Nachschau - Veranstaltung am 11.11.2014

 
 
 

Vortragsabend

zum Thema

Russland und Europa -
Eine Beziehung in der Krise

Referent:

Andrey Gurkov

Deutsche Welle Bonn
 
Begrüßung

Cornelius Bracht

Konrad-Adenauer-Stiftung, Regionalbüro Westfalen

Dr. Olav Freund

Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V., Sektion Lippstadt
 

am Dienstag, 11. November 2014, 19:30 Uhr

im Hotel Hubertushof
Holzstrasse 8, 59556 Lippstadt-Bad Waldliesborn

 
 
Pressebericht

„Russland ist verrückt“

Experte: Angriff auf Krim war gezielte Aktion. Auch Stimmen pro Putin

Florian Dowe, Andrey Gurkov, Dieter Brand und Dr. Olav Freund (v.l.) sorgten für einen spannenden Vortrag über die Beziehung zwischen Russland und Europa. - Foto: Assmann

BAD WALDLIESBORN - Die Beziehung zwischen Russland und Europa ist verfahren und bislang ist keine Lösung in Sicht. Zu dieser Problematik fand am Dienstag eine Gemeinschaftsveranstaltung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP), der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Reservistenverbandes der Bezirksgruppe Arnsberg im Hubertushof in Bad Waldliesborn statt. Andrey Gurkov, Russland- Experte bei der Deutschen Welle, hielt einen umfangreichen contra-russischen Vortrag über die Ereignisse der vergangenen Jahre in Russland und der Ukraine sowie dessen Konsequenzen für Europa.

Im Herzen zerrissen, wie der gebürtige Russe selbst erzählte, begann er seinen Vortrag mit den Worten: „Mein Land ist verrückt geworden und ich kann ihm nicht helfen.“ Er berichtete von den erschütternden Ereignissen auf der Krim und in der Urkaine. Der Angriff auf die Krim sei eine gezielte Aktion Putins gewesen, um mehr Macht an sich zu reißen. Als Schlussfolgerung hieraus folgte seine zentrale Botschaft des Abends: „Das Problem ist Russland“, denn das Land bewege sich, so Gurkov, durch die gescheiterten Modernisierungsversuche der Wirtschaft, der Gesellschaft und des Lebens in Russland, in einem atemberaubenden Tempo rückwärts.

Andrey Gurkov beim Vortrag in Bad Waldliesborn - Foto: Assmann

Im Bezug auf die Beziehung mit Europa wies der Experte zunächst darauf hin, dass Putin ein Machthaber sei, der sein Gesicht nicht verlieren wolle.

Europa kann nur sanktionieren

Deshalb werde Putin niemals nachgeben. Europa habe in diesem Zuge keine andere Wahl als mit Sanktionen zu reagieren. Denn wer wüsste schon, was Putin als nächstes tun würde, wenn Europa nicht reagiere, so Gurkov. Der Experte erläuterte außerdem, dass er zu der 15- prozentigen Minderheit der Europäischen Russen gehöre, die sich gegen die politischen Handlungen von Putin stellt. Die restlichen 85 Prozent unterstützten das Handeln des russischen Präsidenten, möglicherweise durch Propaganda in den russischen Medien.

Bei der anschließenden Diskussion stießen die Thesen von Andrey Gurkov bei einigen der rund 80 Besucher auf ordentlich Gegenwind. Sie könnten die Meinung des Experten nicht teilen und sahen auch die positiven Seiten des politischen Handelns in Russland. Außerdem würde der Experte selbst Propaganda betreiben. Dr. Olav Freund, Vorsitzender der GSP, stellte zum Abschluss des Abends fest, dass sich jeder seine eigene Meinung über die Situation bilden müsste. - sta

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