Nachschau – Veranstaltung am 25.08.2018

 
 
 
 

Sicherheitspolitisches Seminar

21. Atlantischer Sommer

mit dem Thema

Konflikt und Kooperation?

Die transatlantischen Beziehungen vor den
Zwischenwahlen in den USA

 
Referenten:

Dr. Philipp Adorf

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
 

Dr. Cora Francisca Jungbluth

Project Manager des Megatrend Programms
bei der Bertelsmann Stiftung
 

Hendrik Ohnesorg, M.A.

Geschäftsführender Assistent und Wiss. Mitarbeiter
am Center for Global Studies/Lehrstuhl für Internationale Beziehungen
der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
 
Begrüßung und Einführung:

Dr. David Sirakov

Direktor der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz
 
 

am Samstag, 25. August 2018, 10.00 bis 17.30 Uhr

im Hotel Krupp

Poststraße 4, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

 

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Wenn Politik aus dem Affekt gemacht wird

Gesellschaft für Sicherheitspolitik beschäftigte sich mit den transatlantischen Beziehungen

Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach
Ein Toast auf Dr. David Sirakov, dem Direktor der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz, sowie auf den spannenden „21. Atlantischen Sommer“ der GSP in Bad Neuenahr scheint der amerikanische Präsident Donald Trump hier auszubringen. In der Beurteilung schnitt Trump allerdings nicht so gut ab. – Foto: Jochen Tarrach

Bad Neuenahr. Im November wird in den USA gewählt. Aktuell regiert Präsident Donald Trump mit einer Republikanischen Mehrheit in beiden Häusern des Kongresses. Doch er muss um diese Mehrheit bangen. Gelingt es dem unberechenbaren Präsidenten, seine Mehrheit zu halten? Welche Auswirkungen hätten neue Mehrheitsverhältnisse im Kongress auf die weiteren Entwicklungen? Was ist Trumps Geheimnis, dass seine spontanen, oft nur halbwahren Aussagen immer wieder in der Bevölkerung Anklang finden? Das waren nur einige der zentralen Fragen, die beim sogenannten „21. Atlantischen Sommer“, den die Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) in Verbindung mit der Deutschen Atlantischen Gesellschaft sowie der in Kaiserslautern beheimateten Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz behandelt wurden.

Rund 30 Interessierte versammelten sich am Samstag im Tagungsraum des Hotels Krupp in Bad Neuenahr, um aus dem Mund von Experten dazu sonst unbekannte Hintergründe zu erfahren. Neben Dr. David Sirakov, dem Direktor der Atlantischen Akademie, Dr. Philipp Adorf von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn sowie Hendrik W. Ohnesorge vom ebenfalls in Bonn beheimateten Center for Global Studies standen ausgewiesene Experten dazu zur Verfügung. In den Einzelvorträgen „Machtverschiebung im Kongress? Die USA vor den Zwischenwahlen“, „Die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen“ sowie „Konflikt und Kooperation? Die transatlantischen Sicherheitsbeziehungen“ wurden die besonders wichtigen Fragen behandelt und natürlich jeweils im Anschluss intensiv diskutiert. „Trump redete in seinem Wahlkampf und auch danach die Verhältnisse in den USA herunter, um dann mit seiner Politik schnell Erfolge vermelden zu können.“ So eine der Thesen von Dr. Philipp Adorf. Seine, Trumps, oft aus dem Affekt heraus verbreiteten Thesen kämen in weiten Kreisen der Bevölkerung an, bevor sie ihm widerlegt werden könnten. So sei es spannend, wie die Zwischenwahlen im November 2018 ausgehen würden. Spannend aber auch, wie sich seine Wirtschaftspolitik mit Strafzöllen und seinem ungewöhnlichen Verständnis von freiem Handel auf Dauer auswirken werden. In der Militärpolitik sah Dr. David Sirakov Unabwägbarkeiten, obwohl es hier mit erfahrenen Militärs auch viele besonnene Kräfte gebe. Gemessen an deutschen Verhältnissen und Gepflogenheiten müsse sich doch für die nächsten Präsidentschaftswahlen in den USA bei den Demokraten langsam ein profilierter Gegenkandidat herauskristallisieren, so der Einwand von GSP-Sektionsleiter Josef Schmidhofer. Doch auch Dr. Philipp Adorf konnte hier nur „relative Stille“ ausmachen. Wichtig sei es, wer sich bei den Zwischenwahlen durchsetzen könne, ehe hier irgendwelche Tendenzen zu erkennen sein. So war es ein ebenso spannendes wie informatives Wochenendseminar der GSP, mit dem die große Weltpolitik in Bad Neuenahr auf höchstem Niveau behandelt wurde. Ein bindendes Ergebnis allerdings gab es auch hier nicht, dazu ist die Welt allgemein zu sehr in Aufruhr. Mit den Diskussionsrunden der GSP, zu der alle interessierten Bürger eingeladen sind, geht es am Montag, 24. September 2018 um 19.30 Uhr weiter. Dann geht es um das Thema: „Nordkorea – Wie ein gescheiterter Staat überleben kann.“

Lesen Sie auch den Bericht der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler
 
Grafik: pixabay/geralt, CC0
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