Nachschau - Veranstaltung am 11.09.2014

 
vom 30.09.2014

Ein Blick auf die Luftwaffe von morgen

Luftwaffen-Planungschef spricht über neue Aufgaben, Strukturen und Sorgen um Weltraumschrott

Kleiner und schlagkräftiger werde die Luftwaffe von morgen sein, so erfuhren es die Gäste eines Vortrags der örtlichen Sektion der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik jetzt aus erster Hand. Brigadegeneral Jörg Lebert, seit kurzem Abteilungsleiter im Kommando Luftwaffe, sprach auf dem Fliegerhorst zum Thema „Unsere Luftwaffe – heute und morgen“. Zentralisierung und Flexibilisierung waren dabei seine wichtigsten Schlagworte. Aber auch die Namensänderung der Gesellschaft war kurz ein Thema.

Jörg Lebert - Foto: Augsburger Allgemeine

Denn demnächst wird die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW) in ihrem Namen nur noch die Sicherheitspolitik führen. Das soll nichts an der Ausrichtung ändern, unterstrich Sektionsvorsitzender Walter Laudes. „Wir informieren über Politik – wir machen keine Politik.“

Die Namensänderung wurde von der Bundesversammlung gegen den Widerstand des örtlichen Ablegers durchgesetzt. „Wir beschäftigen uns auch weiterhin mit Fragen der Sicherheitspolitik. In unseren Aktivitäten und der Themenwahl sind wir vollkommen unabhängig“, so Laudes. Mit Luftwaffengeneral Jörg Lebert war ein Experte gekommen. Seit rund drei Monaten ist er in Berlin-Gatow Abteilungsleiter „Weiterentwicklung und Planung“ der Luftwaffe. Auf entspannte Art erklärte er, wie sich die Teilstreitkraft auf neue Ziele und Strukturen einstelle. Unter anderem wurde der Inspekteur Luftwaffe – als deren eigentlich höchste Autorität – aktuell in seinen Befugnissen beschnitten. Bisherige fachliche Entscheidungskompetenzen wurden ins Ministerium, somit auf die zivile und politische Ebene verlagert.

Zukünftig gebe es zwei Führungsebenen, wobei sich der Inspekteur Luftwaffe als erster Ansprechpartner des Ministeriums verstehe. Laut Lebert stellt sich die Luftwaffe darauf ein, künftig Bedürfnisse der anderen Teilstreitkräfte umfassender abzudecken.

Dies soll durch organisatorische und materielle Maßnahmen erreicht werden. Lebert verhehlte aber auch nicht, dass die Verlagerung von Aufgaben zwangsläufig zu Lücken geführt habe. So fehle beispielsweise bei einigen Waffensystemen die notwendige Mobilität, was sich wiederum auf den Schutz etwa des Heeres durch die Luftwaffe auswirke.

Der General erklärte, warum künftig die Überwachung des Weltraumes eine entscheidende Rolle spielen werde. Durch sogenannten „Killersatelliten“ seien sämtliche Internetaktivitäten leicht zu stören, was bis zu einer Lähmung der Weltwirtschaft führen könne.

Nach oben Zurück
Veranstaltungskalender
 

GSP-Veranstaltungskalender

Legende: Termin exportieren - Zur Sektionsseite - Termininfo versenden - Terminerinnerung anfordern - Bei Veranstaltung anmelden