vom 17.07.2015

Neue Themen für die Zukunft

Die Gesellschaft für Sicherheitspolitik hat einen neuen Namen, einen neuen Vorstand und sucht nach Wegen, mehr Menschen für ihre Arbeit zu interessieren. Ein Stück weit erfindet sie sich dabei neu.

Von Monika Jäger

Minden (mt). Der Begriff „Wehrpolitik“ ist seit vergangenem Herbst aus dem Namen verschwunden, ein 31-jähriges Mitglied sorgt dafür, dass der Altersdurchschnitt um fast zehn Jahre auf etwa 63 gehoben wurde. Und auch im Veranstaltungsangebot richtet sich die Sektion Minden der Gesellschaft für Sicherheitspolitik(GSP) moderner und breiter aus.

„Es geht uns um zeitgemäße Sicherheitsfragen, die nahezu alle Lebensbereiche umfassen“, sagt Sektionsleiter Klaus Suchland, Plastikmüll im Meer, TTIP oder Klimawandel stehen da als Themen auf der Veranstaltungsliste neben „Gesellschaft und Islamismus“ oder „Der Konflikt in der Ukraine - Fortsetzung europaweit?““. Die GSP versteht sich vor allem als Vereinigung mit dem Ziel politischer Erwachsenenbildung und wird in dieser Funktion auch finanziell von der Bundesregierung unterstützt.

Dennoch ist dem Vorstand klar: „Wir brauchen jüngere und aktive Mitglieder“ – und zwar möglichst aus allen Bildungs- und Bevölkerungsschichten. Um das zu erreichen, will die GSP nun noch mehr Veranstaltungen als bisher in Minden anbieten. Üblicherweise wechseln die Orte für Vorträge zwischen Bückeburg und Minden, wobei der Schwerpunkt bisher mehr auf dem Schaumburger Bereich lag. Das wird unter anderem in der „Schaumburger Plattform“ deutlich, die in diesem Jahr zum fünftem

Mal namhafte Referenten zu einem übergeordneten Themenkreis bietet. Am 21. November geht es um „Sicherheit hat viele Gesichter – Klima und Sicherheit“.

Veranstaltungsreihen wie „Blick hinter die Kulissen“, „Nachgefragt“ und „Wein und Politik“ sollen Anknüpfungsorte für Menschen mit ganz unterschiedlichen Bildungsinteressen sein. Vor allem setzt der Vorstand aber auf eine vertiefte Kooperation mit Schulen, mit dem Verband der Reservisten und einer angestrebten Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen in Schaumburg und Minden.

Zufrieden ist Suchland mit der statistischen Auswertung, nach der Minden zur Spitzengruppe unter den rund 100 Sektionen in Deutschland gehört. 2014 gab es 25 Veranstaltungen, zu denen zusammengerechnet 2236 Mitglieder und Gäste kamen, In Minden hat die GSP 344 Mitglieder, davon sind 89 Frauen. Das jüngste Mitglied ist 31 Jahre alt, das älteste 96.

Der Vorstand der Gesellschaft für Sicherheitspolitik: Klaus Wiese, Klaus Suchland, Christian Günther, Klaudia Wilke, Jürgen Hockemeier, Ulrich Wilke (v.l.). - Foto: pr

Ein Ziel hat sich der jetzt neu gewählte Vorstand für die dreijährige Amtszeit vorgenommen: Klaus Suchland, der seit vielen Jahren der GSP-Sektion vorsteht, möchte sich gerne am Ende aus der Vorstandsarbeit zurückziehen. Bis dahin soll also ein Nachfolger gefunden und eingearbeitet werden.

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