Nachschau – Veranstaltung am 13.11.2018

 
 

 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Das Hubschraubergeschwader 64

Der größte fliegende Verband der Bundeswehr auf dem Weg in die Zukunft

 
Referent:

Oberstleutnant Christian Mayer

Kommodore HSG 64
 

am Dienstag, 13. November 2018, 19:00 Uhr

Triogebäude der Kurt-Georg-Kiesinger-Kaserne

Walpertshoferstr. 13, 88471 Laupheim

 

*****

 
Bericht der Sektion Ulm

Vortrag Kommodore Hubschraubergeschwader 64

vor vollem Haus

Von Wolfgang Goetze
Oberstleutnant Christian Mayer während seines Vortrags – Foto: Goetze

Im Rahmen der jährlichen Vortragsreihe der Gesellschaft für Sicherheitspolitik Sektion Ulm stand im November ein Vortrag des Kommodores des HSG 64 unter Regie des Kooperationspartners DBwV Bezirk Donau-Neckar-Bodensee auf dem Programm. Circa 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Öffentlichkeit, weiterer Kooperationspartner und militärischen Teilnehmern der Dienststellen aus Laupheim, Ulm und Dornstadt waren der Einladung des Bezirksvorsitzenden des DBwV, OStFw a.D. Harald Lott, in die Kurt-Georg-Kiesinger-Kaserne in Laupheim gefolgt. Nach der Begrüßung durch den Sektionsleiter, OTL a.D. Wolfgang Goetze, stellte Lott den Referenten vor und führte zum Thema hin. Der Kommodore des Geschwaders, OTL Christian Mayer, blickt auf nahezu 30 Dienstjahre zurück und war sowohl bis 1998 bei der Heeresfliegertruppe als nun auch über 20 Jahre bei der Luftwaffe in mannigfaltigen fliegerischen Führungsverwendungen und auch Stabsverwendungen bis hin zum Bundesministerium der Verteidigung tätig. Er selbst ist ausgebildet auf den Flugmustern UH-1H, UH-1D und EC 135 und führt den aktuell größten fliegenden Verband der Bundeswehr mit knapp 2.700 Dienstposten seit gut einem Jahr. Er referierte eine gute Stunde lang zum Thema „Das Hubschraubergeschwader 64 – der größte fliegende Verband der Bundeswehr auf dem Weg in die Zukunft“.

Der Vortrag gliederte sich in die drei Themenschwerpunkte „Woher kommen wir – ein Blick in die Geschichte“, „Ablaufpunkt-Sachstand heute“, „Einflussgrößen, Aufgaben, Prognosen und Ideen für das Hubschraubergeschwader 64 auf dem Weg in die Zukunft“. Dabei ging er sehr ausführlich auf die unzähligen strukturellen Veränderungen in der Heeresfliegertruppe – mit Fokus auf den Standort Laupheim – und der Hubschrauberkräfte der Luftwaffe bis hin zur derzeitigen Struktur des Verbandes in der Luftwaffe mit vier Standorten über die ganze Republik verteilt ein.

Zu den vielfältigen Aufgaben gehören aktuell mit dem Hubschraubermuster CH-53 die Sicherstellung des taktisch-operativen Lufttransportes, der Luftbeweglichkeit, subsidiär der Katastrophenschutz, Unterstützung Spezialkräfte, nationales Risiko- und Krisenmanagement zum Schutz der deutschen Staatsangehörigen im Ausland (Retten, Evakuieren und Befreien), qualifizierter Verwundetenlufttransport und Durchführung Fallschirmsprungdienst. Mit dem Hubschrauber H154M LUH SOF gehören aktuell die Vorbereitungen zur Durchführung von Spezialoperationen, Etablierung Weiterentwicklung Spezialkräfte Luft, und Vorbereitungen zur Sicherstellung der Unterstützung im nationalen Risiko- und Krisenmanagement zum Schutz deutscher Staatsangehöriger im Ausland zum Aufgabenportfolio.

OTL a.D. Goetze (SL Ulm), OTL a.D. Lempke (bB), OTL Mayer (Kommodore HSG 64), OStFw a.D. Lott (DBwV), OTL d.R. Walz (PzKam) und Dr. Trelle (DWT) – Foto: Goetze

In die Zukunft blickend, stellte er mit Freude fest, dass der Haushaltsausschuss des Bundestages kürzlich eine Haushaltsfreigabe mittels einer Verpflichtungsermächtigung zur Beschaffung eines neuen schweren Transporthubschraubers gegeben hat. Nun können also die Ausschreibungen anlaufen. Für die Bundeswehr der Zukunft, wie der Kommodore es formulierte wurden die neuen konzeptionellen Grundlagen gelegt. Grundlagendokumente sind das Weißbuch, die Konzeption der Bundeswehr bis hin zum Fähigkeitsprofil der Bundeswehr oder anders gesagt „Wohin? Wie? Womit?“. In Zukunft sind die Aufgaben im internationalen Krisenmanagement und in der Landes- und Bündnisverteidigung gleichrangige Aufgaben. Diese Umsetzung wird mit einer ständigen Fortschreibung in drei Zwischenschritten bis 2021, 2027 und mit Erreichung des Zielzustandes in 2031 erfolgen.

Im Anschluss an den Vortrag erfolgte ein reger Diskussionsaustausch zwischen den Zuhörern und dem Kommodore. Man darf gespannt sein, wohin die Reise geht. Lott bedankte sich im Namen aller Kooperationspartner beim Vortragenden und lud die Gäste noch zum persönlichen Austausch im Wirtschaftsteil des Triogebäudes ein.

 
Nach oben

Zurück