Nachschau - Veranstaltung am 12.03.2018

 
 
 
 

Vortrag und Podiumsdiskussion
mit Zuhörerbeteiligung

zum Thema

Sicherheitspolitik im Wandel der Generationen –

Zum Interesse der Jugend an neuen Themen und Formen des Dialoges

 
Referentin:

Professor Dr. Caja Thimm

Professorin für Medienwissenschaft und
Intermedialität an der Universität Bonn
Foto: Caja Thimm - Eigenes Bild
 

Es diskutieren mit Professor Dr. Caja Thimm:

 

Ulrike Merten

GSP-Präsidentin
 

Thomas Roos

Studienrat am Peter-Joerres-Gymnasium, Bad Neuenahr-Ahrweiler
 

Leoni Demand

Schülerin der Jahrgangsstufe 12
am Peter-Joerres-Gymnasium
 

Florian Felderhoff

Schüler der Jahrgangsstufe 12
am Peter-Joerres-Gymnasium
 

Moderation:

Generalleutnant a.D. Kersten Lahl

GSP-Vizepräsident
 

am Montag, 12. März 2018, 19:00 Uhr
im Rathaus Bad Neuenahr-Ahrweiler
Rathaussaal
Hauptstraße 116, Bad Neuenahr-Ahrweiler

 

*****

 
vom 14.03.2018

Von Social Media, Fake-News und Qualitätsjournalismus

Gesellschaft für Sicherheitspolitik mischte sich unter die „Freiheiter“

Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach
vl. Generalleutnant a.D. Kersten Lahl, Studienrat Thomas Roos, Schülerin Leoni Demand, Schüler Florian Felderhof, GSP-Präsidentin Ulrike Merten, Professorin Dr. Caja Thimm. - Foto: Jochen Tarrach

Bad Neuenahr. Bei den Bürgern und da besonders bei den Jugendlichen Interesse für Sicherheitspolitik zu wecken, ist eine schwierige Sache. „Zu abstrakt, zu weltumfassend und vertiefte Debatten einfach zu anstrengend“, so Ulrike Merten, Präsidentin der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP). So fehle es meist schlichtweg am notwendigen Grundlagenwissen. Umso wichtiger sind das Verstehen und das Mitwirken der Bürger bei einer sachgerechten Lageanalyse und den demokratischen Entscheidungsprozessen. Das trifft auch und hier besonders auf die Jugend zu.

Eigentlich dachten Leonie Demand, Schülerin der Jahrgangsstufe 12 am Peter-Joerres-Gymnasium (PJG), sowie ihr Mitschüler Florian Felderhoff, dass sie auf dem Podium der Veranstaltung zu den 3. Ahrweiler Freiheitswochen im großen Sitzungssaal des Rathauses lediglich eine Alibifunktion zu erfüllen hätten. Aber weit gefehlt. In der von Generalleutnant a.D. Kersten Lahl im Auftrag der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler der GSP geleiteten Diskussion zum Thema „Sicherheitspolitik im Wandel der Generationen“ standen sie gemeinsam mit ihrem Studienrat Thomas Roos nahezu im Mittelpunkt des Geschehens.

Wie soll man die neuen (elektronischen) Formen des Dialogs nutzen, nicht nur um die Jugend für Probleme der Sicherheit anzusprechen, sondern um allseits mehr Interesse an Freiheits- und Zukunftskonzepten zu wecken? Sicherheitspolitik gehe uns alle an. So lautete die Frage des Abends und rund 150 Zuhörer lauschten aufmerksam der spannenden Diskussion, die mit ihrer Fragestellung genau ins Themenzentrum der „Freiheiter“ traf. Aber: Diskussionen von heute sind nicht mehr die Diskussionen von gestern. Präsident Donald Trump beweist es: Man diskutiert über Twitter oder andere Medien und verbreitet ungehindert seine gefärbten Meldungen, modern Fake-News genannt. Es wird immer schwerer, wirklich verlässliche Informationen zu bekommen und diese auch zu erkennen.

„Trotzdem, was soll man tun, man muss den Experten vertrauen“, so Florian Felderhof. Talk-Shows im Fernsehen würden von den Jugendlichen ehr weniger angehört. „Man spricht in meinem Freundes- und Bekanntenkreis allgemein über Sicherheitspolitik, hat aber kein tiefer gehendes Interesse“, berichtet Leonie Demand.

Jedoch sieht Thomas Roos, er unterrichtet am PJG Sozialkunde, Geschichte und Katholische Religionslehre, im Gegensatz zu früher ein deutlich gestiegenes Interesse. Oft sei es aber auch der Lehrplan, der hier eine weiter gehende Beschäftigung verhindere. Das Angebot sich intensiv damit zu befassen sei da, zum Beispiel bei den regelmäßigen Vorträgen und Diskussionen der GSP, so Ulrike Merten als dessen Präsidentin.

Für Professor Dr. Caja Thimm, Professorin für Medienwissenschaft und Intermedialität an der Uni Bonn mit Schwerpunkt „Social Media“ ist die Lage klar: „Informationen werden heute nicht mehr abgeholt, sie müssen von allein kommen.“ Das berge allerdings die Gefahr, dass sie entsprechend aufgearbeitet sein, Fake-News eben. Nutzung von Social Media: Das ist auch eine Generationensache. Die ältere Generation mit viel Lebenserfahrung erreicht man damit nicht immer gut. Für sie liege die Zeitung mit ihrem Qualitätsjournalismus noch immer als Informationsmedium an erster Stelle.

So war es nur folgerichtig, dass sich Sektionsleiter Josef Schmidhofer auch bei der RZ für die ausführliche Berichterstattung über die Veranstaltungen der GSP in der Kreisstadt bedankte.

Lesen Sie auch den Bericht des General-Anzeigers

Lesen Sie auch den Bericht der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler

 
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