Aktuelles aus dem Landesbereich

Bericht der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler

Maastricht und die Folgen

Politische Bildungsfahrt in die Euregio Maas-Rhein

Von Klaus Kretzschmar
Die Reisegruppe aus Bad Neuenahr-Ahrweiler in Maastricht – Foto: Josef Schmidhofer

Bad Neuenahr. Unter dem Thema „Von der Wirtschaftsgemeinschaft zur Politischen Union-“ führten die Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) Bad Neuenahr-Ahrweiler und die Kameradschaft Ehemaliger, Reservisten und Hinterbliebener (KERH) im Deutschen Bundeswehrverband des Kreises Ahrweiler in diesem Jahr ihren gemeinsamen Tagesausflug durch. Ziele waren dabei die Stadt Maastricht und die Europastadt EURODE.

Die politische Bildungsfahrt erfolgte unter Federführung der Konrad-Adenauer-Stiftung, die mit Oberstleutnant a. D. Trinkaus auch den Moderator stellte.

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Bericht der Sektion Fulda

Das zweite „Wunder an der Weichsel“

Ein militärhistorischer Abend mit erstaunlich vielen neuen Erkenntnissen

Von Franz Trost
Detaillierte Schilderung aller Operationen durch den Militärhistoriker Dr. Frieser – Foto: Gisbert Hluchnik

Trotz des schönen sommerlichen Wetters hatten sich erneut viele Mitglieder und Gäste der Fuldaer Sektion der „Gesellschaft für Sicherheitspolitik“ zum insgesamt sechsten Mal im Wintergarten des Hotel „Jägerhaus“ in Fulda-Bronnzell zu einem Vortrag des renommierten Militärhistorikers und Oberst a.D., Dr. Karl-Heinz Frieser, eingefunden, um sich über die Panzerschlacht vor Warschau, Anfang August 1944, zu informieren, in deren Verlauf wie ein „Blitz aus heiterem Himmel“ die Rote Armee unmittelbar vor Warschau durch eine deutsche Gegenoffensive gestoppt wurde.

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Bericht der Sektion Saar

„Entwicklungspolitik hat eine signifikante Aufwertung erfahren“

Vortrag über den Beitrag von Hilfsorganisationen zur Stabilisierung zerfallender Staaten

Von Klaus Zeisig

Kurzfristig einspringend für seine verhinderte Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe, berichtete Michael Kühn, Senior Policy Advisor dieser Organisation aus erster Hand zur Problematik fragiler Staaten.

Neben Kriegen, Bürgerkriegen, Terroraktivitäten und Despotismus sind Unterdrückung, schreiende Ungerechtigkeit, kein Zugang zu Ressourcen und unzureichende Ernährungsmöglichkeiten in zerfallenden Staaten die häufigsten Ursachen von Flucht- und Migrationsbewegungen. Europa und insbesondere im zunehmenden Maße Deutschland haben in den letzten Jahren diese Folgen chaotischer Zustände in anderen Regionen der Welt zu spüren bekommen.

Die Folgen für unterentwickelte Regionen zu mindern und den Menschen vor Ort eine Perspektive zu geben war und ist die Zielsetzung nationaler und internationaler Entwicklungszusammenarbeit. Während insbesondere zu Beginn in den 50er, 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts die in Afrika neu entstandenen Staaten, akzeptiert von den Geberländern, auf ihrer Souveränität und Selbstbestimmung bei der Verwendung der Hilfsmittel bestanden – was ohne Nachhaltigkeitseffekt zu horrender Vergeudung riesiger Summen führte (z.B. ließ Kaiser Bokassa I. mit Millionen französischer Entwicklungsmittel seine Hochzeitskutsche vergolden!) – pochen die Geberländer mittlerweile auf Mitbestimmung bei den Förderobjekten.

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Bericht der Sektion Fulda

Kritischer Rückblick auf Marx und Kommunismus

Dr. Gerd Koenen sprach im Bonifatiushaus zum Thema „200 Jahre Karl Marx“

Von Dr. Marco Bonacker, Bonifatiushaus
Sektionsleiter Michael Trost (re.) und Dr. Marco Bonacker, Bildungsreferent des Bonifatiushauses danken dem Referenten Dr. Gerd Koenen. – Foto: Gisbert Hluchnik

Karl Marx wäre dieses Jahr 200 Jahre alt geworden. Der gebürtige Trierer hat mit seinen Schriften und seiner Gesellschafts- und Wirtschaftstheorie die Welt verändert und auch heute noch berufen sich politische Systeme auf Marx. Grund genug sich kritisch mit Marx und dem Kommunismus auseinanderzusetzen.

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Bericht der Sektion Saar

Fesseln der Vergangenheit

Vortrag über Russland und das Erbe der Sowjetunion

Von Klaus Zeisig
Putin volksnah im Wahlkampf zur 4. Amtszeit – Foto: pixabay – CC0

Zum Thema „Russland und das Erbe der Sowjetunion“ referierte der langjährige Chefredakteur der Zeitschrift „Osteuropa“, Dr. Manfred Sapper aus Berlin, der schon aus dieser Funktion heraus auf besondere Kenntnisse über Russland zurückblicken kann.

Am 07. Mai trat Wladimir Putin seine vierte, zwischenzeitlich nach Änderung der Verfassung auf 6 Jahre bis 2024 begrenzte, Amtszeit als Präsident Russlands an, und vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Russland sind Zweifel zumindest erlaubt, ob dies seine letzte sein wird. Und gerade hat Putin diese Zweifel genährt, indem er andeutete, dass Medwedew 2024 sein Nachfolger werden könnte. Damit deutet sich das gleiche „Spiel“ wie schon 2008 an, als für Putin nach zwei Amtszeiten als Präsident eine dritte nach der Verfassung nicht möglich war. Putin ist jetzt 65 Jahre alt und erfreut sich offensichtlich einer guten und robusten Gesundheit!

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Bericht der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler

Zivile Verteidigung und Zivilschutz im 21. Jahrhundert

Vortrag der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP)

Von Klaus Kretzschmar

Bad Neuenahr. „Zivile Verteidigung und Zivilschutz im 21. Jahrhundert. Historie-Weiterentwicklung-Ziele-Umsetzung“ waren das Thema eines Vortrages der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler der GSP im Monat April. Als Referentin trat Frau Angela Clemens-Mitschke, Referatsleiterin im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe(BBK) in Bonn auf. Sie beschäftigt sich mit diesem, in weiten Teilen der Bevölkerung wenig bekannten, Themenkreis seit vielen Jahren.

Begonnen hat ihr Einstieg dabei in der den älteren Mitbürgern sicher noch bekannten Katastrophenschutzschule des Bundes oberhalb von Ahrweiler (heute Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz; AKNZ). Danach erlebte sie hautnah die verschiedenen Umstrukturierungen ihres Aufgabengebietes und ist heute Leiterin der Projektgruppe „Zivile Verteidigung neu“. Die Zuhörer merkten schnell, dass das Thema für Clemens-Mitschke eine „Herzensangelegenheit“ ist, das ihre berufliche Entwicklung über einen langen Zeitraum geprägt hat.

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vom 28.04.2018

„Die Integration in Deutschland ist gescheitert“

Islamkritiker Hamed Abdel-Samad und Mouhanad Khorchide sprachen im Bonifatiushaus

Von unserem Redaktionsmitglied
MANFRED SCHERMER
Beste Freunde: Auch wenn sich Hamed Abdel-Samad (links) einige Kritik von Mouhanad Khorchide anhören musste – unterm Strich vertreten sie doch weitgehend dieselbe Meinung. – Fotos: Marzena Seidel

NEUENBERG Fast alle in Deutschland reden seit 2015 von Integration. Einige wenige haben den Faden schon weitergesponnen und halten sie für gescheitert. So der Buchautor Hamed Abdel-Samad, der erneut für großen Andrang im Bonifatiushaus sorgte.

Wer angesichts der gleichlautenden Titel von Buch und Vortragsabend – „Integration. Ein Protokoll des Scheiterns“ – anfangs Zweifel hatte, ob Abdel-Samad nicht etwas zu schwarzmalt, der konnte die Anzeichen des Scheiterns schon angesichts der Umstände der Veranstaltung erkennen: ein Referent, den islamische Geistliche gerne ermordet sähen, der deshalb keinen festen Wohnsitz hat und unter ständigem Polizeischutz steht; ferner: Anstehen vor dem Eingang, Ausweiskontrolle, Personenschützer ständig links und rechts auf der Bühne. Wann wäre so ein Sicherheitsaufwand in früheren Jahrzehnten notwendig gewesen bei einem harmlosen Akademieabend in der Provinz – noch dazu im altehrwürdigen Bonifatiushaus?

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vom 24.04.2018

Die große Politik in der Kurstadt zum Thema gemacht

Gesellschaft für Sicherheitspolitik schaute über die Grenze zu Emmanuel Macron

Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach
Politikwissenschaftler Prof. Dr. Joachim Schild (r.) wusste viele bisher kaum bekannte Einzelheiten über unseren französischen Partner im Westen zu berichten. Ohne Deutschland und Frankreich gemeinsam gebe es kein starkes Europa. Rechts Sektionsleiter Josef Schmidhofer. – Foto: Jochen Tarrach

Bad Neuenahr Der Französische Staatspräsident Emmanuel Macron war Thema eines spannenden Gesprächsabends, den die Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) im Hotel Krupp am Dienstag durchgeführt hat. Nachdem die Veranstaltung der GSP innerhalb der Woche der Freiheiter mit ihrem Thema, wie man die junge Generation für Sicherheitspolitik interessieren kann, ein voller Erfolg war, wandte sich Sektionsleiter Josef Schmidhofer hoffnungsvoll thematisch nun Macron zu und stellte die Frage, ob der junge Präsident wirklich als Partner Deutschlands Hoffnungsträger für Frankreich und Europa sein kann. Aber auch durch die öffentlichkeitswirksame Diskussion innerhalb der Freiheiter-Woche war es an diesem Abend wieder nicht gelungen, junge Menschen für das brisante sicherheitspolitische Thema zu interessieren. Der Saal im Hotel Krupp war wie gewohnt bis auf den letzten Platz besetzt, aber niemand der Anwesenden dürfte sehr weit unter 60 Jahre gewesen sein.

Als sachkundiger Experte war Professor Dr. Joachim Schild, Politikwissenschaftler und Lehrstuhlinhaber für vergleichende Regierungslehre mit Schwerpunkt auf Politik der Europäischen Union und der V. Französischen Republik an der Universität Trier, nach Bad Neuenahr gekommen. Er zog ein Jahr nach dem Amtsantritt des jungen, ehrgeizigen Präsidenten Emmanuel Macron eine erste Bilanz der innenpolitischen Reformen und der europapolitischen Initiativen. In den vergangenen Monaten äußerst aktiv, lässt Macron nach Ansicht des Referenten politisch in Europa und darüber hinaus keine Langeweile aufkommen. Er habe als privilegierter Partner von Deutschland zum Marsch auf Europa geblasen.

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Bericht der Sektion Fritzlar – Schwalm-Eder

Der Erste Weltkrieg und seine Folgen für das Zusammenleben
der Menschen und Völker in Mittel- und Osteuropa

Sicherheitspolitische Folgerungen für Deutschland heute

Von Wilfried von Bredow
v.l. Sektionsleiter Reinhold Hocke, Referent Professor Dr. Dr. h.c. Wilfried von Bredow, Beisitzer Hans-Joachim Feih – Foto: Reinhold Hocke

Vor 100 Jahren wurde nach dem Ende des Großen Kriegs oder Ersten Weltkriegs versucht, aus den Trümmern der internationalen Ordnung eine „neue Weltordnung“ zu entwerfen und aufzubauen. Dazu gehörte, dass Europa, so drückt es der Historiker Gerhard Besier aus, „mehr oder weniger zwangsdemokratisiert“1 wurde. Der internationale Frieden sollte mithilfe des Völkerbundes gesichert werden. Beides, stellte sich bald heraus, misslang. Die nächsten beiden Jahrzehnte, die sogenannte Zwischenkriegszeit, wurde für die meisten Menschen in Europa alles andere als eine Friedensperiode, ganz zu schweigen von einer Erholungszeit für die Menschen und Völker. Stattdessen gab es im Überfluss wirtschaftliche Sorgen, politische Unruhen sowie ethnische Konflikte und andere Gewaltausbrüche bis hin zu Bürgerkriegen.

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Bericht der Sektion Kassel

Der Nachbar Niederlande im Fokus

Von Berthold Theus

Zum Vortragsabend in der documenta-Stadt begrüßte Sektionsleiter Berthold Theus neben dem Referenten aus den Niederlanden, den Kasseler Stadtverordneten Olt d. R. Valentino Lipardi und den Fuldataler Gemeindevertreter Fregattenkapitän d. R. Hans Hermann Trost sowie den ehem. Kommandeur des Kasseler Flugabwehrregiments Oberst a. D. Hans-Werner Patzki.

Der erfahrene niederländische Stabsoffizier LtCol Jürgen Muntenaar erläuterte im Zuge des Abends einige Facetten seines Heimatlandes. Derzeit ist LtCol Muntenaar nach bereits einigen Auslandsverwendungen u.a. zuletzt in Italien und Heidelberg, sowie Einsätzen im Libanon, Bosnien und Afghanistan, als Verbindungsstabsoffizer im Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr eingesetzt.
Zunächst stellte Muntenaar „Land und Leute“ vor. Dabei schritt er den Zeitstrahl ab der Unabhängigkeit im 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart ab.

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Bericht der Sektion Fulda

GSP Sektion Fulda auf spannender Zwei-Tage-Fahrt in die Eifel

Informationsbesuche beim Taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ und beim Dokumentationszentrum Vogelsang

Von Michael Trost
Vor der technischen Einweisung am Eurofighter – Foto: OStFw Hohlbein/TaktLwG 31 „Boelcke“

Mit 48 Teilnehmern, darunter Gäste der GSP-Sektion Bad Kissingen und Wetzlar, startete die Sektion Fulda Mitte März zu einer hochinteressanten 2-tägigen Fahrt in die Eifel.

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Bericht der Sektion Fulda

„Russische Bevölkerung will politische Stabilität“

Vortrag über die Innen- und Außenpolitik Russlands nach der Präsidentenwahl

Von Franz Trost
Russlandexperte Dr. Christian Wipperfürth zu Gaste bei der Sektion Fulda – Foto: Gisbert Hluchnik

Bei einer sehr gut besuchten Veranstaltung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, Sektion Fulda, sprach im Hotel Jägerhaus in Bronnzell der Berliner Publizist Dr. Christian Wipperfürth über die „Aussichten russischer Innen- und Außenpolitik nach den Präsidentschaftswahlen“.

Referent wandte sich zunächst den inneren Verhältnissen Russlands zu, indem er an die für die russische Bevölkerung traumatischen 1990er Jahre anknüpfte. In dieser Zeit verlor der überwiegende Teil der russischen Bevölkerung durch die Währungsreform von 1993 und die extrem hohe Inflation seine gesamten Ersparnisse. Gleichzeitig mussten sie erleben, dass eine kleine Minderheit extrem reich wurde und ihr Vermögen ins westliche Ausland schaffte. Das Bruttoinlandsprodukt und die Bruttoanlageinvestitionen sanken ab 1989 bis 1998 auf einen historischen Tiefstand. Die Mühsal dieser Jahre blieb für die Menschen nicht ohne Folgen. So sank die Lebenserwartung der Bürger in weniger als 10 Jahren von 65 Jahren bis 1994 auf unter 58 Jahre.

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Bericht der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler

Sicherheitspolitik im Wandel der Generationen

Zum Interesse der Jugend an neuen Themen und Formen des Dialoges

Von Klaus Kretzschmar
v.l. Wolfgang Grambs, Florian Felderhoff, Kersten Lahl, Thomas Roos, Leoni Demand, Ulrike Merten, Horst Gies, Caja Thimm, Josef Schmidhofer, Detlef Koch. – Foto: GSP

Bad Neuenahr. Im Rahmen der 3. Ahrweiler Freiheitswochen hatte die Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) zu einer Podiumsdiskussion in den Rathaussaal der Stadt eingeladen. Der Abend stand unter dem Thema: „Sicherheitspolitik im Wandel der Generationen. Zum Interesse der Jugend an neuen Themen und Formen des Dialoges“.

Sicherheitspolitik steht derzeit auf Grund der weltweiten Ereignisse bei vielen Bürgern im Fokus. Aber trifft das auch auf die junge Generation zu? Das war die spannende Frage, die an diesem Abend diskutiert werden sollte. Die renommierte Bonner Medienwissenschaftlerin, Prof. Dr. Caja Thimm eröffnete die Veranstaltung mit einem interessanten Exkurs in die Medienwelt der letzten zehn Jahre. Sie stellte dabei fünf Thesen in den Mittelpunkt: (1) Die Trennung zwischen analog und digital wird zusehends obsolet; (2) Datifizierung-Daten als neue Währung; (3)Information: Wahrheit? Lüge? Algorithmus; (4)Umgang mit digitaler Öffentlichkeit und Privatheit; (5)Werte unter Druck, Hass und Hetze im Netz. Als Schlussfolgerung aus ihrem Vortrag formulierte sie: Das politische Ziel muss sein Erziehung zur „Digitalen Kompetenz“.

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Bericht der Sektion Saar

Von PESCO zur Verteidigungsunion?

Vortrag über Selbstverständnis und künftige Rolle der EU

Von Klaus Zeisig

Nach der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA wurde den politischen Führern Europas sehr schnell klar, dass die über Jahrzehnte enge und selbstverständlich gewordene Partnerschaft zwischen Europa und den USA keineswegs mehr so selbstverständlich und verlässlich sein würde. Anfängliche Hoffnungen auf ein „Einhegen“ dieses sprunghaften und wohl auch beratungsresistenten Mannes an der Spitze der mächtigsten Militärmacht der Welt wurden (zumindest bisher) enttäuscht.

Verschärfend kommt für die Europäische Union noch hinzu, dass mit dem beschlossenen „Brexit“ Großbritanniens eine wesentliche, auch nuklearfähige Komponente europäischer Verteidigungsfähigkeit seine eigenen, wenn auch noch nicht bekannten Wege gehen wird und zumindest nicht automatisch mit eingeplant werden kann.

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Bericht der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler

Generation Putin

Vortrag vermittelte interessante Einblicke in das Alltagsleben der jungen Generation Russlands

Von Klaus Kretzschmar
Brigadegeneral a.D. Winfried Vogel (li.) mit Sektionsleiter Josef Schmidhofer – Foto: Brigitte Schmidhofer

Bad Neuenahr. „Generation Putin – Wie eine junge Generation sich aufmacht ihr Land zu verändern“, war das Thema eines Vortrages der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler der Gesellschaft für Sicherheitspolitik im Hotel „Krupp“. Als kompetenter Referent konnte diesmal Brigadegeneral a.D. Winfried Vogel gewonnen werden, der seit 1999 als Leiter der Ausstellung „Weiße Rose“ in mehr als 35 russischen Städten aufgetreten ist und dabei in einer Vielzahl von Vorträgen und Diskussionen mit Schülern und Studenten persönliche Eindrücke von den Wünschen und Lebenszielen der jungen Generation in Russland mitgebracht hat. Vogel wurde an diesem Abend begleitet von Herrn Sergey Födorow, der im Generalkonsulat der Russischen Föderation als Konsul tätig ist.

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Bericht der Sektion Fritzlar – Schwalm-Eder

Militärische Krisenbeherrschung in einer Welt

in Unordnung – Chancen und Grenzen

Von Reinhold Hocke

Die Welt ist in Unordnung. An Krisen besteht kein Mangel. Im Mittleren Osten herrscht Chaos, im Fernen Osten wird unverhohlen mit nuklearen Waffen gedroht, im Osten Europas irritiert Russland mit rigiden Verhaltensmustern, beiderseits des Atlantiks driften wir auseinander, und in der EU lässt sich eine tiefe Sinnkrise nicht mehr leugnen. Über diese Kernthemen referierte Generalleutnant a. D. Kersten Lahl auf Einladung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik im Schwalm-Eder-Kreis.

Lahl, von 2008 bis 2011 Präsident der Bundesakademie für Sicherheit. Darüber hinaus ging er ein auf übergreifende Herausforderungen wie unkontrollierte Migration oder Angriffe im Cyberraum oder ein neuer globaler Rüstungswettlauf kommen hinzu. Angesichts dieser unerfreulichen Beobachtungen herrsche weitgehend Ratlosigkeit.

Lahl, gleichzeitig Vizepräsident der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. (GSP), stellte fest, dass sich keiner der Konflikte mit militärischen Mitteln allein lösen lasse. Immer bedürfe es eines sorgsam austarierten Ansatzes mehrerer ziviler und militärischer Instrumente. Vernetzte Sicherheitspolitik verlange sinnvolle Synergien, ohne sich zu verzetteln. Diese Erkenntnis werfe die beiden Fragen auf, ob „wir erstens genug in unsere militärische Sicherheitsvorsorge investieren, und ob wir zweitens unsere knappen Mittel intelligent genug einsetzen. Kurz: Bilden wir die richtigen Schwerpunkte?“

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vom 01.03.2018

„Nordkorea – ein merkwürdiges Land“

Hans Schneider hielt Vortrag im Burgwaldkasino

FRANKENBERG. Von einem Land der Gegensätze, das sich dem Betrachter nicht auf den ersten Blick erschließt, berichtete Hans Schneider im Frankenberger Burgwaldkasino. Die Gesellschaft für Sicherheitspolitik – Sektion Waldeck-Frankenberg (GSP) hatte zu dem Vortrag „Nordkorea – unterwegs in einem merkwürdigen Land“ eingeladen.

2014 hatte Schneider das Land bereist. Der vollbesetzte Saal machte deutlich, dass das Interesse an Erfahrungsberichten aus dem Land hoch ist.

Seine beruflichen Aufenthalte in Südkorea weckten seinen Ehrgeiz den nördlichen Nachbarn zu besuchen, berichtete Schneider. Doch könne man nur auf Einladung des Staates einreisen. Zwei Jahre vergingen, bis sein Antrag zu dieser Einladung führte. Über China flog er, als Angehöriger einer Delegation, nach Pjöngjang. Zwei Führer und ein Aufpasser
begleiteten die Gruppe. „War ein Delegationsmitglied ein Spitzel? Ich habe es nicht herausbekommen“, sagte Schneider.

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Bericht der Sektion Saar

Der Nahe Osten vor dem Abgrund?

GSP-Vortrag über aktuelle Lage und mögliche Lösungsansätze

Von Klaus Zeisig

In einer gut besuchten Vortragsveranstaltung der GSP-Sektion Saar, bei der dem interessierten Publikum nach dem Vortrag des 1966 in Damaskus geborenen, in Deutschland aufgewachsenen und hier wirkenden Politik- und Islamwissenschaftler Dr. Kinan Jäger lebhaft genutzte Gelegenheit zur Aussprache und Fragenstellung geboten wurde, versuchte der Referent die verworrene Lage in dieser Region den Zuhörern transparenter und verständlicher zu machen.

Nachdem die von den USA angeführte „Koalition der Willigen“ von März bis Mai 2003 den Irak besiegt und das Saddam-Regime beseitigt hatte, konnte die westliche Allianz in der nachfolgenden Besatzungszeit bis zum Abzug ihrer Truppen2011 keine stabile und die zerstrittenen Parteien des Irak einende Regierung etablieren. Mit dem 2011 einsetzenden, vom Westen so genannten „Arabischen Frühling“, schwappte schnell eine Welle des Aufbegehrens gegen die etablierten Herrschaftsstrukturen durch die Staaten Nordafrikas bis hin zum Nahen Osten. Das Verlangen nach mehr Bürgerrechten und -freiheiten wurde in Syrien sehr früh mit brutaler Gewalt niedergeknüppelt. Aus den ursprünglich friedlichen Demonstrationen entwickelten sich sehr schnell gewaltsame Proteste und schließlich ein Bürgerkrieg mit nicht mehr überschaubaren Parteien und Allianzen. Aus dem Bürgerkrieg wurde ein Krieg.

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Bericht der Sektion Fulda

„Deutschland braucht eine nationale Sicherheitsstrategie!“

Sicherheitspolitisches Update bei der GSP in Fulda

Von Franz A. Trost
Dr. Patrick Keller forderte, Bevölkerung Deutschlands offensiv über strategische Interessen und Ziele aufzuklären – Foto: Gisbert Hluchnik

Vor einer wiederum stattlichen Anzahl politisch interessierter Bürger konnte Michael Trost, Leiter der Fuldaer Sektion der „Gesellschaft für Sicherheitspolitik“, den Koordinator für Außen- und Sicherheitspolitik der Konrad-Adenauer-Stiftung,
Dr. Patrick Keller, im Hotel-Gasthof Jägerhaus in Bronnzell begrüßen.

Die veränderte Sicherheitslage seit den Vorgängen in der Ukraine, den Unruhen und Kampfhandlungen in Nord- und Zentralafrika sowie Nahost und dem Zustrom hunderttausender Zuwanderer nach Europa, sei eine Herausforderung für die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik, stellte der Referent am Beginn seiner Ausführungen zu dem Thema „Sicherheitspolitische Aufgaben der nächsten Bundesregierung“ fest.

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vom 26.01.2017

Trump: Trotz allem auf dem Weg zur Wiederwahl?

Analyse: Politikwissenschaftler zog eine faszinierende Bilanz zur aktuellen US-Präsidentschaft, die vielleicht erfolgreicher ist als vermutet

Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach
Mit Dr. Thomas Jäger, Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Professor an der Universität Köln, hatte die GSP einen ebenso kompetenten wie lebhaften Redner zu Gast. – Foto: Jochen Tarrach

Bad Neuenahr. Kein Tag ohne neue Nachrichten über Donald Trump. Der amerikanische Präsident bestimmt seit einem Jahr in großem Maße das Nachrichtenaufkommen in der Weltpresse, ob Fake News oder nicht. Und genau diese Mediendominanz hat die Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) gemeinsam mit Prof. Dr. Thomas Jäger von der Uni Köln im Hotel Krupp in Bad Neuenahr zum Thema eines spannenden Vortrages mit anschließender Diskussion gemacht. Fast überfüllt von Zuhörern, darunter auch etliche junge Leute, war der Saal angesichts des Mottos „Ein Jahr Trump – eine erste Bilanz und was wir noch zu erwarten haben“.

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vom 01.02.2018

Veränderungen greifen zu langsam

Wehrbeauftragter hielt Vortrag in Frankenberg

Diskutierten über die Zukunft der Bundeswehr: (von links) Sektionsleiter Meik Kotthoff und Dr. Hans-Peter Bartels, Wehrbeauftragter des Bundestages. – Foto: Weider/nh

FRANKENBERG. Die Trendwende der Bundeswehr bei Personal, Material, Finanzen und in den Köpfen der Menschen muss schneller gehen. Das war die zentrale These von Hans-Peter Barthels. Der Wehrbeauftragte des Bundestages referierte beim ersten Vortrag der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) in diesem Jahr vor vollbesetzten
Saal im Burgwaldkasino. Wie ein roter Faden zog sich durch den Vortrag seine Forderung, dass Veränderungen schneller gehen müssen.

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vom 20.01.2018

Mehr Besucher und mehr Mitglieder

Fuldaer Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik legt positive Bilanz vor

Freuten sich über den großen Zuspruch im vergangenen Jahr (von links): der neue stellvertretende Pressereferent Franz Trost, Sektionsleiter Michael Trost, Schriftführer Ingolf Mann und Stellvertreter Gisbert Hluchnik. Foto: GSP

FULDA.
Die Fuldaer Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) hat eine positive Jahresbilanz gezogen. Die Besucherzahlen konnten 2017 im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich gesteigert werden, stellte Sektionsleiter Michael Trost beim Mitgliedertreffen im Bronnzeller Hotel „Jägerhaus“ erfreut heraus. Zudem konnte die GSP weitere Mitglieder gewinnen.

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Bericht der Sektion Fulda

GSP diskutiert transatlantische Beziehungen unter Präsident Trump

Von Franz Trost
Prof. Dr. Johannes Varwick spricht über die transatlantischen Beziehungen unter Präsident Trump – Foto: Gisbert Hluchnik

Die Wahl Trumps zum 45. US-Präsidenten hat zu großer Besorgnis bei nahezu der gesamten transatlantischen Expertenriege geführt. Der Abgesang auf die Vereinigten Staaten von Amerika als die führende Gestaltungsmacht in den internationalen Beziehungen ist zwar so alt wie die prägende Rolle der USA selbst. Während jedoch früher dieser Befund regelmäßig von jenen vorgebracht wurde, die den USA mangelnde Gestaltungsfähigkeit bescheinigten, liefert mit der Wahl von Trump die politische Führung des Landes selbst die Argumente für einen abnehmenden Gestaltungswillen in zentralen Fragen der internationalen Politik.

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Bericht der Sektion Frankfurt/M.-Gießen-Marburg

„Wir müssen Demokratie selbst vorleben“

60 Jahre Gesellschaft für Sicherheitspolitik Sektion Gießen

Von Walter-Hubert Schmidt
(von rechts) Dr. Iris Pilling, Generalmajor a.D. Servatius Maeßen, Brigadegeneral Richard Bulheller und Gattin, Frau Hess, Oberstleutnant d.R. H.-Peter Hess – Foto: Walter-Hubert Schmidt

Gießen (wh). Die Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP), Sektion Gießen, wird 60 Jahre alt. Der Sektionsleiter, Oberstleutnant d.R. H.-Peter Hess, lädt aus diesem Anlass zu einem Vortragsabend mit Diskussion ein.

Der Vizepräsident der Gesellschaft, Generalmajor a.D. Servatius Maeßen, erinnerte an Ereignisse der letzen 60 Jahre. Die GSP wurde im Jahre 1952 als Gesellschaft für Wehrkunde in München gegründet. Seit 1957 besteht die Sektion in Gießen – anlass das 60-jährige Bestehen mit einem Vortragsabend in der „Alten Gießerei“ von Heyligenstaedt zu feiern. Maeßen meinte, 60 Jahre sei ein Alter, in dem man Rückschau halten könne. Er setzte große politische Ereignisse zum Vergleich mit der Gießener Sektion. Die Bundesrepublik habe sich für die Aufstellung von Streitkräften entschieden und der Volksaufstand der Ungarn sei im Herbst 1956 blutig niedergeschlagen worden. So seien im Jahre 1957, der Gründung der Sektion Gießen, die ersten Wehrpflichtigen in die Kasernen eingezogen, das Saarland zu der Bundesrepublik beigetreten und die Gleichberechtigung von Mann und Frau gesetzlich verankert worden. Maeßen erinnerte, dass die CDU/CSU die Bundestagswahl mit 50,2 Prozent gewonnen habe. Auch der Untergang des Segelschulschiffes „Pamir“ habe sich in diesem Jahr ereignet. Die Gründung des Soldatenhilfswerkes sei in diesem Jahre gewesen, nachdem elf Soldaten den Tod in der Iller gefunden hatten. Viele weitere Ereignisse habe die Sektion begleitet, beleuchtet, kommentiert und diskutiert. Darunter der Mauerbau in Berlin, Kuba-Krise, Prager-Frühling, den Harmel-Bericht mit dem folgenden Strategiewechsel der NATO. Weiterhin zählte Maeßen weiter auf: von der Schaffung der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, über den NATO-Doppelbeschluss, die Wiedervereinigung, die Auslandseinsätze der Bundeswehr, die Terrorbekämpfung, den Arabischen Frühling bis hin zur Aussetzung der Wehrpflicht.

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vom 25.11.2017

Pokerspiel um Macht und Einfluss

GSP sieht kaum Lösungsmöglichkeiten für den Nahen Osten

Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach
Mit Dr. Kinan Jaeger (r.) hatte GSP-Sektionsleiter Josef Schmidhofer (l.) einen kompetenten Referenten engagiert. Allerdings konnte auch dieser keine schnelle Lösung für das Nahostproblem aufzeigen. – Foto: Jochen Tarrach

Bad Neuenahr „Steht der Nahe Osten vor dem Abgrund? Versuch einer Analyse und Aufzeigen von Lösungsansätzen.“ Das war die Frage, mit der sich die Mitglieder und Gäste der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) bei ihrem jüngsten Treffen im Hotel Krupp in Bad Neuenahr beschäftigten. Wieder waren es mehr als 50 Bürger, die sich von den spannenden Vortrags- und Diskussionsangeboten der GSP angesprochen fühlten. Um es gleich vorweg zu sagen: Der Versuch einer Analyse und das Aufzeigen von Lösungsansätzen misslang gründlich. Und das, obwohl auf Einladung von Sektionsleiter Josef Schmidhofer mit Dr. Kinan Jäger von der Uni Bonn, der selbst in Damaskus geboren ist und drei syrische Halbbrüder hat, ein profilierter Experte zur Diskussion zur Verfügung stand. Es genügte schon eine einzige bildliche Darstellung der verschiedenen Interessenlagen, die im Nahen Osten aufeinander treffen, um dort kaum jemals eine Friedenschance am Horizont schimmern zu sehen. Syrische Regierung, syrische Rebellen, Terrormiliz IS, kurdische Miliz, von der Türkei unterstützte Rebellen, Interessen des Irak und Saudi Arabiens, Israel, Palästinenser, Sunniten, Schiiten und natürlich die Interessen der Großmächte Russland und USA. All diese Gruppen stehen hier auf engstem Raum in Syrien und dem Irak weitgehend in Stellvertreterkriegen gegeneinander. „Alles nur ein Poker um Macht und Einfluss“ so Kinan Jäger. Das alles ist kaum zu entwirren und so machte sich selbst nach dem spannenden Vortrag des Referenten Ratlosigkeit breit und Lösungsansätze wurden keine erkannt. Die Europäische Union (EU) schaut bisher weitgehend untätig zu, obwohl dort spätestens seit der Flüchtlingskrise bekannt ist, dass nur großzügige wirtschaftliche Hilfe, so etwas wie ein Marschall-Plan für den Nahen Osten, auf längere Sicht Frieden bringen kann. Das bedeute: Entwicklungshilfe aufstocken und Arbeitsplätze schaffen. Europa müsse aufpassen, dass es nicht der Dumme sei, denn Russland und die USA handelten über die Köpfe der Europäer hinweg. Neu ins Spiel mit globalem Denken kämen auch immer mehr die Chinesen als wartender Riese im Hintergrund. Und die Interessen der drei Staaten ließen sich mit einem kurzen Wort beschreiben: Öl. Der Schlüssel für einen Frieden auf lange Sicht liege in der Wirtschaft: So etwas wie Demokratie funktioniere nur dort, wo Stabilität herrsche und die Menschen satt sein. Der Referent bezeichnete den Krieg im Nahen Osten als den kompliziertesten Konflikt den wir derzeit auf der Welt kennen. Für uns in Europa käme als Problem noch die Flüchtlingswelle aus Afrika hinzu. Niemand, bis hin nach Bad Neuenahr-Ahrweiler, könne sagen, dass ihn das alles nichts angehe. Europa und besonders Deutschland bedeute für die Menschen Reichtum, der Nahe Osten und Afrika totale Armut. Und das, obwohl doch die reichsten Menschen der Welt in dieser Zone der Welt sitzen auch ebenfalls Muslime sind. Doch da reiche die Solidarität nicht sehr weit. So war es also Ratlosigkeit, welche die Zuhörer an diesem Abend auch nach anschließender Diskussion mit auf den Heimweg nahmen. „Es sieht schlecht aus“, resümierte Dr. Kinan Jaeger.

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Bericht der Sektion Fulda

Kurden: Zwischen allen Fronten

Bundesvorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland e.V. sprach bei der GSP in Fulda

Von Michael Trost
Engagierter Vortrag von Ali Ertan Toprak – Foto: Gisbert Hluchnik

Auf Einladung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, Sektion Fulda, sprach Ali Ertan Toprak vor 65 interessierten Zuhörern einer öffentlichen Veranstaltung im Hotel „Jägerhaus“ in Fulda-Bronnzell über die Unabhängigkeit der Kurden und ihre aktuelle Situation in Kurdistan und Deutschland.

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Bericht der Sektion Saar

Demokratie auf dem Rückzug

Vortrag über autoritär-populistische Parteien und Staaten

Von Klaus Zeisig

Seit der (zumindest vorübergehenden) Auflösung des Ost-West-Gegensatzes und der Beendigung des Kalten Krieges scheinen die alten zwischenstaatlichen, aber auch vielfach innerstaatlichen Ordnungen aus den Fugen geraten zu sein. Insbesondere in den letzten 10 Jahren hat es eine Vielzahl von Krisen gegeben, deren Verlauf und die Tatsache, dass sie zum Teil immer noch nicht nachhaltig überwunden sind, bei einer zunehmenden Anzahl von Bürgern insbesondere in den „westlichen“ Demokratien Zweifel an der Funktionsfähigkeit des politischen Systems und der staatlichen Ordnung haben aufkommen lassen. Ein zwangsläufig fruchtbares Terrain für Heilsprediger einfacher Lösungen und Volksverdummer.

Mit diesen Umständen befasste sich der Politikwissenschaftler und emeritierte Lehrstuhlinhaber für Internationale Politik an der Hochschule des Bundes für Öffentliche Verwaltung, Professor Dr. Gunther Schmid aus München in seinem Vortrag vor der Gesellschaft für Sicherheitspolitik und der Staatsbürgerlichen Gesellschaft in Saarlouis.

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vom 15. November 2017

Aus der Sicht des Sanitätsdienstes

Auslandseinsätze der Bundeswehr aus der Sicht des Sanitätsdienstes

Von Wolfgang Schuster
vl.: Oberstabsfeldwebel a.D. Lothar Becker, Kameradschaft ehemaliger Soldaten, Oberst a.D. Jürgen Damm, Oberst Edgar Chatupa, Oberleutnant der Reserve Lipardi, Christoph Endter, Hochschulgruppe Sicherheitspolitik, Kassel, Stabsfeldwebel Peter Kreußel, Kameradschaft Ehemaliger Soldaten.

Oberst Edgar Chatupa vom Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung in Weißenfels informierte im Rahmen einer kürzlich stattgefundenen Veranstaltung der Kameradschaft ehemaliger Soldaten im Bundeswehrverband Bad Arolsen und der Gesellschaft für Sicherheitspolitik Wolfhagen / Hofgeismar über die Sanitätsdienstliche Unterstützung der Bundeswehr – Auslandeinsätze.

In seinem Vortrag berichtete der Oberst über den Sanitätsdienst bei aktuellen Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Er machte deutlich, dass bei allen Einsätzen von Heer, Luftwaffe, Marine sanitätsdienstmäßig der aktuell beste deutsche Versorgungsstandard sichergestellt wird. Am Beispiel des Einsatzes der Bundeswehr in Mali verdeutlichte er, wie die deutschen Soldaten unter extremen klimatischen Verhältnissen ihre schwierigen Aufgaben in feindlicher Umgebung erfüllen.

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Bericht der Sektion Waldeck-Frankenberg

Mitgliederversammlung der GSP

Von Manfred Weider
v.l.: Sektionsleiter Meik Kotthoff, Jubilare Annelore Lerch (20 J), Norbert Polzer (20 J), Manfred Weider (30 J), Peter Gottmann (20 J), Bärbel Stübner (20 J), Mahmoud Mohtadi (30 J), Friedhelm Pfuhl (20 J). Es fehlen: Peter Uffelmann (30 J), Karlheinz Heinrichs (20 J), Sabine Debus (15J), Dieter Eidmann (15 J), Wolf Hoppe (15 J) – Foto: Weider

FRANKENBERG. Sektionsleiter Meik Kotthoff begrüßte zur diesjährigen Mitgliederversammlung (MGV) der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V., Sektion Waldeck-Frankenberg (GSP) am Donnerstag, 26. Oktober 29 Mitglieder im Burgwald-Kasino.

Er eröffnete mit seinem Bericht des Sektionsleiters die Tagesordnung. Seit der letzten MGV hat die GSP 18 Veranstaltungen durchgeführt: 12 Vorträge, einen Firmenbesuch, eine Tagesfahrt und eine mehrtägige Studienreise nach Prag. Die leicht angestiegenen Besucherzahlen bestätigten, dass die Auswahl der Themen und Referenten der Aktualität entsprachen.

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Bericht der Sektion Saar

Frankreich, die Achse Bonn-Paris und das andere Europa

Aktuelle Podiumsdiskussion im Saarbrücker Schloss

Von Klaus Zeisig

Der Festsaal des Saarbrücker Schlosses war praktisch bis zum letzten Platz gefüllt, als die Teilnehmer der in Kooperation zwischen der Konrad-Adenauer-Stiftung Saarland und der GSP-Saar durchgeführten Podiumsdiskussion unter der Moderation der Radio- und Fernsehjournalistin Lisa Huth vom Saarländischen Rundfunk auf dem Podium Platz nahmen.
Mit seiner Wahl zum Präsidenten hat Emmanuel Macron die über Jahrzehnte gewohnte Parteienlandschaft Frankreichs durcheinander gewirbelt. Neben der Lage in unserem Nachbarland sollten die Folgen für Frankreich selbst und für Europa im Rahmen dieser Podiumsdiskussion beleuchtet werden. Dazu hatten die Veranstalter mit dem französischen Assemblée National – Mitglied Dr. Christoph Arend, dem saarländischen Finanz- und Europaminister Stephan Toscani und dem Leiter des Pariser Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. Nino Galetti, sachkompetente Diskussionsteilnehmer gewinnen können.

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Bericht der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler

Deutschland „cyberverteidigungsfähig“ machen

Vortrag über Anstrengungen der Bundeswehr zur Cyber-Abwehr

Von Klaus Kretzschmar
Oberst i. G. Jürgen Schick (links), Oberst a. D. Josef Schmidhofer (rechts) – Foto: Brigitte Schmidhofer

Bad Neuenahr. Angriff aus dem Internet „World Wide War“ Die Bundeswehr rüstet für den Cyberkrieg war das Thema eines Vortrages von Oberst i. G. Jürgen Schick im „Hotel Krupp“ vor Mitgliedern der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler der Gesellschaft für Sicherheitspolitik(GSP). Interessanterweise waren der Einladung auch eine Reihe von Gästen gefolgt, darunter einige Jugendliche, die sonst nicht unbedingt diese Vortragsabende besuchen.

Der Referent ist im jüngsten Organisationsbereich der Bundeswehr „Cyber-und Informationsraum“ (CIR) tätig und machte in seinen Ausführungen deutlich, welch große Bedeutung ein angemessener Schutz vor weltweiten Cyber-Angriffen für das Funktionieren einer zuverlässigen Landesverteidigung besitzt. Cyber durchdringt alle Bereiche des Lebens. Durch eine immer stärkere Vernetzung der Kommunikationssysteme, kann sich kein Bereich solchen Bedrohungen entziehen. Was hilft, ist nur ein effektives, ständig zu modernisierendes und auf allen Ebenen anzuwendendes Schutzsystem.

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Bericht der Sektion Fulda

Exkursion in die Westpfalz und nach Lothringen

Informative sicherheitspolitische Jahresfahrt 2017

Von Michael Trost

Die Reisegruppe vor der C 130 J Super Hercules auf der Ramstein Air Base – Foto: Gisbert Hluchnik

Auch bei dieser sorgfältig organisierten Exkursion war das Interesse bei Mitgliedern und Gästen der Sektion Fulda sehr groß und demzufolge der Reisebus mit den von der US Air Force maximal erlaubten 41 Teilnehmern voll ausgebucht.

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vom 26.09.2017

Brexit, Trump und AfD, die Reihe setzt sich fort

Politische Auswirkungen allein des Brexit werden in Europa groß sein

Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach
Auf wenig Verständnis stieß innerhalb der GSP-Veranstaltung die Haltung des britischen Außenministers Boris Johnsohn (Bildmitte). Am 16. Februar 2017 war Johnson Übernachtungsgast in Bad Neuenahr. – Foto: Jochen Tarrach

Bad Neuenahr. Trump Präsident in den USA, Großbritanniens Exit aus der Europäischen Union (EU), die AfD im Deutschen Bundestag. Alles Befürchtungen, die vor den jeweiligen Wahlen kaum jemand glauben wollte. Trotzdem sind sie wahr geworden und die Weltgemeinschaft hat nun mit den Auswirkungen zu kämpfen. Ursache dafür ist nach Ansicht von Politikwissenschaftler Dustin Dehéz in allen drei Ländern das Wahlverhalten einer von der Demokratie weitgehend abgehängten Wählerschaft, die ohne Hilfe des Staates nicht selbständig ihren Weg finden konnte und am allgemeinen Erfolg nur geringen Anteil hat. „Alle haben gedacht, dass am Ende die Vernunft siegt, aber es war nicht so“, so Dehéz. Besonders weitreichende Auswirkungen für die Europäische Union und auch für Deutschland hat der Brexit der Briten. „Splendid Isolation?“, wörtlich übersetzt die „wunderbare Isolation“, das bedeutet die Nutzung der geografischen Insellage des Vereinigten Königreichs zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichtes in Europa. Was im 19. und 20. Jahrhundert durchaus seine Berechtigung hatte, ist im 21. Jahrhundert im Zeichen weltweiter Vernetzung eine Utopie geworden.

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Bericht der Sektion Saar

Die US-Außenpolitik unter Präsident Trump

Eine Zwischenbilanz nach acht Monaten im Amt

Von Klaus Zeisig
Präsident Donald J. Trump bei der 72. UN-Vollversammlung – Quelle: Shealah Craighead, Official White House Photo, Gemeinfrei

Nach nunmehr 8 Monaten im Amt sind die Grundzüge der Außenpolitik des US-Präsidenten Trump immer noch nicht klar und durchgängig erkennbar. Viele seiner im Wahlkampf angekündigten Ziele hat er bisher entweder noch gar nicht angepackt oder konnte sie (noch) nicht realisieren. Dieser Eindruck des Wirrwarrs wird noch verstärkt durch Trumps scheinbar unbezähmbaren Drang, sich ständig im Internet zu allem Möglichen zu äußern und apodiktisch seine Meinung als die allein seligmachende zu verkaufen. Der rüde und oftmals auch beleidigende Tonfall seiner getwitterten und auch in offiziellen Reden wie unlängst vor der UNO gemachten Aussagen verwirrt nicht nur die bisherigen Partner der USA, sondern provoziert geradezu ein entsprechend harsche Reaktion der politischen Kontrahenten.

Zeit und Anlass genug, mal die Grundzüge und bestimmenden Merkmale seines Wirkens als Präsident zu durchleuchten. Diesem schwierigen Unterfangen unterzog sich Professor Dr. Thomas Jäger, Politikwissenschaftler am Lehrstuhl für Internationale Politik und Außenpolitik an der Universität zu Köln, in einem Vortrag vor der GSP-Sektion Saar.

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Bericht der Sektion Bad Neuenahr – Ahrweiler

Splendid Isolation?

GSP-Vortrag über die BREXIT- Folgen für Großbritannien

Von Klaus Kretzschmar
Politikwissenschaftler Dustin Dehéz (links), Sektionsleiter Josef Schmidhofer (rechts) – Foto: Brigitte Schmidhofer

Bad Neuenahr. Der BREXIT vor dem Realitäts-Check oder „Splendid Isolation?“ war das Thema eines Vortrages von Politikwissenschaftler Dustin Dehéz vor den Mitgliedern der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler der Gesellschaft für Sicherheitspolitik und interessierten Gästen.

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Bericht der Sektion Rhein-Main

Flugbereitschaft des BMVg

Ein etwas anderes „Luftfahrtunternehmen“

Die Besuchergruppe bei der Flugbereitschaft in Köln-Wahn – Foto: Ulrich Meuter

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