Nachschau - Veranstaltung am 20.03.2018

 
 
 
 

Öffentlicher Vortrag und Diskussion

zum Thema

Russland nach der Wahl

 
Referent:

Dr. Aschot Manutscharjan

Historiker und Publizist
 

am Dienstag, 20. März 2018, 19:30 Uhr

Restaurant Hubertushof

Holzstr.8, Lp-Bad Waldliesborn

 

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Die Veranstaltung findet auch statt als

Schülerveranstaltung

 

am Mittwoch, 21. März 2018, 11:30-13:05 Uhr

Gesamtschule Lippstadt

Ulmenstraße 31, 59557 Lippstadt

 

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vom 22.04.2018

Russlands Zukunft nach der Wahl

Austausch über die Zukunft Russlands (v. 1.): lvo Lovric, Bernd Reinberger, Sektion Lippstadt, der Referent Dr. Aschot Manutscharjan und Dieter Brand von der Sektion Lippstadt. - Foto: Maduch

Lippstadt. Wladimir Putin kann nunmehr für sechs weitere Jahre die Geschicke Russlands lenken, nachdem er zum vierten Mal zum Präsidenten gewählt wurde. Für westliche Länder ist Russland derzeit kein verlässlicher Partner, der allerdings benötigt wird, um in Europa und in der Welt dauerhaft stabile Verhältnisse zu schaffen.

Der Westen und Russland bemühen sich seit Jahrhunderten, einander besser zu verstehen, dennoch sind diese Bemühungen nicht immer erfolgreich gewesen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat gemeinsam mit der Gesellschaft für Sicherheitspolitik unmittelbar nach der Wahl einen ausgewiesenen Kenner Russlands, den Experten in Fragen der internationalen Sicherheitspolitik und der Ost-West-Beziehungen, Dr. Aschot Manutscharjan, nach Lippstadt eingeladen, um über neueste Entwicklung und Perspektiven Russlands zu diskutieren.

Im Rahmen zweier gut besuchter Veranstaltungen - in einer für interessierte Bürger, in der anderen für Schüler und Lehrer der Gesamtschule Lippstadt - schilderte Manutscharjan das Bild eines paternalistisch geprägten politischen Systems, über das Putin wie ein moderner Zar regiere.

Laut Dr. Manutscharjan verfolgt Putin konsequent eine Politik der Militarisierung und der Machtpolitik auf Kosten der Modernisierung, der Meinungs- und Medienfreiheit. Russlands aggressive Vorgehensweise gegenüber der Ukraine und die völkerrechtswidrige Annexion der Krim seien ein Zeichen dieser Politik, wobei im Land Ängste vor dem Westen geschürt werden. Ein Reformprozess in Russland sei nicht vorgesehen, vielmehr werde das Militär auf Kosten der medizinischen Versorgung und der Bildung gestärkt.

Dies biete auch keine gute Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung des Landes, zumal die russische Wirtschaft auf Importe angewiesen sei, mit Ausnahme von Öl und Gas. Manutscharjan ist der Meinung, dass Russlands Führung dennoch künftig eine Entspannungspolitik gegenüber dem Westen verfolgen werde, weil das Land langfristig keine Anspannung ertragen könne. Putin selbst werde, so der Referent, in den nächsten Jahren versuchen, die Verhältnisse im Land zu stabilisieren und einen Nachfolger suchen, der sein Erbe in der von ihm gewünschten Richtung verwalten könne.

Lesen Sie auch den Bericht der Konrad-Adenauer-Stiftung
 
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