Nachschau - Veranstaltung am 26.06.2018

 
 
 
 
 

Thema der Tagung

 

Von der Wirtschaftsgemeinschaft zur Politischen Union

Maastricht und die Folgen - Wie gut funktioniert die
grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Euregio?

 

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Bericht der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler

Maastricht und die Folgen

Politische Bildungsfahrt in die Euregio Maas-Rhein

Von Klaus Kretzschmar
Die Reisegruppe aus bad Neuenahr-Ahrweiler in Maastricht - Foto: Josef Schmidhofer

Bad Neuenahr. Unter dem Thema „Von der Wirtschaftsgemeinschaft zur Politischen Union-“ führten die Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) Bad Neuenahr-Ahrweiler und die Kameradschaft Ehemaliger, Reservisten und Hinterbliebener (KERH) im Deutschen Bundeswehrverband des Kreises Ahrweiler in diesem Jahr ihren gemeinsamen Tagesausflug durch. Ziele waren dabei die Stadt Maastricht und die Europastadt EURODE.

Die politische Bildungsfahrt erfolgte unter Federführung der Konrad-Adenauer-Stiftung, die mit Oberstleutnant a. D. Trinkaus auch den Moderator stellte.

Der Tag begann im Gouvernements Gebäude der Provinz LIMBURG in MAASTRICHT mit einem Vortag und einer Führung durch Conservator Eric Lemmens. Dabei lernten die Gäste die Euregio Maas-Rhein (EMR) mit ihren fünf Partnerregionen Region Aachen (Deutschland), Provinz Limburg (Belgien), Provinz Lüttich (Belgien), Deutschsprachige Gemeinschaft (Belgien) und Provinz Limburg (Niederlande) kennen. Der Raum umfasst ca. 20 Millionen Einwohner. Ziel der Euregio ist es, die Lebensqualität der Bürger im Grenzgebiet zu verbessern. In den Ausführungen von Lemmens wurde auch deutlich, dass diese Bemühungen einer engen Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinaus keine Erfindung der Neuzeit sind, sondern die Wurzeln weit in die Geschichte zurück reichen. Neue Impulse aber auch Herausforderungen, brachte die Erweiterung der Europäischen Union (EU) von sechs Gründerstaaten auf derzeit 28 Mitglieder. Wie schwierig sich diese Zusammenarbeit im politischen Alltag unter Bedingungen der Globalisierung gestaltet, erleben wir zurzeit hautnah durch die Gefahr eines Auseinanderdriftens der einzelnen Nationen, die dieses Europa verkörpern.

Der Nachmittag war dann geprägt vom Besuch des Eurode Business Center in Herzogenrath. Hier stellte der Bürgermeister der Stadt Herzogenrath, Christoph von den Driesch, die Europäische Einigung „von unten“ – Die erste grenzüberschreitende „Europastadt EURODE“ vor. Zum besseren Verständnis muss man das Kunstwort „Eurode“ kurz erklären: es setzt sich aus dem Namen Europa und dem aus der frühen Geschichte stammenden „Land von`s-Hertogenrode“ zusammen. Schon seit dem 12. Jahrhundert bildeten Herzogenrath und Kerkrade auf der Verwaltungskarte eine Einheit. Wie leicht sich Grenzen, Vorurteile und unterschiedliche politische und administrative Systeme bei gutem Willen aller Akteure überwinden und angleichen lassen, wurde allen Tagungsteilnehmern deutlich. Was hier auf kommunaler Ebene gelungen ist, sollte Landes- und Bundesbehörden als Beispiel dienen.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass dieser Tag ihren Blick auf Europa erweitert hat und die Zusammenarbeit in einigen Regionen schon sehr weit vorangekommen ist. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Europa derzeit vor großen Herausforderungen steht.

 
Titelfoto: pixabay, CC0
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