Nachschau - Veranstaltung am 06.04.2017

 
 

Vortrag und Diskussion

zum Thema

Gesellschaftliche Resilienz in Zeiten hybrider Bedrohungen
am Beispiel Estland

 
Referent:

Oberst d.R. Dr. Heinz Neubauer

GSP-Vizepräsident
 

am Donnerstag, 06. April 2017, 19:00 Uhr

Universität Mannheim - EO 259
Bismarckstraße, Mannheim

 

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Si vis pacem, para bellum

GSP-Vizepräsident Neubauer referierte bei der Sicherheitspolitischen Hochschulgruppe der Universität Mannheim

GSP-Vizepräsident Dr. Heinz Neubauer bei der BSH-Hochschulgruppe Mannheim - Foto: BSH

Oberst d.R. Dr. Heinz Neubauer, Vizepräsident der Gesellschaft für Sicherheitspolitik besuchte am 6. April die Hochschulgruppe für Außen- und Sicherheitspolitik der Universität Mannheim. Der erfahrene Oberst d.R. referierte zum Thema "Gesellschaftliche Resilienz in Zeiten hybrider Bedrohungen" am Beispiel Estlands.

Nach der Epochenwende infolge der Krimannexion durch Russland hat sich die NATO wieder auf die Bedeutung der Bündnisverteidigung eingestellt. Obwohl hybride Bedrohungen nichts grundlegend Neues darstellen, entwickeln sich die Formen stetig weiter; es gilt unverändert 'si vis pacem, para bellum'. Die Republik Estland ist als NATO-Mitglied und Nachbar Russlands besonders sensibel, gleichzeitig sind dort Staat und Gesellschaft hellwach. Daher spielt die zivil-gesellschaftliche Widerstandkraft - "Resilienz" - und ihre Stärkung eine besondere Rolle, viel mehr als dies beispielsweise in Deutschland, das ja in Mitteleuropa umgeben ist von neun freundlichen Nachbarn, wahrgenommen wird. Zugleich gilt es aber nicht allein durch militärisch fundierte Abschreckung im Verteidigungsbündnis NATO seinen Freiheitswillen zu unterstreichen, sondern auch klare Botschaften und Dialogangebote zu formulieren.

Heinz Neubauer vermittelte dabei einen detaillierten Einblick in die gesellschaftlichen Strukturen der baltischen Staaten.

Der Referent verwies auf die potentiellen Gefahren für Estland durch den scheinbar vermehrten Einsatz "hybrider Kriegsmethoden" auf Seiten Russlands. Die interessierte und aufmerksame Zuhörerschaft konnte sich somit ein Bild über die vorherrschende Situation im Baltikum machen. Bemerkbar macht sich die Einflussnahme der ehemaligen Sowjetunion besonders durch Social Media, Fernsehen und Desinformationskampagnen, so Heinz Neubauer. Während der letzten Jahre besuchte Heinz Neubauer mehrmals das estnischen Militär und konnte in diesem Zusammenhang auch die Arbeit der Bundeswehr in Estland erläutern. Damit die Gefahren gebannt und ein friedliches Zusammenleben in der Region stattfinden kann, muss man sich mit der vorherrschenden Situation auseinandersetzen und dem entgegenwirken.

 
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