Nachschau - Veranstaltung am 23.01.2018

 
 
 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Der 'circulus vitiosus'

Bewaffnete Konflikte als Ursache und Konsequenz
von Migration am Beispiel Westafrikas

Referent:

Dr. Stefan Gehrold

Leiter des Hermann-Ehlers-Bildungsforum Weser-Ems
der Konrad-Adenauer-Stiftung, Oldenburg
Foto: KAS
 

am Dienstag, 23. Januar 2018, 19:30 Uhr

im Kulturzentrum PFL, Vortragssaal
Peterstr. 6, 26211 Oldenburg

 

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Bericht der Sektion Oldenburg

Krieg, Flucht und Migration - ein Teufelskreis

Hochinformativer GSP-Vortrag zu einem aktuellen Thema

Von Ralph M. Schmuhl
Gut besuchte Veranstaltung mit Referent Dr. Stefan Gehrold von der Konrad-Adenauer-Stiftung - Foto: GSP

Oldenburg. „Der circulus viciosus - bewaffnete Konflikte als Ursache und Konsequenz von Migration am Beispiel Westafrikas“ war kürzlich Thema einer Vortragsveranstaltung der GSP-Sektion Oldenburg in Kooperation mit dem Hermann-Ehlers-Bildungsforum Weser-Ems der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. Der Referent des Abends, Dr. Stefan Gehrold, Leiter des Oldenburger KAS-Forums, lebte mehrere Jahre in Dakar/Senegal, wo er die dortige Niederlassung der Konrad-Adenauer-Stiftung leitete. Er gab in seinem Vortrag Antworten auf die erkenntnisleitende Frage: Warum Afrika? Immer wieder Afrika. Warum ist gerade dort das Blutvergießen so massiv? Warum zählt gerade dort ein Menschenleben so wenig?

Bei intensiver Beschäftigung mit der Materie kristallisiert sich ein Schema heraus und immer wiederkehrende Komponenten, die eben Ursache und auch Konsequenz von bewaffneten Konflikten sind. Und die Menschen reagieren, wie sie reagieren müssen, um ihre Familien zu schützen: sie weichen aus. Sie migrieren. Aber wohin: erst lokal, dann national, dann regional, zuletzt global. Und für Afrika, den am schnellsten wachsenden Kontinent der Welt, ist klar, wohin die Migration geht: Nach Europa. Sind wir vorbereitet? Wie soll Europa reagieren? Unser Referent und andere Wissenschaftler warnten bereits vor 10 Jahren, und warnen auch heute vor dem, was kam und kommen wird. Niemand kann behaupten, es wäre darauf nicht hingewiesen worden.

Besonders intensiv forschte unser Referent zu dem „Casamance-Konflikt“ im Senegal. An diesem Beispiel lässt sich besonders gut exemplifizieren, aus welchem Grund sich Konflikte entwickeln und Konsequenzen Ursachen zeitigen und so eine Spirale abwärts entsteht, die kaum zu durchbrechen ist.

Dank an Dr. Stefan Gehrold vom stellv. Sektionsleiter Ralph M. Schmuhl - Foto: GSP

Dem anschaulich medial unterstützten Vortrag schloss sich eine lange und lebhafte Diskussion an, die sich vor allem um die Frage nach Lösungsansetzen drehte. Von Änderungen in der Entwicklungshilfe bis zu der Frage nach der Sinnhaftigkeit eines Marschall-Planes für Afrika. Eindeutige Handlungslösungen blieben aus, eine gewisse Ratlosigkeit verblieb.

Unabhängig hiervon lautete das Fazit der gut besuchten Veranstaltung: Ein hochinformativer Abend, der neue, über die einschlägige Medienberichterstattung hinausgehende Informationen sowie neue Perspektiven der Lagebeurteilung vermittelte.

Die Veranstaltung erfolgte in Kontext weiter Vorträge zum Themenbereiche Flucht, Migration und Afrika.

Lesen Sie den illustrierten Veranstaltungsbericht in voller Länge

 
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