Nr. 04/2016

Landesbereich VII

Brandenburg – Sachsen – Sachsen-Anhalt - Thürigen

 

Sektion Strausberg/Königs Wusterhausen
Sektionsleiter: Oberst a.D. Wolfgang Krieger

 

Wir geben Antworten auf die aktuellen sicherheitspolitischen Fragen

Nach dem Ende des Kalten Krieges, mit der Auflösung der Sowjetunion und des Warschauer Paktes, sowie der Erweiterung der Europäischen Union und der NATO bis an die Grenzen Russlands, hat sich die Weltlage grundlegend verändert. Das Verschwinden der bipolaren Welt führte nicht zu mehr Sicherheit, sondern vielmehr zu noch größeren Spannungen. Das hat uns die Entwicklung in Europa und der Welt der letzten Jahre deutlich vor Augen geführt.

Unsere Bürger sorgen sich um ihre Sicherheit, sie wollen wissen, wie unser Staat unser aller Si-cherheit gewährleistet. Sie wollen Antworten auf die aktuellen Fragen unserer Zeit haben. In diesem Sinne hat die Sektion Strausberg/Königs Wusterhausen ihre Arbeit im Jahre 2015 orga-nisiert und durchgeführt.

Unsere Sektion hat ihr Einzugsgebiet nicht in Großstädten, sondern im gesamten Gebiet von Ostbrandenburg und erstreckt sich von Oranienburg über Strausberg, Königs Wusterhausen, Erkner, Cottbus bis nach Senftenberg.

Auf Grund der Dislozierung unserer Mitglieder sind wir nicht in der Lage, Vortragsveranstaltungen mit hochkarätigen Referenten in den Wohngebieten unserer Mitglieder zu organisieren. Wir bieten deshalb vornehmlich sicherheitspolitische Veranstaltungen in der Bundeshauptstadt an, organisiert in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) und der Deutschen Atlantischen Gesellschaft (DAG). Diese werden von unseren Mitgliedern und Gästen sehr gut angenommen.

Im Umfeld unserer Sektion müssen wir berücksichtigen, dass die sicherheitspolitische Auffas-sung der Bürger der neuen Bundesländer, besonders der Generation 40 +, sich wesentlich von denen der alten Bundesländer unterscheidet. Unter diesen komplizierten Bedingungen konzentrieren wir uns bei der Organisation unserer sicherheitspolitischen Öffentlichkeitsarbeit auf zwei Hauptzielrichtungen:

In der ersten Hauptzielrichtung organisieren wir sicherheitspolitische Veranstaltungen für unsere Mitglieder, Freunde und Interessenten in Kooperation mit der Kameradschaft Ehemaliger Strausberg des Deutschen Bundeswehrverbandes (DBwV). Dazu zählen Truppenbesuche bei der Bundeswehr, Informationsbesuche in Bundesministerien, Botschaften in der Bundeshauptstadt und Vortragsveranstaltungen der GSP-Sektion Berlin so-wie der DAG und der KAS.

Zu den vielen Fragen unserer Mitglieder und Freunde zum umstrittenen Transatlantischen Freihandelsabkommen haben wir eine Informationsveranstaltung beim Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz organisiert. Am 25. März standen uns dazu die Spezialisten beim BMJV im Berliner Dienstsitz Rede und Antwort.

Ein weiterer Schwerpunkt war dem 70. Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges gewidmet. Am 22. April, zum historischen Zeitpunkt, als an der Oder vor 70 Jahren die Schlacht der Berliner Operation begann, besuchten wir das Deutsch-Russische Museum in Berlin Karlshorst.

Es ist das einzige Museum in Deutschland, dass im mahnenden Gedenken, mit einer Dauerausstellung an den Vernichtungskrieg der Deutschen Wehrmacht gegen die Sowjetunion mit mehr als fünfzig Millionen Toten erinnert.

Im Juni war die Sektion beim Panzerpionierbataillon 803 in Havelberg zu Gast. In einem Vortrag wurde die Geschichte, Auftrag und Gliederung des Bataillons im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr vorgetragen.

Die Sektion Strausberg/Königs Wusterhausen beim Panzerpionierbataillon 803 in Havelberg – Foto: GSP Strausberg

Bei einer Präsentation der Pioniertechnik wurde uns die Vielfalt der Pioniermaschinen des Ba-taillons an den einzelnen Stationen vorgestellt. Wir haben das Panzerpionierbataillon 803 in der Gewissheit verlassen: Auf diese Truppe ist Verlass!

Ein nächster Schwerpunkt war der Informationsbesuch beim Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr am 21. Oktober in Potsdam.

Das Militärgeschichtliche Forschungsamt in Potsdam und das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr in Strausberg bilden seit dem 1. Januar 2013 das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Damit entstand im Zuge der Neuausrichtung, aus zwei renommierten Wissenschaftseinrichtungen mit langjähriger Tradition ein neues wissenschaftliches Zentrum in Potsdam.

Absoluter Höhepunkt war jedoch der Informationsbesuch beim Kommando Heer am 19. No-vember in Strausberg. Unser Anliegen bei diesem Informationsbesuch war es, uns nach nun-mehr fast zwei Jahren über den Stand der Neuausrichtung des Deutschen Heeres zu informie-ren.

Die Präsentationen zeugten von hoher fachlicher Kompetenz der vortragenden Offiziere und hinterließen bei den Teilnehmern dieses Informationsbesuchs einen nachhaltigen Eindruck. Wir haben daraus die Zuversicht gewonnen, dass die Neuausrichtung des Deutschen Heeres in guten Händen liegt und zu einem guten Ziel führen wird.

Die Sektion Strausberg/Königs Wusterhausen beim Kommando Heer – Foto: GSP Strausberg

Die zweite Hauptzielrichtung unserer sicherheitspolitischen Öffentlichkeitsarbeit liegt in der Vortragstätigkeit an den Hochschulen und an den Gymnasien unseres Einzugsbereiches auf Anforderungen der Bildungseinrichtungen. Dazu zählen Vortragsveranstaltungen sowohl durch Referenten unserer Sektion als auch durch Gastreferenten.

An der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus – Senftenberg haben wir am 20. Mai eine sicherheitspolitische Vortragsveranstaltung zum Thema „Kampfdrohnen, das Völker-recht und der militärische Nutzen.“ organisiert. Als Gastreferent hatten wir Herrn Oberst Dr. Richter von der Stiftung Wissenschaft und Politik aus der Bundeshauptstadt gewonnen. Bei dieser Veranstaltung wurde uns das freundliche Desinteresse unserer studentischen Jugend an Fragen der Sicherheit mit gerade einmal 17 Teilnehmern deutlich vor Augen geführt.

Am 24. September wurden wir zum wiederholten Male vom Humboldt Gymnasien Eichwalde zu zwei Vorträgen zum Tag der Wirtschaft und Wissenschaft eingeladen. Die Vorträge wurden durch unser Mitglied Prof. Dr. Groß zum Thema „Eurokrise, Grexit und kein Ende – welche Lö-sungsvorschläge kann die Volkswirtschaftslehre dazu unterbreiten“ gehalten. Ein zweiter Vor-trag zum Thema „Kampfdrohnen, das Völkerrecht und der militärische Nutzen“, wurde durch den Sektionsleiter gestaltet.

Wenn wir an dieser Stelle ein Fazit über unsere sicherheitspolitische Tätigkeit in 2015 ziehen, dann können wir auch etwas stolz sein, über das was wir erreicht haben. Wir sind aber noch lange nicht zufrieden. Unsere Besucherzahlen liegen im Schnitt bei 40 Teilnehmern, da ist noch genügend Luft nach oben. Die Gewinnung neuer Mitglieder schreitet aber gut voran. Bei der Reaktivierung der GfW-Sektion Strausberg im Jahre 2009 zählten wir gerade 7 Mitglieder, heute hat sich die Zahl auf 24 erhöht. Zu vermerken ist, dass wir allein in den letzten beiden Jahren 9 neue Mitglieder aufgenommen haben, darunter auch 2 Studenten.

Der Veranstaltungsplan 2016 ist gut gefüllt, aber nicht überladen. Machen wir uns ans Werk!

Wolfgang Krieger
In eigener redaktioneller Verantwortung

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