Sektion Erftkreis / Euskirchen

Nachschau - Seminar vom 26. - 30.10.2014

 

Europa woher, wohin?
Die europäische Großregion
Saar/Lor/Lux

Seminar zu Politik und Zeitgeschichte

in Zusammenarbeit mit der Karl-Arnold-Stiftung
Seminarnummer: 14094
Seminarleiter: Ernst-Ulrich Stricker, Wuppertal

 

Eigenbericht der Sektion

34 Teilnehmer fanden sich am Sonntag, 26. Oktober um 08.00 Uhr in Erftstadt-Lechenich zur Abfahrt nach Luxemburg ein. Vor uns lag eine fünftägige Seminarreise unter der bewährten Leitung von Ernst-Ulrich Stricker, der uns bereits während unserer vorjährigen Reise nach Dresden bestens betreut hatte.

Zunächst ging es nach Aachen, wo die europäische Politik seit Karl dem Großen auf unserem Programm stand. Den Anfang machte unser Stadtführer mit dem Besuch der Domschatzkammer, dem sich eine Stadtführung anschloss. Nach der Mittagspause erlebten wir eine Führung durch den Dom, bei der wir u.a. den Königsthron besichtigen konnten, den hier über 30 Könige zur Krönung bestiegen haben.

Königsthron aus der Zeit Karls des Großen - Foto: Popien

Im Chorpolygon sahen wir den Karlsschrein und das Grab von Kaiser Otto III.

Karlsschrein im Chorpolygon - Foto: Popien

Die Weiterfahrt zu unserem Parc Hotel Alvisse etwas außerhalb von Luxemburg führte uns mit einigen Umleitungen durch die herbstliche Eifel. Nachdem wir unser Hotel erreicht und uns einquartiert hatten, wurden wir vor dem Abendessen von Herrn Stricker in den Verlauf unseres Seminars eingewiesen.

Luxemburg, Palast des Großherzogs - Foto: Popien

Der Montag begann mit einem Besuch beim Europäischen Rechnungshof, wo wir über dessen Aufgaben und Arbeitsweisen informiert wurden. Auf die zahlreichen Fragen aus unseren Reihen bekamen wir umfassende Antworten.

In der Altstadt - Foto: Popien

Der nächste Programmpunkt wurde von einem ehemaligen Mitarbeiter der EU-Kommission gestaltet, der uns im innerstädtischen Maison de l´Europe kurzweilig und humorvoll über Werdegang und Aufgabenerfüllung der EU-Kommission vortrug.

Bockfelsen und Kasematten - Foto: Popien

Die nachmittägliche Stadtrundfahrt führte uns über den Kirchberg an zahlreichen europäischen Einrichtungen vorbei. Es schloss sich eine Führung durch die Altstadt und das Regierungsviertel an.

Verdun: Gräberfeld am Beinhaus - Foto: Popien

Am Dienstag starteten wir früh um 08.00 Uhr zur Fahrt nach Verdun. Unsere örtliche Reiseleiterin führte uns zunächst über die Schlachtfelder des Ersten Weltkrieges. Besuche im Beinhaus und in der Festung Douaumont schlossen sich an. Das neblig kalte Wetter passte sich der gedrückten Stimmung an den Stätten der tragischen Geschehnisse vor 100 Jahren an.

In der Festung Douaumont - Foto: Popien

Nach der Mittagspause in Verdun fuhren wir weiter nach Schengen, wo wir im Centre Europeen über das Schengener Abkommen informiert wurden. Dem theoretischen Teil schloss sich ein abendlicher Rundgang an die historischen Stätten und europäischen Erinnerungsstücke an. Zu diesen gehört auch die Sternenskulptur, an der Besuchergruppen sich nach Art der Liebesschlösser an Flussbrücken mit einem beschrifteten Schloss in Erinnerung bringen können. So hängt hier seit dem 28.10.2014 ein erstes Schloss mit unserem neuen Kürzel GSP.

Centre Europeen in Schengen - Foto: Popien
 
Schengener Abkommen von 1985 - Foto: Popien

Auch am Mittwoch ging es wieder früh los, denn vor uns lag die Fahrt nach Saarbrücken. Hier begann unsere punktuelle Stadtführung mit dem Besuch der von Friedrich Joachim Stengel 1762–1775 erbauten Ludwigskirche. Nach einem Blick auf den benachbarten Sitz der saarländischen Landesregierung fuhren wir weiter zum Schloss. Es wurde ebenfalls von Stengel als Barockbau errichtet. Der postmoderne Mittelteil von Gottfried Böhm ersetzt die Kriegszerstörungen.

Der Schatzmeister der Sektion Hans-Joachim Albrecht befestigt unser GSP-Schloss an der Sternenskulptur - Foto: Popien
 
Ludwigskirche in Saarbrücken - Foto: Popien

Über den Deutsch-Französischen Garten, der 1870/71 Teil des Schlachtfeldes unterhalb der Spicherer Höhen war, fuhren wir auf die Höhen, die auch im Zweiten Weltkrieg als Teil des Westwalls eine Rolle spielten.

Panzerdenkmal M24 Chaffe - Foto: Popien
 
Bunker Wotan auf den Spicherer Höhen - Foto: Popien

Den Nachmittag verbrachten wir in Metz. Während einer Stadtrundfahrt wurde uns die besondere Bedeutung dieser Stadt für die deutsch-französische Geschichte vermittelt. Natürlich durfte auch ein Besuch in der Kathedrale Saint-Étienne mit ihren berühmten Fenstern von Marc Chagall nicht fehlen.

Kathedrale Saint-Ètienne (Stephansdom) in Metz - Foto: Popien

Am Donnerstag starteten wir zu unserer Heimfahrt, aber nicht ohne in Vianden mit dem dortigen Pumpspeicherwerk eine sehr bedeutende Anlage zur Sicherstellung der Stromversorgung im europäischen Verbundnetz aufzusuchen. Nach einem einführenden Film konnten wir im Besucherstollen weitere Informationen aufnehmen und einen Blick in den Maschinenraum und die Steuerzentrale werfen.

Im Besucherstollen des Pumpspeicherwerks Vianden - Foto: Popien

Nach der Mittagspause chauffierte uns unser stets zuverlässiger Busfahrer Achim auf Nebenstraßen durch die herbstlich bunt gefärbte Eifel, bevor er uns über die Autobahn wieder nach Erftstadt brachte.

Start zur Heimfahrt - Foto: Popien

Alle Seminarteilnehmer waren sich einig, wieder eine sehr informative und von der Karl-Arnold-Stiftung bestens organisierte Reise erlebt zu haben, die sicherlich als der Höhepunkt im Jahresprogramm unserer Sektion in Erinnerung bleiben wird.

Burkhard Popien

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