Nr. 03/2015

Landesbereich III

Nordrhein - Westfalen

Landesvorsitzender: Brigadegeneral a.D. Gerhard Kemmler
Sektionsleiter Lippe-Detmold: Dr. Karl-Hans Schloßstein

Neujahrsempfang in Detmold

Am 29. Januar 2015 konnte der Sektionsleiter Lippe-Detmold, Dr. Karl-Hans Schloßstein in dem vom Kreis Lippe bereitgestellten Räumlichkeiten des neuen Plenarbereichs des Kreishauses in Detmold über 40 Gäste beim Neujahrsempfang begrüßen. Ziel der Veranstaltung war es, den Mitgliedern, Kooperationspartnern, Pressevertretern und weiteren Gästen aus Politik und Gesellschaft das Programm für 2015 vorzustellen, Vorschläge aufzugreifen, die Zusammenarbeit mit den lokalen Institutionen zu vertiefen und nicht zuletzt das Interesse an einer Mitgliedschaft bei der GSP zu wecken.

Voran gegangen war eine Mitgliederversammlung der Sektion Lippe-Detmold, die Gelegenheit bot, im Dialog mit der Sektionsleitung u.a. die Themen „Programm“, „Mitgliederentwicklung“ und „künftige Veranstaltungen“ zu behandeln.

In seiner Begrüßung freute sich Dr. Schloßstein, neben zahlreichen Ehrengästen auch den Landrat des Kreises Lippe, Friedrich Heuwinkel, eine Delegation des Verbands der Reservisten und Vertreter der PzBrig 21 „Lipperland“ begrüßen zu können. Auch die Ehrenpräsidentin der GSP, Frau Marienfeld-Czesla (ehemalige Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags) hatte es nicht nehmen lassen, an dieser hochkarätigen Veranstaltung teilzunehmen.

Neujahrsempfang in Detmold. Vlnr: Sektionsleiter Dr. Karl-Hans Schloßstein, Präsidentin Ulrike Merten, Landesvorsitzender NRW BG a.D. Gerhard Kemmler, Sektionsgeschäftsführer Wigbert Gruß“ - Foto: GSP Detmold

In ihrem Festvortrag erläuterte die Präsidentin der GSP, Frau Merten-Hamann ausführlich die Hintergründe für die Namensänderung des Vereins und verlieh ihrer Überzeugung Ausdruck, dass mit dem neuen Namen und dem neuen Erscheinungsbild nun auch leichter Bevölkerungsschichten erreicht werden können, die der GfW teilweise skeptisch gegenüberstanden. Die Präsidentin erläuterte die verschiedenen Aspekte der vernetzten Sicherheit und verwies auf die angespannte Lage in der Ukraine und den Krisengebieten im Nahen Osten. Auch mahnte sie einen besser koordinierten, politisch überzeugenderen Beitrag der Europäer zum Krisenmanagement an. Absichtserklärungen allein reichten nicht mehr, so die Präsidentin.

Der neue Vorsitzende des Landesbereichs III, Brigadegeneral a.D. Gerd Kemmler berichtete in seiner persönlichen Vorstellung über die vielen Stationen seiner Dienstzeit bei der Bundeswehr. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in der Truppe und im BMVg, bei der NATO in Brüssel und SHAPE, bei der Europäischen Union in Brüssel und bei der EU-Operation ALTHEA in Bosnien-Herzegowina konnte er einige interessante Einblicke in sicherheitspolitische Zusammenhänge geben. Er streifte sodann die Veranstaltungen des Landesbereichs III im letzten Jahr und gab einen kurzen Überblick über die geplanten Vorhaben im gerade begonnen. Schließlich verwies er auf das Leitbild der GSP „ … die öffentliche sicherheitspolitische Debatte in Deutschland wider das Desinteresse in Fragen der Außen-, Sicherheits- und Vereidigungspolitik zu fördern …“ und forderte, dieses vermehrt mit den zahlreichen Kooperationspartnern der Sektionen zu tun, die Kräfte zu bündeln.

Bei dem anschließenden Empfang bestand ausreichend Gelegenheit, die angesprochenen Themen zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen und erste vielversprechende Absprachen zu treffen.

Gerhard Kemmler
Dr. Karl-Hans Schloßstein
In eigener redaktioneller Verantwortung

Sektion Minden
Sektionsleiter: Oberst a.D. Klaus Suchland

Sicherheit und Glaube

„Alle Religionen, die sich mit der Regierung verbinden,
stehen der Freiheit mehr oder weniger feindlich gegenüber“
(Henry Clay 1841)

Der Frage nach dem Einfluss von Kulturen und Religionen auf gegenwärtige Konflikte ging die „4. Schaumburger Plattform“ in Bückeburg unter der Leitung des Sektionsleiters Klaus Suchland Sektion Minden und unter der Schirmherrschaft des Landesbischofs der ev.-luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe Dr. Karl-Hinrich Manzke nach. Exemplarisch galt es, den weltanschaulichen Pluralismus und die Begegnung und Auseinandersetzung mit anderen Religionen darzustellen und die Bedeutung von Militärseelsorge für den Soldaten hervorzuheben. Als Einstieg war das Eingangsreferat „Politik und Glaube – ein Antagonismus? – gehalten von ParlStS Dr. Maria Flachsbarth, MdB - zielführend und der gelungene Übergang zu den Darstellungen von Dr. Friedmann Eißler, Evang. Zentralstelle für Weltanschauungsfragen Berlin („ Religion und weltanschaulicher Pluralismus – Begegnung und Auseinandersetzung“) und Dr. Silvia Horsch-Al Saad Institut für islam. Theologie Osnabrück („Islam und Politik – Wer hat das Sagen?“).

Die 4. Schaumburger Plattform hat wiederum 200 Interessierte im Bückeburger Hubschraubermuseum zusammengeführt“ - Foto: GSP Minden

Die bekennende Muslima stellte mit großem Engagement überzeugend ihre Auffassung zum Verhältnis von Politik zum Islam vor und konnte dabei so manches Vorurteil korrigieren.

Ihr folgten dann die Militärdekane Dr. York-Herwarth Meyer und Dr. Dirck Ackermann vom Evang. Kirchenamt für die Bundeswehr mit Erläuterungen zur christlichen Friedensethik für das soldatische Selbstverständnis und zu den Erfahrungen aus seelsorgerischer Sicht mit anderen Konfessionen im Auslandseinsatz der Bundeswehr. Eine gelungene Zusammenfassung und Bewertung erfolgte abschließend durch den neuen Kommandeur der Heeresfliegerwaffenschule Oberst Uwe Klein.

Damit war diese „Plattform“ wiederum eine erfolgreiche Übersetzung von zeitgemäßer Sicherheit und Ethik mit dem Ziel, den Bürger vor Ort möglichst einfach und schnörkellos über Fragen zu Sicherheit und ihren vielfältigen Facetten zu informieren, ohne die Sachverhalte zu vereinfachen.

Diese Ganztagsveranstaltung, diesmal mit Unterstützung durch die Militärseelsorge, und in 4. Folge seit 2010 mit unterschiedlichen Themen unter der Maxime „Sicherheit hat viele Gesich-ter“ angeboten, hatte immerhin rund 200 Interessierte überwiegend aus den Landkreisen Minden-Lübbecke und Schaumburg zusammengeführt. Die lebhaften Diskussionen waren Ausdruck des Interesses und der Betroffenheit, die nachhaltige Presseberichterstattung Beweis für die Intensität des Gedankenaustauschs.

Die gute Organisation im Vortragssaal des Hubschraubermuseums in Bückeburg trug ihr übri-gens dazu bei.

Als Fazit bleibt festzuhalten:

1. Dem Sicherheitsbedürfnis der Bürger kann nur erfolgreich entsprochen werden, wenn ihnen Informationen einfach und überzeugend gebracht werden. Wissenschaftliche Abhandlungen und ein sicherheitspolitischer Exkurs überfordern leicht und verkennen das tatsächliche am Alltag orientierte Sicherheitsbedürfnis des Durchschnittsbürgers.

2. Mit solchen Themen wird verdeutlicht, dass Sicherheit kein ausschließliches Thema zum Einsatz Bundeswehr und Polizei ist, sondern sich umfassend durch alle Lebensbereiche zieht. So waren die Themen der Vorjahre z. B. „Sicherheit und Energie“ und „Sicherheit und Finanzen“ ebenfalls auf großes Interesse gestoßen.

3. Diese Foren sind eine wertvolle Alternative zu sicherheitspolitischen Konferenzen an großen Veranstaltungsorten mit überwiegend gleicher Klientel aus sicherheitspolitischen Experten und Wissenschaftlern.

4. „Schaumburger Plattform“ gibt der Veranstaltung einen regionalen Bezug, mit dem sich der Zuhörer vor Ort identifizieren kann und der im Gedächtnis haftet.

Diese Reihe wird im November 2015 mit dem Thema „Sicherheit und Klima“ fortgesetzt werden.

Klaus Suchland
In eigener redaktioneller Verantwortung

Nach oben Zurück
Veranstaltungskalender
 

GSP-Veranstaltungskalender

Legende: Termin exportieren - Zur Sektionsseite - Termininfo versenden - Terminerinnerung anfordern - Bei Veranstaltung anmelden