-Ehlers-Bildungsforum Weser-Ems der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. Der Referent des Abends, Dr. Stefan Gehrold, Leiter des Oldenburger KAS-Forums, lebte mehrere Jahre in Dakar/Senegal, wo er die dortige Niederlassung der Konrad-Adenauer-Stiftung leitete.

Er gab in seinem Vortrag Antworten auf die erkenntnisleitende Frage: Warum Afrika? Immer wieder Afrika. Warum ist gerade dort das Blutvergießen so massiv? Warum zählt gerade dort ein Menschenleben so wenig?

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Bericht der Sektion Elbe-Weser

Neue Hightech-Kriege?

Vortrag über fortschreitende Technologisierung bewaffneter Konflikte

Von Axel Loos

Bremervörde. Kürzlich referierte auf Einladung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik Dr. Christian Alwardt, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH), über die militärischen und politischen Auswirkungen des rasanten technischen Fortschritts in der Rüstungstechnologie. Dieser hat in den letzten beiden Jahrzehnten ein dramatisches Ausmaß erreicht, deren Analyse sich eine von drei Arbeitsgruppen des 1971 gegründeten IFSH widmet, in der Dr. Alwardt tätig ist. Die interdisziplinär aufgebaute Gruppe (IFAR) widmet sich der Erforschung von Risikotechnologien und Fragen der Rüstungskontrollen.

Nach einer Vorstellung des Instituts und seiner Aufgaben richtete Dr. Alwardt den Fokus auf die sogenannten ‚Neuen Technologien‘. Darunter werden Grundlagenforschungsfelder wie Nanotechnologien, ein Sammelbegriff für neue Entwicklungen in Bereichen wie der Halbleiterforschung, Chemie oder auch des Maschinenbaus oder der Künstlichen Intelligenz (KI) verstanden.

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vom 09.02.2018

Ein erster, kleiner Schritt

Annäherung zwischen Nord- und Südkorea wird positiv wahrgenommen, ein Konfliktende ist aber nicht in Sicht

VON MAURICE REDING
Professor Michael Staack referiert im Bremer Schütting

Bremen. Was vor wenigen Monaten noch undenkbar erschien, tritt jetzt ein: Nord- und Südkorea nähern sich an. Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang liefen die beiden Staaten unter einer gemeinsamen Flagge ein. Und nicht nur das: Die beiden verfeindeten Staaten bilden sogar ein gemeinsames Damen-Eishockey-Team. In einem Vortrag im Bremer Schütting bewertete Professor Michael Staack von der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg diese Signale positiv: „Die Annäherung ist gut. Dennoch muss man sehr vorsichtig sein. Die Annäherung ist besser als das Schreiduell zwischen Nordkorea und den USA im vergangenen Sommer, wo die Sorge nicht unberechtigt war, dass es außer Kontrolle gerät.“ Deshalb sei es gut, dass Nord- und Südkorea wieder miteinander sprechen. „Das haben sie in den vergangenen zwei Jahren schließlich nicht gemacht“, sagt der Professor.

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vom 05.02.2018

Cyberabwehr erfordert internationale Zusammenarbeit

Bremervörde: Gesellschaft für Sicherheitspolitik veranstaltet ersten Vortragsabend des Jahres – Thema: Gefahren aus dem Netz

Der Referent, Generalleutnant a.D. Kurt Herrmann (Mitte), mit Werner Hinrichs (links) und Axel Loos von der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, Sektion Bremervörde. – Foto: bz

BREMERVÖRDE. Generalleutnant a.D. Kurt Herrmann hat kürzlich auf Einladung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik im EWE-Kundencenter in Bremervörde über die „Sicherheitspolitik im
Cyber-Zeitalter“ referiert. Der ehemalige Leiter der militärischen Verbindungsorganisation und Direktor der NATO Communication and Information System Services Agency (NCSA) berichtete aus eigener praktischer Erfahrung über die Gefahren aus dem Netz.

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Bericht der Sektion Elbe-Weser

Eine gesamtstaatliche Herausforderung

GSP-Vortrag über Sicherheitspolitik im Cyber-Zeitalter

Von Axel Loos
Generalleutnant a.D. Kurt Herrmann referiert im EWE-Kundencenter – Foto: GSP Elbe-Weser

Bremervörde. Die Gesellschaft für Sicherheitspolitik startete am 24. Januar 2018 mit einem hochaktuellen Thema in das neue Jahr. Während die Bremervörder Zeitung am selben Tag in einem Artikel über Cyber-Kriminalität berichtete, referierte am Abend Generalleutnant a.D. Kurt Herrmann vor zahlreichen Gästen im EWE-Kundencenter über die „Sicherheitspolitik im Cyber-Zeitalter“. Kurt Herrmann durchlief seine Militärkarriere im Bereich der Sicherheits- und Militärpolitik aber auch in der operativen, also ausführenden Domäne des Cyber- und Informationsraumes (CIR). Daneben war er Leiter der militärischen Verbindungsorganisation und zuletzt Direktor der NATO Communication and Information System Services Agency (NCSA). Somit stand den Zuhörern ein Referent gegenüber, der aus eigener praktischer Erfahrung über die Gefahren aus dem Netz berichten konnte. Von einem Zuhörer gegen Ende der Veranstaltung nach einer bekannten Sicherheitssoftware aus Russland befragt, antwortete Herrmann dann auch mit einem Schmunzeln, seltsamerweise habe sein Telefon in Moskau nie ohne Widerhall funktioniert.

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vom 26.01.2018

Reformfähigkeit des Islams bezweifelt

Referent polarisiert mit Kritik

Von Paul Wilhelm Glöckner

Delmenhorst. Nicht ungeteilte Zustimmung haben am Mittwoch im Haus Adelheide die Ausführungen des Religionswissenschaftlers Dr. Michael Többens über die Grundlagen des Islam,
seine Entstehungsgeschichte und seine vielfachen sich auch bekämpfenden Glaubensrichtungen gefunden. Denn unter den 130 Zuhörern befanden sich mit Dr. Yavuz Özuguz und Vertretern der Mevlana-Moschee Muslime, die die kritische Grundhaltung des Referenten hinsichtlich ihrer Religion nicht hinnehmen wollten.

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Bericht der Sektion Bremen

Jahresabschluss der Bremer Sektion der GSP

Von Rüdiger Krause

An das Vorjahr anknüpfend, hat die Bremer Sektion der GSP auch in 2017 eine Jahresabschlussveranstaltung außerhalb Bremens durchgeführt. Der Besuch der zwanzigköpfigen Gruppe galt dem Deutschen Panzermuseum in Münster, mit einem anschließenden Beisammensein im Kasino Kornett. Dazu hatte sich auch Lars Klingbeil, MdB und Mitglied des Verteidigungsausschusses, angesagt. Leider war Herr Abgeordneter Klingbeil wegen des Parteitages der SPD verhindert. Dennoch haben die Teilnehmer ein gut gefülltes Programm erlebt.

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Bericht der Sektion Oldenburg

„Europa hat bei kluger Nutzung enormes wirtschaftliches Potential“

Chefanalyst der Bremer Landesbank Folker Hellmeyer zu Gast bei der GSP in Oldenburg

Von Ralph Schmuhl
v.li.: Ralph M. Schmuhl (GSP OL), Folker Hellmeyer und Dr. Stefan Gehrold (KAS OL). – Foto: GSP Oldenburg

In der letzten Veranstaltung 2017 begrüßte die Sektion Oldenburg Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt und Chefanalyst der Bremer Landesbank als Referent. Kompetent und meinungsstark, wie man ihn aus den Medien kennt, und nicht immer dem Mainstream entsprechend, brannte er ein rhetorisches Feuerwerk ab und schaffte es, die 140 Besucher in seinen Bann zu ziehen.

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vom 10.12.2017

Deutschland und Frankreich haben gewählt

Was bedeutet dies für die Zukunft Europas?

Von Axel Loos
Dr. Ronja Kempin, Senior Fellow der Forschungsgruppe EU/Europa an der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin, zusammen mit Werner Hinrichs, Oberstleutnant a.D. (li.), Landesvorsitzender der GSP Niedersachsen und Bremen und Axel Loos, stellv. Sektionsleiter GSP Elbe-Weser. – Foto: eb

Bremervörde (eb). Rund zwei Monate nach der Bundestagswahl und ein halbes Jahr nach der Präsidentschaftswahl in Frankreich stellte die Bremervörder Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik die Frage nach der Bedeutung dieser beiden Ereignisse für die Zukunft Europas.

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Bericht des Landesbereichs II

Afrika – der „Chancenkontinent“

3. Bremer Symposium zur Sicherheit widmete sich dem Thema „Afrika – Migration oder Aufbruch?“

Von Aranka Szabó
Panel zum Thema „Afrikapolitik heute und morgen: Was ist zu tun?“ – Foto: Aranka Szabó

Bremen. Afrika ist ein Kontinent der Extreme. Über 1,1 Milliarden Menschen leben auf dem zweitgrößten Kontinent. Über 2.000 Sprachen werden in den 54 Staaten gesprochen. Der „K-Kontinent“ steht für Kriege, Krisen, Korruption und Kriminalität und für autokratische Staaten. 24 der 30 ärmsten Staaten liegen auf diesem Kontinent. Die überwiegende Bevölkerung ist unter 25 Jahre alt. Doch Afrika ist mehr, nämlich aufstrebend. Das zeigte sich auf dem 3. Bremer Symposium zur Sicherheit zum Thema „Afrika – Migration oder Aufbruch?“ veranstaltet am 25. November von der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) in Kooperation mit verschiedenen Partnern, unter anderem der Konrad- Adenauer-Stiftung (KAS). Julia Weigelt, Fachjournalistin für Sicherheitspolitik moderierte die Veranstaltung, an der 150 Gäste teilnahmen.

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Lesen Sie auch den Bericht des Politischen Bildungsforums der Konrad-Adenauer-Stiftung …
Bericht der Sektion Elbe-Weser

“Heraus aus der Stagnation“

Vortrag über Europa nach den Wahlen in Deutschland und Frankreich

Von Axel Loos
Frau Dr. Ronja Kempin eingerahmt von Sektionsleiter Werner Hinrichs (li.) und seinem Stellvertreter Axel Loos (re.) – Foto: GSP

Bremervörde. Rund zwei Monate nach der Bundestagswahl und ein halbes Jahr nach der Präsidentschaftswahl in Frankreich stellte die Bremervörder Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik die Frage nach der Bedeutung dieser beiden Ereignisse für die Zukunft Europas. Um eine Antwort darauf zu finden hatte die GSP zu einem Vortrag von Frau Dr. Ronja Kempin, Senior Fellow der Forschungsgruppe EU/Europa an der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin, in das hiesige EWE-Kundenzentrum eingeladen. Die Anwesenheit von fast 60 Teilnehmern zeigte das große Interesse in der Ostestadt an diesem Thema. Frau Dr. Kempin wusste in einer Rede ohne mediale Unterstützung zu überzeugen und erwies sich als profunde Kennerin militärischer und sicherheitspolitischer Felder.

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Bericht der Sektion Delmenhorst

China – eine fragile Großmacht

Erkenntnisreicher Vortrag über das Reich der Mitte

Von Rolf Dieter Wienand
Symbol des neuen Aufstiegs Chinas: Die Skyline von Shanghai. – Foto: J. Patrick Fischer, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Es ist offensichtlich, dass der Weg Chinas nur in eine Richtung verläuft: zur Supermacht mit globalen Ansprüchen und Möglichkeiten. Und doch steht im Thema das Wort „fragil“.

Diesen scheinbaren Widerspruch aufzulösen war Anliegen des im Delmenhorster Kreisblatt als „Tagestipp“ angekündigten Vortrages von Prof Dr. Sven Bernhard Gareis, ausgewiesener Chinaexperte, der am 22.11.17 auf Einladung der Sektion, wie immer in Kooperation mit dem Standortältesten der Bundeswehr und dem Reservistenverband, 71 Zuhörer mit seinen detailreichen und aus eigenem Erleben bebilderten Aussagen fesselte und einige Fakten in Erinnerung rief. So ist die kommunistische Volksrepublik China mit ihren rund 1,4 Milliarden Einwohnern (rund 17-mal mehr als Deutschland und mit genauso vielen kommunistischen Kadern wie Deutschland Einwohner hat) die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde, vor Japan, ist Nuklear- und Weltraummacht, hat einen Ständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat mit Vetorecht und verfügt über die welthöchsten Devisenreserven in Höhe von 3,3 Billionen US-Dollar. Die „Volksbefreiungsarmee“ umfasst 2,3 Millionen Soldaten.

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Bericht der Sektion Celle

Traditioneller Dämmerschoppen der RK Lachtetal

Vorstellung des Schützenpanzers „Puma“

Von Heiko Wolff
Hauptfeldwebel Christian Templin, Ausbildungszentrum Munster, beim Vortrag über das System Schützenpanzer „Puma“ vor Gästen der Reservistenkameradschaft Lachtetal und der GSP, Sektion Celle, im Olen Drallen Hoff in Lachendorf. – Foto: Heiko Wolff

Der diesjährige Dämmerschoppen der Reservistenkameradschaft (RK) Lachtetal im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. (VdRBw e.V.) stand ganz im Zeichen militärischer Hochtechnologie: Anknüpfend an eine Werksbesichtigung bei der Firma Rheinmetall in Unterlüß, durchgeführt von der Celler Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. unter der Leitung von Kapitänleutnant d. R. Heiko Wolff, erhielten die Teilnehmer von Hauptfeldwebel Christian Templin vom Ausbildungszentrum Munster einen Erfahrungsbericht aus der Praxis am Beispiel des Schützenpanzers „Puma“.

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Bericht der Sektion Delmenhorst

Im malischen Treibsand – deutsches Engagement in der Wüste

Vortrag über die MINUSMA-Mission in Mali

Von Rolf Dieter Wienand

Eingeleitet mit einem knapp 15minütigen Beitrag des ARD-Fernsehens, der Sektion freundlicherweise gegen Entgelt zur Nutzung überlassen, über deutsche Soldaten im MINUSMA-Einsatz in Mali, referierte Frau Dr. Julia Egleder, Redakteurin der sicherheitspolitischen Zeitschrift LOYAL, am 09.11.17 zu diesem Thema vor der Sektion und deren Gästen, eingeladen von der Sektion und dem Standortältesten Delmenhorst, wie immer unterstützt vom Reservistenverband. Kurzfristig stand der ansonsten genutzte Saal nicht zur Verfügung – das Ausweichquartier lag etwas außerhalb. Dennoch kamen 51 Zuhörer, die einen bebilderten und detailreichen Vortrag hörten, vertieft durch persönliches Erleben der Referentin, und in der abschließenden engagierten, durchaus kontroversen, Fragerunde weiteres Wissen sammelten.

Das im Westen Afrikas und zum großen Teil in der Sahara gelegene Mali ist dreimal so groß wie Deutschland, hat etwa 15 Millionen Einwohner, von denen rund 300.000 nomadische Tuareg sind, die auch in den Nachbarstaaten Algerien und Niger leben. Der nördliche, größere Teil des Landes ist Wüste, der südliche mit der Hauptstadt Bamako wird vom Niger durchflossen, der auch für gewaltige Überschwemmungen sorgt, die die Ernte in den wenigen urbaren Teilen des Landes vernichten können. Mali gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und hat keinen direkten Zugang zum Meer.

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Bericht der Sektion Delmenhorst

Flüchtlingskatastrophe: Zerreißprobe für den Libanon

Auf 5 Mio. Einwohner kommen 1,5 Mio. Flüchtlinge

Von Rolf Dieter Wienand
Flüchtlingslager im Bekaa-Tal – Quelle: DFID – UK Department for International Development, Lizenz: CC-BY 2.0

Im Delmenhorster Kreisblatt als Tagestipp angekündigt und von 60 Teilnehmern gehört, war der Libanon Thema des Vortrags von Oberst a.D. Kleffel, der seine sehr aktuellen Informationen, auch als Augenzeuge, unter die Frage „1,5 Mio. Flüchtlinge bei 5 Mio. Einwohnern – wie geht das?“ stellte. Eingeladen hatte die Delmenhorster Sektion der GSP, wie immer in Zusammenarbeit mit dem Standortältesten und unterstützt durch den örtlichen Reservistenverband.

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Bericht der Sektion Oldenburg

Schiiten, Sunniten, Alaviten

Vortag über den Islam und die Konfliktparteien im Nahen Osten

Von Martin-G. Ahnesorg
Das aktuelle Thema stieß auf großes Publikumsinteresse – Foto: Ahnesorg

Welche Grundlagen und Wurzeln hat der Islam? Wie wird diese Religion von den verschiedenen Konfliktparteien im Nahen und Mittleren Osten gebraucht oder sogar missbraucht? Die Oldenburger Sektion hatte eingeladen und mehr als 70 Teilnehmer – darunter auch ein Oberstufenkurs Politik des ansässigen Gymnasiums – nahmen das Angebot zum Thema an.

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Bericht der Sektion Celle

GSP und ehemalige Heeresflieger schauen bei den Marinefliegern über den Zaun

Von Hans-Heinrich Heidmann und Heiko Wolff
Besuchergruppe vor einer Breguet Atlantic vor dem Tor zum Flugplatz Nordholz – Foto: Gert Schulz

Der Marinefliegerstandort Nordholz und das Nordseeheilbad Cuxhaven standen kürzlich auf dem Programm eines Tagesausflugs der Celler Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. und der Gemeinschaft der Heeresflieger Celle-Faßberg e.V.

Bei typisch herbstlichem „Schmuddelwetter“ fuhren die Teilnehmer mit dem Bus zum Marinefliegerstützpunkt Nordholz. Dort sind seit 2012 mit dem Marinefliegerkommando und den beiden unterstellten Marinefliegergeschwadern, MFG 3 „Graf Zeppelin“ und MFG 5 sämtliche Marineflieger stationiert.

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vom 28.09.2017

Noch abhängig von den USA

Europa: Vortrag bei der Gesellschaft für Sicherheitspolitik

WILHELMSHAVEN/HL – Europa ist von einer Friedensordnung abhängig, die sie selbst nicht garantieren kann. Ohne die Hilfe Amerikas kann Europa einen größeren Konflikt nicht erfolgreich bestehen. Das sagte Fregattenkapitän a. D. Jürgen Voßberg bei seinem Vortrag vor der Sektion Wilhelmshaven/Friesland der Gesellschaft für Sicherheitspolitik.

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vom 25.09.2017

Spannende Einblicke in Geschichte und Gegenwart des Lufttransports

Lange nicht mehr im Dienst: eine Noratlas. ——————– Ebenfalls ausgemustert: eine Transall C 160. – Fotos: Werner Hinrichs

Vor kurzem hat die Sektion Elbe-Weser der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) aus Bremervörde mit der Unterstützung des Jugendoffiziers der Bundeswehr aus Bremen, Hauptmann Frank Blobel, eine
Exkursion zum Lufttransportgeschwader (LTG) 62 der Bundeswehr und der „Ju-52-Halle“ in Wunstorf unternommen.

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Bericht der Sektion Oldenburg

Ausbildung mit den Peschmerga

Von Gerhard Ahnesorg
Oberst i.G. Gunther Wiedekind im Oldenburger Kulturzentrum – Foto: Ahnesorg

Lebendig trug Oberst i.G. Gunther Wiedekind Ende August bei der abendlichen Veranstaltung der GSP Sektion Oldenburg über die Ausbildung der Peschmerga vor.

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Bericht der Sektion Elbe – Weser

Zu Gast beim Lufttransportgeschwader 62
und der JU 52 – Halle in Wunstorf

Von Werner Hinrichs
Besuchergruppe vor dem Lufttransportflugzeug Airbus A 400 M – Foto: Werner Hinrichs

Am 12. September 2017 führte die Sektion Elbe – Weser der Gesellschaft für Sicherheitspolitik aus Bremervörde mit der Unterstützung des Jugendoffiziers der Bundeswehr aus Bremen, Herrn Hauptmann Frank Blobel, ihre diesjährige Exkursion zum LTG 62 der Bundeswehr und der „JU 52 – Halle“ nach Wunstorf durch. 40 erwartungsfrohe Mitglieder und Gäste hatten sich zur Abfahrt am frühen Morgen auf dem Marktplatz in Bremervörde eingefunden. Nach einer zweieinhalbstündigen Busfahrt erreichte die Gruppe am frühen Vormittag den modernsten Militärflugplatz Europas in Wunstorf mit zukünftig 40 Airbus A400M. Hier wurden wir von Herrn Martin Buschhorn vom Presse- und Informationsstab des Geschwaders begrüßt und durch ein Kurzbriefing in den Auftrag und Aufgaben des Verbandes eingewiesen. Für die Besuchergruppe war es dabei von hohem Interesse zu erfahren, dass der Verband in der Zwischenzeit bereits 12 Flugzeuge im logistischen und taktischen Lufttransport einsetzt und gleichzeitig die Aus- und Weiterbildung von weiteren Flugbesatzungen und Bodenpersonal für die Zuführung weiterer Maschinen vorbereitet. Am Standort, wo fast annähernd 2500 Soldaten und Zivilbeschäftigte arbeiten, wurden in den vergangenen Jahren und werden bis 2022 für Infrastrukturmaßnahmen über 450 Millionen verbaut.

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vom 13.09.2017

Alle gegen China

Im Südchinesischen Meer wächst die Angst vor der Großmacht – Asien-Expertin Sarah Kirchberger hält ein Bündnis mit Russland für denkbar

Von Helge Hommers
Dr. Sarah Kirchberger trägt bei der GSP Bremen vor. – Foto: Kai Fianke

Bremen. Mit der Eskalation der Nordkorea-Krise rückt ein Konflikt in den Hintergrund, der sich für Sarah Kirchberger zu einem „echten Spannungsfall“ entwickeln könnte: die Territorialfrage um die Inselgruppen im Südchinesischen Meer. Dort war es nach dem jüngsten Vorkommnis – ein US-Zerstörer fuhr im Juli nahe an einem von China beanspruchten Riff vorbei – zu einem verbalen Machtkampf zwischen China und den USA gekommen.

Über dieses Thema hielt Kirchberger, Leiterin der Abteilung Strategische Entwicklung in Asien-Pazifik an der Universität Kiel, auf Einladung der Bremer Gesellschaft für Sicherheitspolitik am Montagabend einen Vortrag im Schütting.

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Bericht der Sektion Delmenhorst

GSP-Vortrag über das türkische Referendum vom 16.04.2017

Wer trägt die Folgen?

Von Rolf Dieter Wienand

Erinnern Sie sich noch daran, dass Gerhard Schröder den türkischen Premier Erdogan am Tag der Deutschen Einheit 2004 zum „Europäer des Jahres“ ausrief und dazu eine „Quadriga“-Skulptur überreichte? Und dass im „Pariser Frieden“ von 1856 die europäischen Völker das Osmanische Reich und damit die heutige Türkei als zu Europa gehörend festschrieben?

Diese Aufhänger nutzte Dr. Ralf Bambach, eingeladen vom Standortältesten Delmenhorst und der Sektion Delmenhorst in der GSP, wie immer unterstützt vom Verband der Reservisten, sich dem sehr aktuellen Thema „Das türkische Referendum vom 16.04.2017 und die Folgen für Deutschland, die EU und NATO“ zu widmen. Das Thema war mehrmals in der Presse vorangekündigt und nochmal als Tagestipp vom Delmenhorster Kreisblatt herausgestellt worden.

102 Zuhörer füllten den Saal in der „Oase“ Haus Adelheide, darunter etliche türkischstämmige Mitbürger, die sich an der abschließenden Diskussion rege beteiligten und mithalfen, dem Referenten schließlich mit kräftigem Beifall zu danken.

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Bericht der Sektion Bremen

Das Deutsche Heer: Aufgaben, Lösungen und Grenzen

Von Dr. Jessica von Felbert und Rüdiger Krause
Freuten sich über eine gelungene Veranstaltung: vl. Generalleutnant a.D. Rainer Korff, stellv. Sektionsleiterin Dr. Jessica von Felbert, Sektionsleiter Rüdiger Krause. – Foto: GSP Bremen

„Die Welt ist aus den Fugen geraten“, mit diesem Gedanken des Bundespräsidenten Steinmeier zur Ukraine-Krise begann Generalleutnant a.D. Korff seine Ausführungen vor der Bremer Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik und den Angehörigen des Traditionsverbandes Steuben-Kaserne aus Achim. „….Man sei überrascht gewesen…“, so Korff, von der Unberechenbarkeit und Rücksichtlosigkeit internationaler Politik, in den USA, in der Türkei, im vorderen Orient, auf der arabischen Halbinsel und vom BREXIT, vor allem aber von dem sich in unserer unmittelbaren Nähe aufbauenden Bedrohungsszenario an den NATO-Ostgrenzen. Gleiches gelte für die Vehemenz des internationalen Terrorismus. Darauf sei man weder politisch noch gesellschaftlich und folglich schon gar nicht militärisch vorbereitet gewesen, bewertete der ehemalige Stellvertreter des Inspekteurs des Heeres die aktuelle sicherheitspolitische Entwicklung.

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Bericht der Sektion Hannover

Europas Zukunft in unruhigen Zeiten

Generalleutnant a.D. Kersten Lahl, Vizepräsident der GSP und ehem. Präsident der BAKS sprach in Hannover

Von Axel Loos
GSP-Vizepräsident Kersten Lahl ließ keine Frage unbeantwortet. – Foto: GSP

Die Sektion Hannover der Gesellschaft für Sicherheitspolitik konnte mit einem ihrer Vizepräsidenten, General a.D. Kersten Lahl, einen ausgewiesenen Experten für militär-politische Fragen, für einen öffentlichen Vortrag gewinnen, zu dem ungefähr 70 Personen erschienen waren. Wie lässt sich die Sicherheitslage Europas definieren, und welche Szenarien sind für die Zukunft denkbar? Nach dem Ende des kalten Krieges und einer kurzen Phase, die geprägt war von der Hoffnung auf eine Überwindung gewaltsamer Auseinandersetzung sieht sich Europa mit mehr Krisengebieten konfrontiert als je zuvor. Lahl reduzierte die damit verbundene Komplexität, indem er drei wesentliche Fragen aufwarf: Was kann Militär leisten, worin besteht seine Kernfunktion und mit welchen Mitteln soll es ausgestattet sein?

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Bericht der Sektion Elbe-Weser

Gesellschaft für Sicherheitspolitik zu Besuch
beim Fallschirmjägerregiment 31

Von Axel Loos
Erinnerungsfoto: Die Reisegruppe aus Bremervörde beim Fallschirmjägerregiment 31 – Foto: GSP

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Lesen Sie auch den Bericht der Bremervörder Zeitung vom 29.06.2017 …

Bericht der Sektion Delmenhorst

Die strategische Abhängigkeit von den USA bleibt!

Vortrag über europäische Sicherheitspolitik nach BREXIT und Trump

Von Rolf Dieter Wienand

Delmenhorst. Aktueller konnte der Anlass nicht sein: die Bundeskanzlerin stellt fest, die Europäer müssten nun wirklich ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen, und vor der Sektion Delmenhorst in der GSP und ihren Gästen wird am 31.05.17 zum Thema „Die Gemeinsame Europäische Außen- und Sicherheitspolitik nach BREXIT und Trump“, als Tagestipp im Delmenhorster Kreisblatt angekündigt, vorgetragen. Frau Aylin Matlé, M.A. der Politischen Wissenschaften, Doktorandin und Lehrbeauftragte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, stellte vor 68 Vortragsgästen gleich zu Beginn klar, dass der Merkel-Ausspruch die Abhängigkeit der Europäer und der Europäischen Union vom atomaren Schirm der USA jetzt und in Zukunft nicht beseitigen könne, trotz der Nuklearmächte Frankreich und England. Sie erteilte auch allen Vorstellungen eine Abfuhr, die Europäische Union oder sogar Deutschland sollten nun Nuklearmacht werden.

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