Nachschau - Veranstaltung am 23.01.2018

 
 
 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Die Trendwenden der Bundeswehr

 
Referent:

Dr. Hans-Peter Bartels

Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages
 

am Dienstag, 23. Januar 2018, 19.30 Uhr
im Burgwald-Kasino
Marburger Str. 69, 35066 Frankenberg (Eder)

 

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vom 01.02.2018

Veränderungen greifen zu langsam

Wehrbeauftragter hielt Vortrag in Frankenberg

FRANKENBERG. Die Trendwende der Bundeswehr bei Personal, Material, Finanzen und in den Köpfen der Menschen muss schneller gehen. Das war die zentrale These von Hans-Peter Barthels. Der Wehrbeauftragte des Bundestages referierte beim ersten Vortrag der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) in diesem Jahr vor vollbesetzten Saal im Burgwaldkasino. Wie ein roter Faden zog sich durch den Vortrag seine Forderung, dass Veränderungen schneller gehen müssen. Mit einem kurzen Abriss über die Historie begann Dr. Bartels. Wobei er öfters darauf hinwies, dass aus heutiger Sicht einiges zu kritisieren sei. Aber zur Zeit der Entscheidungen seien diese zumeist nachvollziehbar gewesen.

IS Gefahr für Deutschland

2014 habe eine Zeitenwende mit dem Erscheinen des „Islamischen Staates“ und der Annexion der Krim durch Russland begonnen. Man habe realisieren müssen, dass der IS auch für Deutschland eine große Gefahr sei. Außerdem habe eine militärische Grenzveränderung in Europa stattgefunden, die viele für unmöglich gehalten hatten. Die Annahme, dass die Bundeswehr sich auf internationale Einsätze konzentrieren könne und müsse, war vorbei. Die Landesverteidigung habe fortan wieder einen hohen Stellenwert eingenommen. Allerdings sei auch klar, dass durch den Abbau der Bundeswehr, aber auch anderer staatlicher Organe, diese neuen Herausforderungen nicht bewältigt werden können. Die notwendigen Trendwenden bei Personal, Material, Finanzen und in den Köpfen hätten begonnen, so Barthels. Allerdings gehe alles zu langsam.

Bedarf beim Personal

Speziell beim Personal müsse jetzt etwas geschehen. Im Konkurrenzkampf mit der Wirtschaft reichten die beschlossenen Maßnahmen nicht aus. Darüber hinaus sollte über die Reaktivierung der Wehrpflicht nachgedacht werden. Als Beispiel nannte Bartels Schweden. Dort war nach sieben Jahren Freiwilligenarmee die Wehrpflicht 2017 für geeignete Kandidaten wieder eingeführt worden. Die Diskussion zeigte, dass ein Abend nicht ausreicht, um alle Fragen zu beantworten. Wichtig sei aber, dass die Bevölkerung auf dem steinigen Weg zu einer Bundeswehr, die den Herausforderungen gewachsen ist, mitgenommen werden muss. Daher war ihm der Weg nach Frankenberg sehr wichtig, sagte Bartels zum Abschluss. - (nh/mia)

Lesen Sie auch das HNA-Interview mit dem Wehrbeauftragten

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