Nachschau - Veranstaltung am 21.10.2014

 

Vortragsabend

zum Thema

„Bin Laden ist tot – al-Quaida lebt“

Referent:

Rolf Tophoven

Direktor des Instituts für Krisenprävention
 

am Dienstag, 21. Oktober 2014, 19.00 Uhr
im Hotel Hubertushof
Holzstr. 8, 59556 Lippstadt - Bad Walsliesborn

 
 
Pressebericht

„Bedrohliche Entwicklungen“

Al-Qaida-Vortrag lockt viele Interessierte. Terroristen vernetzen sich via Web

Elisabeth Bauer (Konrad-Adenauer-Stiftung), Rolf Tophoven, Dieter Brand und Dr. Olav Freund (v. l.). - Foto: Brode

BAD WALDLIESBORN „Bin Laden ist tot – al-Quaida lebt“. So lautete das aktuelle Thema einer Vortragsveranstaltung der Lippstädter Sektion der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW), die sich ab 1. November unter dem geänderten Namen GSP (Gesellschaft für Sicherheitspolitik) neu definieren will.

Aufgrund der Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer- Stiftung war auch die Leiterin des Dortmunder Regionalbüros Westfalen, Elisabeth Bauer, anwesend, die die zahlreichen Gäste im Hubertushof begrüßte. Der Sektionsleiter der GSP, Dr. Olav Freund, konnte als Referenten Rolf Tophoven, gewinnen. Dieser ist Direktor des Instituts für Krisenprävention in Essen und ein profunder Kenner der Materie, der sich seit mehr als dreißig Jahren mit dem Phänomen der Guerilla und des Terrorismus beschäftigt.

Schwerpunktmäßig behandelte der Referent die Entwicklung des militant islamistischen Terrorismus seit dem Tode Osama bin Ladens bis hin zur Gegenwart und nannte die Machtzentren des Terrors. Er informierte ebenso über die Zusammensetzung der administrativen Strukturen sowie die politische Ideologie mit Programmen und Zielsetzungen der Terrororganisation.

Bin Ladens Botschaft vom „Heiligen Krieg als Pflicht eines jeden guten Muslims“ sei das vorgegebene Credo, das von militanten Islamisten verinnerlicht worden sei, so der Referent während seines Vortrags. Tophoven berichtete auch über die weltweite Vernetzung der neuen al-Quaida in der bereits dritten Generation, wobei das Internet mit seinen Möglichkeiten als Kommunikationsmedium genutzt werde.

Zahlreiche Zuhörer interessierten sich für die Vortragsveranstaltung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik im Hubertushof in Bad Waldliesborn über Terrorismus im Zusammenhang mit dem Islam. - Foto: Brode

Auch Mitglieder aus dem europäischen Umfeld seien dabei. „Sie sind mitten unter uns!“, so der Referent wörtlich. Damit ging er auf die Formen des Dschihadistischen Salafismus mit seinen bedrohlichen Entwicklungen in Deutschland ein, zitierte die „Sauerland- Gruppe“ als Beispiel der Gewaltbefürwortung. Demgegenüber stünde die Aussage des deutschen Verfassungsschutzes. „Der Grundpfeiler der salafistischen Ideologie ist nicht mit der freiheitlich- demokratischen Grundordnung unseres Staates vereinbar“, so der Referent. „Das Problem des Terrorismus ist ein Problem unserer Gesellschaft“, resümierte der Referent, bevor er sich den Fragen der Zuhörer stellte. - LB

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