Nachschau – Veranstaltung am 22.11.2018

 
 
 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Die islamische Republik Iran –

eine Nation im Umbruch

 
Referent:

Oberst i. G. Jörg Kunze

George C. Marshall Center, Garmisch-Partenkirchen
 

am Donnerstag, 22. November 2018, 19:30 Uhr

im Hotel „Jägerhaus“, Wintergarten

Bronnzeller Str. 8, 36043 Fulda-Bronnzell

 

Zur Veranstaltung:

der iranische Präsident Hassan Rohani forderte am 6. Februar vor der Presse in Teheran: „Wenn wir nicht auf die jungen Menschen hören, ihre Forderungen nicht ernst nehmen, können wir das Land nicht mehr vernünftig regieren.“ Knapp zwei Wochen später betonte Revolutionsführer Ali Chamenei: „Wir müssen die Rufe des Volkes hören. […] Die Menschen protestieren gegen Korruption, gegen Ungleichbehandlung.“ Im Hinblick auf die häufig geäußerte Kritik von US Präsident Trump am Atomabkommen von 2015 und am iranischen Raketenprogramm erwiderte er jedoch scharf: „Man könne ausländischen Mächten nicht vertrauen, müsse sich auf die eigene Kraft stützen“. Zugleich betonte Chamenei abermals, dass Iran den Bau von Atombomben und Massenvernichtungswaffen als „Haram“ (Sünde) betrachte. Zeitgleich übte Mehdi Karrubi, früherer Parlamentspräsident, der die letzten sieben Jahre in Hausarrest verbracht hat, in einem offenen Brief schwere Kritik am Revolutionsführer Ali Chamenei.

Sind dies alles Zeichen eines Umbruchs innerhalb der Islamischen Republik Iran?

Lassen Sie sich im Rahmen des Vortrags in Hintergründe, Ursachen und Auswirkungen iranischer Außen- und Sicherheitspolitik einführen und bilden Sie sich selber einen Eindruck von den derzeitigen Herausforderungen, vor denen dieses Land steht.

Zum Referenten:

Seit 01. September 2014 ist er Leiter des Seminars Regionale Sicherheit am George C. Marshall European Center for Security Studies in Garmisch-Partenkirchen.

Ausgebildet als Offizier in der integrierten Luftverteidigung hat Oberst Kunze die Generalstabsausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg absolviert und sich danach auf die Analyse ausländischer Sicherheitsdoktrin und Streitkräfte spezialisiert. In dieser Eigenschaft bekleidete er Dienstposten im BND und im BMVg. Des Weiteren nahm er verschiedene Verwendungen im internationalen Kontext wahr, z.B. in einem multinationalen Gefechtsstand in Italien, als Verteidigungsattaché in der Republik Österreich und der Islamischen Republik.

So war Oberst i.G. Jörg Kunze von 2006 bis einschl. 2008 als Verteidigungsattaché an der Deutschen Botschaft in Teheran eingesetzt.

Zusätzlich konnte er am Zentrum für Verifikation der Bundeswehr Erfahrungen im Bereich Rüstungskontrolle und vertrauensbildende Maßnahmen sammeln. Vor seiner Verwendung am Marshall Center war er als Tutor im internationalen Generalstabslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr eingesetzt.

 
Foto: Joerg Kunze – Eigenes Bild
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