Nachschau - Veranstaltung am 28.05.2018

 
 
 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Trendwenden und kein Ende?

Zum Zustand und den Perspektiven unserer Bundeswehr

 
Referent:

Oberstleutnant André Wüstner

Bundesvorsitzender Deutscher BundeswehrVerband
und Karl-Theodor-Molinari-Stiftung
 

am Montag, 28. Mai 2018, 19.30 Uhr
im Forum Wolf Graf von Baudissin
des Zentrums Innere Führung der Bundeswehr
Von-Witzleben-Straße 17, 56076 Koblenz

 

Zur Veranstaltung:

Das Krisenmanagement von Ursula von der Leyen – alte und neue Verteidigungsministerin – im letzten Sommer im Zusammenhang mit Verfehlungen einzelner hat in der Truppe für Unruhe und Unsicherheit gesorgt, manch einer sprach von Vertrauenskrise. Eine Krise mehr, noch dazu zur Unzeit! Denn die Trendwende Material kommt auf dem Kasernenhof bislang noch nicht an. Der Bericht zur materiellen Einsatzbereitschaft der Hauptwaffensysteme der Bundeswehr 2017 wie auch der Jahresbericht des Wehrbeauftragten 2017 haben kürzlich die eklatanten Lücken bei Gerät, persönlicher Ausrüstung, Munition und Infrastruktur drastisch beschrieben. Angesichts von vollen Auftragsbüchern ist die Enttäuschung darüber groß. Rund 3.700 Soldaten sind in Auslandseinsätzen, knapp 11.500 sind bei einsatzgleichen Verpflichtungen, wie den NATO-Rückversicherungsmaßnahmen im Baltikum, gebunden. Die kleinste Bundeswehr muss immer mehr leisten. Zwar soll die Truppe bis 2024 um 13.000 auf insgesamt 198.000 Soldatinnen und Soldaten wachsen – derzeit dienen aber nur knapp 180.000 Männer und Frauen in den Streitkräften. Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD wurden Maßnahmen zur Personalgewinnung und -bindung vereinbart, doch soll der Verteidigungshaushalt jedes Jahr nur um je 500 Millionen Euro ansteigen. Kann Ursula von der Leyen, die von ihr initiierten Trendwenden erfolgreich zu Ende bringen?

Zum Referenten:

Oberstleutnant André Wüstner ist seit 2013 Bundesvorsitzender des Deutschen BundeswehrVerbands (Wiederwahl 2017). Er ist seit 1994 Soldat des Heeres und durchlief verschiedenste Führungsverwendungen auf unterschiedlichen Ebenen. Er war mehrfach im Kosovo sowie in Afghanistan, wo er als Vorgesetzter Verantwortung für Leib und Leben der ihm anvertrauten Soldaten auch in extremen Gefahrensituationen trug, im Einsatz sowie Dozent am Zentrum Innere Führung in Koblenz.

 
Foto: DBwV
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