Nr. 02/2015

Landesbereich II

Niedersachsen - Bremen

Landesbereich
Landesvorsitzender: OTL a.D. Werner Hinrichs

Aus dem Landesbereich

Im abgelaufenen Jahr 2014 gab es im Landesverband in Niedersachsen und Bremen bei den Sektionen Celle, Wittmund und Aller – Weser einen Wechsel der Sektionsleitungen. So konnte Herr Heiko Wolf noch durch seinen Vorgänger, Herrn Oberst a. D. Norbert Sprenger, in das Ehrenamt eingeführt werden, bevor er im August für uns viel zu früh verstarb. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Die Bemühungen, den vakanten Sektionsleiter für die Sektion Ostfriesland neu zu besetzen, waren erfolgreich. Herr Jörg Furch, Ehrenvizepräsident des Reservistenverbandes aus Rhauderfehn, wird die Sektion Ostfriesland / Wittmund nunmehr im Jahr 2015 leiten.

Nachdem der langjährige Sektionsleiter Aller – Weser, Herr Ravens, sein Amt niedergelegt hatte, konnte der Landesvorsitzende Herrn Oberst Richard Rohde, stellvertretender Kommandeur und Chef des Stabes des Zentrums für Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr aus Nienburg für das Ehrenamt gewinnen.

In Oldenburg trat der langjährige und sehr erfolgreiche Sektionsleiter, Herr Ralph Schmuhl, bei der Mitgliederversammlung nicht wieder zur Wahl an. Somit wird zunächst die Sektion durch den Stellvertreter, Herrn Oberst a. D. Helmut Scheder, geführt.

Alle neuen im Amt heiße ich herzlich willkommen und wünsche ihnen eine sehr erfolgreiche und kreative Arbeit sowie viele interessierte Zuhörer.

Sektion Wilhelmshaven
Sektionsleiter: Fregattenkapitän a.D. Dieter Wilde

Maritime Sicherheit

Die GSP in Wilhelmshaven hat es sich zur Aufgabe gemacht, interessierten Bürgern von Vereinen, Institutionen und Firmen, aber auch ganz allgemein der Öffentlichkeit, ein besseres Verständnis für „Maritime Sicherheit“ näherzubringen. Ziel und Zweck dieser Tätigkeit ist es, auf der Basis der örtlichen und maritimen Vorzüge des Standortes Wilhelmshaven die Diskussion und Ausgestaltung maritimer Sicherheitspolitik zu aktivieren und durch sicherheitspolitische Beiträge mitzugestalten und zu beleben.

Unter Maritimer Sicherheitspolitik versteht man denjenigen Teil der Meerespolitik, der die Sicherung der ungehinderten Nutzung der Meere und ihrer Randgebiete für Schifffahrt, Schiffbau, Meereswirtschaft und Meeresforschung für alle Nationen unter Berücksichtigung von Ökonomie und Ökologie sicherstellen soll. Maritime Sicherheitspolitik ist wegen ihrer engen Verzahnung mit anderen Bereichen der Politik ein Teil der internationalen als auch der nationalen Politik.

Rechtliche Grundlage für die Maritime Sicherheitspolitik ist das seit November 1994 gültige „Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen“, ein Gesetzeswerk für ca. zwei Drittel der Weltoberfläche, in dem das Zusammenleben im 21. Jahrhundert geregelt ist. Ziel der maritimen Sicherheitspolitik wird es sein, die Anerkennung und Durchsetzung dieses „Grundgesetzes der Weltmeere“ sicherzustellen.

Kenntnisse und Zusammenhänge über maritime Sicherheitspolitik sind in großen Teilen unserer Bevölkerung sowie auch bei den Meinungsführern weitgehend nicht bekannt. Maritime Sicherheitspolitik wird oft ignoriert und nicht ihrer Bedeutung entsprechend gewertet. Die GSP-Sektion in Wilhelmshaven hat sich vorgenommen, zur Beseitigung dieser Defizite beizutragen. Durch thematisch gezielte Veranstaltungen soll objektives Wissen vermittelt, breites öffentliches Interesse geweckt, Problembewusstsein geschaffen und die Urteilsfähigkeit gestärkt werden.

Diese Arbeit ist zukunftsorientiert. Es gilt vor allem, Perspektiven und Visionen zu entwickeln, deren Chancen und Risiken abzuwägen und daraus Lösungsvorschläge abzuleiten. Die Medien sollen aktiv informiert und zur Unterstützung eigener Vorstellungen gewonnen werden.

Die Stadt Wilhelmshaven ist der geeignete Standort für die vorgesehenen maritimen sicherheitspolitischen Themen. An keinem anderen Standort der norddeutschen Küste ist der Kontrast zwischen ganz unterschiedlichen Meeresnutzungen so nachvollziehbar wie hier. Wilhelmshaven ist der einzige deutsche Tiefwasserhafen. Der Umschlag an Handelsgütern, vor allem von Öl, liegt über dem aller Bremer Häfen und damit an zweiter Stelle der deutschen Häfen vor Hamburg. Es ist abzusehen, dass die Bedeutung der Stadt Wilhelmshaven als Hafen- und Industriestandort in Zukunft noch weiter ausgebaut werden kann.

Deutsches Marinemuseum Wilhelmshaven - Foto: Werner Hinrichs

Für die Deutsche Marine ist Wilhelmshaven vor allem durch die weltweit operierenden Fregatten der Einsatzflottille 2 und das Marinearsenal der bedeutendste Marinestandort Deutschlands. Dies gilt auch nach der Umstrukturierung der Bundeswehr. Der frühere Arsenalbetrieb in Kiel wurde mit dem Wilhelmshavener Arsenal zusammengefasst. Zum Ausgleich der bisher hier beheimateten höheren Kommandobehörden, die die Jadestadt verlassen haben, ist das neu geschaffene Logistikzentrum der Bundeswehr am Standort Wilhelmshaven entstanden. Darüber hinaus ist Wilhelmshaven auch ein Hauptstützpunkt der maritimen Krisenreaktionskräfte der NATO.

Sektion Braunschweig-Peine-Wolfenbüttel
Sektionsleiter: Oberstleutnant d.R. Friedrich Deichmann

60 Jahre GSP-Sektion Peine

Im Heft 8 des III. Jahrgangs der Verbandszeitschrift der damaligen Gesellschaft für Wehrkunde vom August 1954 gibt es zur Sektion Peine folgende Notiz: ". . . . Die Sektion, die am 20. 01. 1954 von einigen an wehrkundlich interessierten Herren zunächst als lose Arbeitsgemeinschaft gegründet worden war, wird nun auf breiter Basis im Rahmen der Gesellschaft für Wehrkunde ihre Arbeit fortsetzen. . ." Dieses 60-jährige Bestehen war Anlass für die Jubiläumsfeier am 16. Mai 2014 in der Bürgerschenke in Peine, zu der neben den Mitgliedern und Freunden zahlreiche Ehrengäste aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik u.a. die Präsidentin der Gesellschaft Frau Ulrike Merten.

Zur Feier der Gesellschaft für Sicherheitspolitik trafen sich (von links) Landesvorsitzender Werner Hinrichs, Peines Bürgermeister Michael Kessler, Präsidentin Ulrike Merten und Sektionsleiter Friedrich Deichmann. - Foto: Henrik Bode

Im Grußwort betonte Bürgermeister Kessler: "Die Bundeswehr sah ihre Aufgabe nach dem Zweiten Weltkrieg in erster Linie in der Bewahrung der freiheitlichen Lebensordnung und des Friedens, nach der Wiedervereinigung 1990 wurde aus der Bundeswehr für den Einsatz eine Wehr im Einsatz. Unsere Soldaten sind zurzeit international in Krisengebieten im Einsatz, in Gebieten, in denen Blut vergossen wird. Die Bevölkerung steht nicht so recht dahinter." Deshalb sei die Aufklärungsarbeit der GSP nicht nur zu begrüßen, sondern auch erforderlich. Der Landesvorsitzende Werner Hinrichs ging auf die vielfältigen Veranstaltungen der GSP mit reger Beteiligung im Bereich Niedersachsen/Bremen ein und betonte auch das besondere Engagement der jetzigen Sektion Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel mit der besonderen Bemerkung, dass Peine ja keine Garnisonstadt gewesen ist. Die Festrede der Jubiläumsveranstaltung wurde von der Präsidentin der Gesellschaft Frau Ulrike Merten gehalten. Zunächst gratulierte sie der Sektion für ihr langjähriges Bestehen und ging dann auf die Aktivitäten der Gesellschaft ein. Der unabhängige und überparteiliche Verein verfüge zurzeit über ungefähr 6500 Mitglieder mit dem Ziel, über die Öffentlichkeitsarbeit durch Vorträge, Seminare und Informationsveranstaltungen mit Jugendoffizieren und Schulen das sicherheitspolitische Verständnis in der Bevölkerung zu steigern. Mit etwa 1000 öffentlichen Veranstaltungen ist die Gesellschaft jedes Jahr präsent und setzt sich mit Veränderungen im internationalen Sicherheitsumfeld auseinander. Es werden Bedrohungen und Risiken deutlich gemacht, um die Bevölkerung für die sicherheitspolitischen Aspekte sensibilisiert. Auch die Politik müsse ihrer Verantwortung in dieser Hinsicht mehr Gewicht verleihen.

Mit musikalischer Untermalung durch ein Querflötenensemble wurde diese erfolgreiche Jubiläumsveranstaltung in freundlicher Atmosphäre beendet.

Werner Hinrichs
Landesvorsitzender Niedersachsen und Bremen
In eigener redaktioneller Verantwortung

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